Hallo,
Im Bereich Schneeberg gibt es zwei Hypothesen, die in der Literatur verfolgt werden: Moorwasser des nahegelegenen Filzteiches, das die alten Baue geflutet hatte und Herkunft aus dem Nebengestein (Tonschiefer).
Moorwasser ist eher unwahrscheinlich, da es sauer und arm an Sauerstoff ist, weshalb es dann eher reduzierend wirkt. Von Uran, das in solchen Lagerstätten ebenfalls mobilisiert werden kann, ist sogar bekannt, dass sechswertiges Uran durch Moorwasser in vierwertiges reduziert wird, welches als Pechblende ausfällt.
Tonschiefer kann recht hohe Vanadiumgehalte aufweisen (gebunden an Schichtsilikate, vor allem Glimmer), ebenso paragene Gneise, die durch Metamorphose aus tonigen Gesteinen hervorgehen. Eine Möglichkeit wäre, dass Vanadium von wässrigen, sauerstoffhaltigen warmen Lösungen gelöst wird, wie sie häufig Glimmer in Chlorit und oder Tonminerale (Illit, Kaolinit) umwandeln. Ein Beispiel ist der Stbr. am Hechtsberg im Schwarzwald, wo Hechtsbergit und Namibit als Vanadiumminerale nicht selten direkt auf schmalen Klüften in Biotitgneis auftreten.
Glück Auf!
Smoeller