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Autor Thema: Poliermaschine im Eigenbau  (Gelesen 13500 mal)

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Offline prismatinum

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Poliermaschine im Eigenbau
« am: 08 Jan 12, 14:13 »
Hallo,

ich konnte vor kurzem einen alten Polierbock erwerben, den ich mit einigen Umbauten zum Achate polieren einsetzen will.
Das Ausgangsmodell stammt von ca. 1925, ist sehr robust und wurde in Idar-Oberstein eingesetzt. Die Gesamtbreite beträgt etwa 1,0 m, die Welle hat einen Durchmesser von 26 mm. Bestückt ist der Bock mit einer Holzwalze 310x280 mm, einem Filzrad 400x60 mm und einer Lederscheibe 300x30 mm. Angetrieben wurde ursprünglich mit einem Lederriemen über eine Transmission.
Meine Vorstellung ist, eine Keilriemenscheibe auf die Welle zu montieren und die ganze Sache mit einem Elektromotor zu betreiben.
Wohlwissend das dafür am besten ein FU-geregelter Kraftstrommotor in Frage kommt, wollte ich den Bock mit einem 230 V Motor betreiben. Mein Problem ist, dass ich noch keine konkrete Vorstellung habe, welche Leistung der Motor haben sollte um die Scheiben effektiv anzutreiben. Als Drehzahl hatte ich mir etwa 500 U vorgestellt.
Es wäre schön wenn mir jemand ein paar Tipps geben geben könnte um mich vor Fehlschlägen zu bewahren.
Anbei ein paar Bilder.

Gruß Heiko

Offline Mineralroli

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #1 am: 08 Jan 12, 14:41 »
Hallo Heiko
So wie es aussieht ist ja zwischen den Gleitlagern bereits eine Riemenscheibe (für Flachriemen) montiert.
Ähnliches brauchst Du dann auch am Motor wenn man es weiter mit einem Flachriemen betreiben will.
Natürlich kann man auch eine Keilriemenscheibe dazwischen setzen, aber warum?
Der Motor sollte schon min. 1 KW haben, wegen des hohen Anpreßdrucks beim polieren. Dabei ist es auch entscheidend ob der Motor direkt antreiben soll oder ob ein Getriebe dazwischen geschatet wird. Die Übersetzung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Hat der Motor ein Getriebe könnte man auch knapp unter 1 KW hinkommen (würde ich aber nicht empfehlen). Bei Direktantrieb sind min. 1-1,5 KW empfehlenswert.
Beste Grüße
Roland

Die Motorwahl ist auch noch entscheidend vom Anschluß. 230 V oder 380 V  (einphasig oder dreiphasig).

« Letzte Änderung: 08 Jan 12, 15:01 von Mineralroli »

Offline fassi

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #2 am: 08 Jan 12, 15:33 »
Das mit der Keilriemenscheibe scheint mir sinnvoll - ein Keilriemen zur Kraftübertragung  ist einfacher - schon allein deswegen weil man somit gleich eine geeignete Übersetzung Montieren kann . hat auch mehr Laufruhe als ein Flachriemen .
Die richtige Übersetzung erspart den Teuren Frequenzumrichter
Als Motor ist ein Kraftstrommotor sicherlich besser .
Ich würde auch eine Leistung um die 1000 watt  -
 Ist die Leistung zu klein  gehts nicht lange gut - bei belastung wird der Motor gebremst was für die Lebensdauer des Motors auf Dauer zum Problem wird - er zieht zu viel Strom und brennt durch .

Meine Erfahrung mit Lichtstrommotoren sind keine Guten - der Knackpunkt ist immer die Drehzahl Bremsende Wirkung bei Belastung
das hat kein Motor lange Überlebt .

Offline prismatinum

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #3 am: 08 Jan 12, 17:27 »
Danke für die ersten Reaktionen. Ich würde auch lieber einen Drehstrommotor einsetzen, habe nur leider bei uns im Mietshauskeller keine CEE- Steckdose. Werde mal beim Vermieter vorsichtig anfragen ob eine Installation möglich ist. Ansonsten werde ich es wohl doch mit einem Lichtstrommotor versuchen müssen, wobei mir da 1 kw etwas schwach erscheint. Die Welle ist zwar sehr leichtgängig muß aber beim Anlauf trotzdem erst mal auf Touren kommen.
Da auf der Welle auch noch eine Holzwalze montiert ist, würde mich mal interessieren wie und mit welchem Poliermittel ursprünglich darauf poliert wurde. Macht es Sinn die Walze zur Achatbearbeitung auf der Welle zu lassen, oder abzumontieren?

Gruß Heiko

Offline Mineralroli

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #4 am: 08 Jan 12, 17:58 »
Hallo Heiko
Klar ist auch eine Keilriemenscheibe besser - wie Fassi schreibt, auch schon wegen der Führung.
Ich dachte nur, na wenn schon eine Scheibe montiert ist spart man sich den Aufwand.
Die Installation einer 380 V CEE- Steckdose ist immer möglich da im Haus 3 Phasen vorh. sind (Zuleitung-Hauptsicherungen).
Die Frage ist nur ob der Vermieter sein Einverständnis gibt.
Zitat
wobei mir da 1 kw etwas schwach erscheint
Muß nicht unbedingt sein und 1 KW habe ich als Minimum angesetzt.
Zitat
muß aber beim Anlauf trotzdem erst mal auf Touren kommen
aber wenn es läuft dann läuft es.
Hier habe ich mal für dich was gefunden - 230V = 2,2 KW und der zieht mit Sicherheit durch und ist eine gute Preislage.
Dafür zieht der aber wieder richtig Saft.
http://www.ebay.de/itm/E-Motor-3PS-2-2-KW-V230-Elektromotor-f-Kompressor-Neu-/200632511449?pt=DE_Haus_Garten_Heimwerker_Kompressoren&hash=item2eb6a12bd9
Ganz wichtig ist beim polieren die Sauberkeit. Wenn der Polierfilz bereits kleinste Verunreinigungen hat dann kannste die Politur schon mal vergessen, es sei denn Du hast noch einen sauberen Ersatzfilz.
Zitat
Macht es Sinn die Walze zur Achatbearbeitung auf der Welle zu lassen, oder abzumontieren?
Probieren, reine Erfahrungssache ob sich das als gut erweist. Runter nehmen kann man es immer noch.
Beste Grüße
Roland
« Letzte Änderung: 08 Jan 12, 19:26 von Mineralroli »

Offline Findus

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #5 am: 12 Jan 12, 02:23 »
Hallo Heiko,

die Idee mit einer anderen Riemenscheibe ist an sich nicht schlecht. - Nur: hast Du Dir schon mal die Aufnahme für die Welle genau angeschaut? Bekommst du die Welle ohne weiteres heraus? Früher waren die Treibriemen mit einem Riemenschloss versehen, da konnte man problemlos einen neuen Riemen auflegen, ohne eine Welle auszubauen. Hat dieser Schleifbock Gleitlager oder einfache Bronzebuchsen?
Sollten es Gleitlager sein (zweischalig), dann solltest Du beim auseinanderbauen und zusammenbauen auf peinlichste Sauberkeit achten, Gleitlager mögen es nämlich gar icht, wenn zwischen Lagerschale und Gundbohrung Schmutz gelangt, dann stimmt das Spiel nicht mehr und die Welle "frisst".
Irgendwie ist die Welle ja da rein gekommen, mache also, bevor Du daran gehst, diese Welle auszubauen, alles vorher sauber, damit evtl. Markierungen (was war wo?) angebracht werden können. Das geht ganz einfach mit einem Körner, damit kann man dann in einer logischen Reihenfolge  Markierungen setzen (ein Punkt, zwei Punkte....usw. > immer gleiche Punktzahl bei zusammengehörenden Teilen.). >>> Achtung: nicht zu sehr mit dem Hammer auf den Körner schlagen, besonders bei den Lagern.
Früher hat man auch bei solchen Lagerungen oft die gesamte Lagerbuchse geklemmt, d.h. die Aufnahme für die Lagerbuchse war geschlitzt und am Schlitz mit einer Klemmschraube zusammengeklemmt, damit das Lager fest war. Mit der Zeit sind diese Schlitze und Klemmschrauben oft vom Schmutz zugedeckt worden und man wundert sich, wie die Welle da hinein gekommen ist.
Wenn keine Kugellager verwendet wurden, solltest Du auch mal das Axialspiel messen, bevor Du die Welle ausbaust. Vielleicht sind auch irgendwo Distanzscheiben, oder das Axialspiel wurde mit den Lagerbuchsen > Anlaufrand, eingestellt. Die Welle sollte nach dem Wiedereinbau
leicht laufen, ansonsten würde ich die Lagerzapfen (sollten sie leichte! Rostspuren oder Verharzungen aufweisen) mit einem 200er Schmirgelleinen, welches geölt ist, wieder polieren. Dazu das Schmirgelleinen gleichmäßig in Drehrichtung der Welle über die Lagerzapfen ziehen.
Die Drehzahl würde ich keinesfalls höher als 500 rpm einstellen, derart alte Lagerungen (mit Ausnahme von Kugellagern) vertragen das oft nicht bei längeren Laufzeiten, wenn keine Druckschmierung erfolgt; sie werden warm und gehen einfach fest.
Läuft denn die Welle im jetzigen Zustand gut und leicht? Was die Schmierung anbelangt, solltest Du alles Fett gegen neues, gutes Schmierfett auswechseln, dazu gehört selbstverständlich auch, dass Du alles dazu gehörende sauber machst. Nur so wirst Du lange Freude an diesem Schleifbock haben.

....Übrigens kann es durchaus sein, dass die noch auf der Welle sitzende Riemenscheibe derart festgerostet ist, dass man sie nur noch vorsichtig!!!! auspressen oder abdrehen kann. Schläge darauf sollte man tunlichst vermeiden, da die Welle dadurch verbogen werden kann, auch wenn sie 26 mm stark ist. Was auch geht, ist mit einer Trennscheibe (Flex) vorsichtig bis fast an die Welle zu schlitzen - von beiden Seiten - und zum Schluss mit einem Flach-Meißel die Riemenscheibe "sprengen".

Viel Glück!!

Viele Grüße,

Bernd
« Letzte Änderung: 12 Jan 12, 02:42 von Findus »

Offline Sonnenberg

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #6 am: 12 Jan 12, 15:43 »

Hallo in die Polierrunde ,
ich arbeite mit Keilriemenantrieb , mir ging vor ca. 2 Jahren der Motor kaputt. Lt. dem Vorbesitzer sollte ich mir möglichst einen baugleichen Motor besorgen , leichter gesagt-als getan. Denn der Motor hatte die Bezeichnung VEB. Motorenwerke Thum
Aber Freunbe haben mir den Kontakt zu der Firma ,die es immer noch gibt ,hergestellt . Der Motor hat mit Fracht ,so ca. 150,-€ gekostet .
220/380 Volt ,geht problemlos mit Kondensator auf die 220 V zu bringen ,denn ich wollte meinen Vermieter nicht um eine Ltg. bitten. (380 V )
Bringt 1380 Umdrehungen ,langt prima für die Achatbearbeitung .
50 Hz   0,75 kw
Andere ,selbst prof. Achatschleifer arbeiten auch nicht mit höheren Anforderungen.
Bei adressenübermittlung kann ich gerne behilflich sein .
und tschüß
Ulrich

Offline prismatinum

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #7 am: 12 Jan 12, 19:48 »
Hallo,
danke für die ausführlichen Antworten. Ich habe mir den Bock heute noch mal etwas genauer angesehen und etwas gereinigt. Die Welle läuft in Kugellagern und ist extrem leichtgängig, einmal mit der Hand angedreht, läuft diese ohne irgendwelche Geräuche sehr lange nach. Die mittigen Flachriemenscheiben sind mit Madenschrauben auf der Welle befestigt, werde sie wahrscheinlich dort belassen. Die Holzwalze habe ich runtergezogen, dadurch wird die Welle leichter und das Anzugsmoment geringer. Meine Idee ist, auf die Walzenseite nahe am Lagerbock eine Keilriemenscheibe zu setzen sowie auf eine Seite das Filzrad und auf die andere die Ledescheibe zu montieren. Dadurch habe ich zwei unterschiedliche Poliergrundlagen auf einer Welle.
Ich bin noch auf der Suche nach einer Bezugsquelle für Keilriemenscheiben, die eventuell auch nach Maß fertigen, vielleicht hat jemand eine Idee.

Gruß Heiko

Offline Jochen1Knochen

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #8 am: 12 Jan 12, 20:10 »
Hallo Heiko!
Meines Erachtens ist das Teil zum Achate polieren total ungeeignet.
Wo willst du denn da polieren?Du hast keine Fläche!Du mußt den Achat über die gesamte Fläche gleichmäßig andrücken können!
Gruß Jens

Offline Mineralroli

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #9 am: 12 Jan 12, 21:19 »
Hallo Heiko
Frag doch mal bei ms-mineralien hier im Atlas an. Der Michael hat eine Firma (Zerspanungstechnik)
mit computergesteuerten Dreh- und Fräsmaschienen.
-------------------------------------------------------------
Zitat
Meines Erachtens ist das Teil zum Achate polieren total ungeeignet
Nee, Jens das stimmt nicht. Man kann durchaus die Achate (bei größere Stücke sogar empfehlenswert) mit der Hand an
den Polierfilz drücken und so alle Flächen gut zu bearbeiten. Beim Polieren ist nicht wie bei Schleifen eine horizontallaufende
Scheibe (Polierteller) erforderlich. Bei kleineren Stücken mag sich das noch gut handhaben aber ab Faustgröße und größer nicht mehr.
Beste Grüße
Roland

@Heiko, denk auch an das richtige Polierpulver

Offline prismatinum

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #10 am: 13 Jan 12, 17:58 »
Hallo,

ich bin auch der Meinung, dass man speziell am vertikal laufenden Filzrad sehr gute Polierergebnisse erzielen kann. Ich denke, gerate wenn die Auflagefläche des Achats kleiner ist, kann man punktgenauer das Achatbild auspolieren. Ich werde, sobald ich Motor und Riemenscheibe habe, die ganze Maschine fertig bauen und einem Praxistest unterziehen. Als Poliermittel werde ich Ceroxid verwenden, ist zwar in letzter Zeit extrem teuer geworden, bringt aber wahrscheinlich die besten Resultate.

Gruß Heiko

Offline Mineralroli

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #11 am: 13 Jan 12, 18:27 »
Hallo Heiko
Zitat
ich bin auch der Meinung, dass man speziell am vertikal laufenden Filzrad sehr gute Polierergebnisse erzielen kann. Ich denke, gerate wenn die Auflagefläche des Achats kleiner ist, kann man punktgenauer das Achatbild auspolieren
genau so ist es, dazu kommt noch das die Festigkeit bzw. Härte an der Stirnseite besser ist, ein besserer Anpreßdruck ausgeübt werden kann und die Führung des Achats sich besser macht.
Zitat
Als Poliermittel werde ich Ceroxid verwenden
richtig entschieden.

Beste Grüße
Roland

Offline Gerhard

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #12 am: 13 Jan 12, 22:27 »
Hallo Heiko
Habe mich mal wieder eingeloggt, und den Beitrag über Probleme des Antriebes zum Polieren gelesen.
Warum nimmst Du nicht einen gebrauchten Getriebemotor aus der Industrie. Haben alle den Schutzgrad IP54-also
spritzwassergeschützt-. Es gibt sie in allen Größen. Bei den kleineren liegt so die KW-Stärke so bis 0,25 KW mit
einer Drehzahl von 1440 U/min auf der Primärseite. Über das Stirnradgetriebe wird die Drehzahl  herabgesetzt
von ...... bis 450 U/min -je nach der Getriebeauslegung. Die Motore sind als Drehstrommotore ausgelegt,aber mit
einem Kondensator (bei Conrad erhältlich) dreht er auch kraftvoll mit Wechselstrom. Das geht natürlich auch
mit größeren Motoren ohne Problem bis etwa 1KW. Zu beachten ist nur ,das die Leistung nur 0,75% der angegebenden
Leistung des Typenschildes beträgt,und der Kondensator die richtige Größe hat.
Und der Vorteil ist-es gibt keine Keilriemenscheiben und Keilriemen. Auch die kleinen Baureihen sind richtige Kraftpakete
Neue Getriebemotore sind teuer aber auf den Schrottplätzen gibt es sie und ich habe bei Ebay nachgesehen ,da gibt
es sie schon im Angebot der Versteigerung ab 3,50 Euro (VEB Elektromotorenwerke Thurm)
Kleine Förderbänder sind zum Beispiel mit solche Getriebemotore ausgerüstet u.u.u.
Gruß Gerhard
PS: Die Getriebemotore können natürlich auch senkrecht montiert werden -denn auch die Getriebe sind vollgekapselt
mit einer Ölfüllung.

Offline Blackminer

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #13 am: 14 Jan 12, 00:37 »
Hallo!
Passt vielleicht nicht so richtig hier her.
Zitat
Als Poliermittel werde ich Ceroxid verwenden
Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen z.B. X3 (Al-Oxid) und Ceroxid?
Ein Schleifer sagte mir mal: Eigentlich gibts keinen, bei Al-Oxid dauerts Polieren nur länger.
Glück auf!


Offline fassi

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Re: Poliermaschine im Eigenbau
« Antwort #14 am: 14 Jan 12, 13:35 »
Zitat
Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen z.B. X3 (Al-Oxid) und Ceroxid?

Deutlichster Unterschied ist der Preis  ;D 
Das Cerox ist ein bissl -ich sag mal aggresiver  man bekommt eben schneller das Spiegelbild .
Ich selbst habe das lange genutzt  war immer zufrieden . Und nehm jetzt wieder aluoxid weils eben einfach günstiger ist .

Der Hauptgrund eine Spiegelpolitur  (oder Hochglanz ) zu erreichen , liegt NICHT  am Polierpulver .
Es ist Immer der Schliff welcher entscheidet ob es Spiegelglanz wird  oder eben nicht  ;)
Wer nicht richtig schleift wird mit keinen der erhältlichen Poliermittel Hochglanz erreichen .
Es ist auch völlig egal welche Poliertechnik zur Anwendung kommt  also Vertikalaufende scheibe ( Filzrad oder Walze )
oder ob man auf ner Horizontal laufenden Scheibe poliert .

Wenn der letzte Schliff bereits Glanz hat  wird es ein pefektes Ergebniss - ;
Auch mit aluoxid  -
PS - wegen der Polierdauer  -Man bekommt Spiegelpolitur auf einen Achat von 26 x15 cm  auf Horizontallaufender Filzscheibe  Durchmesser 25 cm  in ca 5 minuten hin . Und das OHNE hohen Anpressdruck . ;)
Ist auch besser für die nach der Politur folgenden Reinigung  ;)
also - mit der feinstmöglichen Körnung beginnen
Schleifmittelstau verhindern
Lieber etwas länger schleifen -vorallem die Feinen Körnungen - bis zum ende ausschleifen . darauf achten das Trotzdem noch schleifmittel auf der scheibe ist ( sonst gibts Kratzer ) .
Polieren wenn Glanz schon da ist .-

Glück auf fassi

 

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