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Autor Thema: Mineralnamen im Lexikon  (Gelesen 9245 mal)

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Offline berthold

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Mineralnamen im Lexikon
« am: 12 Jan 05, 10:29 »
Hallo Leute,

immer wieder fällt mir im Lexikon auf, dass der eine oder andere Mineralname falsch geschrieben ist. Manchmal kommt man mit der richtigen Schreibweise auf eine Weiterleitung zum falsch geschriebenen Namen. Ich finde das nicht schön und verwirrend, Beispiel, ich suche Orthoklas

und komme auf Orthoclas  :'(

suche ich Huréaulith find ich nichts (aber bei Hureaulith find ich dieses Mineral).

Ganz kurios wird es dann, wenn man z.B. eine Volltext-Suche macht: Die findet dann z.B. für Huréaulith eine Reihe von Seiten, auf denen aber nirgens (richtig geschrieben) Huréaulith steht.  ;D

Wenn hier keine Einwände kommen werde ich in nächster Zeit die Fehler die mir aufgefallen sind hier berichtigen - und zwar immer so, dass die Mineralbeschreibung auf dem richtig geschriebenen Mineralnamen steht. Auf den falschen (oder alternativen) Schreibweisen werde ich dann jeweils (nur) eine automatische Weiterleitung einbauen.

Gruß

Berthold


Offline Schluchti

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #1 am: 12 Jan 05, 10:38 »
Ja, vielleicht kann man die falschen Schreibweisen (wenn es nur Schreibfehler sind) dann auch zum Löschen freigeben.
Habe das mit Wendwilsonit so gemacht. Leider kann man als normaler Nutzer die alten Beiträge nicht ganz entfernen oder den Titel, unter dem er gefunden wird ändern. Bleibt also nur das Neuanlegen und einkopieren des alten Beitrages in einen neuen Beitrag unter dem richtigem Namen.

 

Offline berthold

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #2 am: 12 Jan 05, 11:54 »
hmm, löschen wird in der Mehrzahl der Fälle nicht notwendig/sinnvoll sein, da es sich oft nur um falsch "eingedeutschte" Mineralnamen handelt. Ist ja schon sinnvoll, das unter Muskovit und Muskowit oder unter Orthoclas und Orthoklas die jeweils gleiche Seite gefunden wird. (Wobei das erste Beispiel m.W.n eine alternative Schreibweise, die durchaus verbreitet ist, darstellt). Das hat ja auch den Vorteil, dass nicht alle Links zu berichtigen sind.  ;)

Gruß Berthold

Online Philip Blümner

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #3 am: 12 Jan 05, 12:13 »
Hallo berthold!
Ein schwieriges Unterfangen....welche Namen sind Standard? Müssen es immer die eingedeutschen Namen sein? Also ich habe noch nie Muskovit mit W gesehen.
Bei Orthoclas verstehe ich es, dass man C zu K macht, so wie bei Mikroklin aus microcline.

Bei Huréaulith würd ich mal sagen, dass das wirklich nicht sonderlich schlimm ist. Ob mit oder ohne ´ ist doch egal, oder gibt es ein anderes Mineral namens Hureaulith?
Zudem ist es einfacher Hureaulith zu schreiben als Huréaulith.
In dem Falle könnte man ja Hureaulith zu Huréaulith weiterleiten.

Gruß
sluggy

Offline berthold

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #4 am: 12 Jan 05, 12:30 »
Hallo,

Wegen Muskowit auf dieser Seite
Zitat
http://www.min.uni-bremen.de/kabinett/klasse_8f.html
hatte ich mal einen email-Wechsel, Muskowit ist definitiv nicht falsch (wenn auch wenig gebräuchlich)

welche Namen sind Standard?
.. da kann man sich nach verschiedenen Werken (Lapis Mineralienindex, Strunz-Klockmann) richten oder mit google man die (deutschen) Seiten für die eine oder andere Schreibweise zählen.

Zitat
In dem Falle könnte man ja Hureaulith zu Huréaulith weiterleiten
genau das möchte ich :)

also immer Weiterleitung von Muskowit auf Muskovit und von Hureaulith auf Huréaulith (und nicht umgekehrt)

Gruß

Berthold

Online Philip Blümner

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #5 am: 12 Jan 05, 12:33 »
Also schön, solange nicht Muskovit in Muskowit geändert wird!

Praktisch wäre es auch, wenn man die Synonyme weiterleiten lassen könnte.

Wenn nun einer nur Muskovit unter dem Namen Antonit kennt, steht er hier im Wasser
(gibt es das Sprichwort?  :-\ )

Offline Schluchti

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #6 am: 12 Jan 05, 14:13 »
Ja, Synonyme oder andere vertretbare Schreibweisen auf das richtige Mienral weiterzuleiten wäre gut. Echte Schreibfehler dagegen sollten gelöscht werden.

Offline Collector

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #7 am: 12 Jan 05, 18:14 »
@ berthold

da hast Du Dir ja was richtig schönes vorgenommen - viel Spass !

Im Lexikon stehen nicht wenige Ungereimtheiten - aber das ist ja wohl ne Frage der Definition:

a. Soll das Lexikon ein (professionell und mineralogisch anerkanntes ) Verzeichnis der gültigen Mineralien ( laut IMA ) sein ? 

Wenn ja, dann haben Varietäten nichts darin verloren. Die stehen ja (meist) eh in der Beschreibung. ( siehe: Stinkquarz, Stinkspat ).
Und Aggregatsformen / Habitus mit eigenen deutschen Namen sind ja auch keine Mineralien lt. o.a. Definition ( siehe > Meißelspat; Ozean-Jspis etc.  ? )

b) Auch die Gesteine haben nicht im Min-Lexikon verloren ( Serpentinit, Lamproit, Sandrosen, u.a. )

c) Dann die Gretchenfrage:

- Warum Volborthit - aber Enstatit ?

- Warum Britholith - aber  Anthophyllit  ?

d) Dann die Frage nach der internationalen Vergleichbarkeit der Schreibweise:

Deutsch Pyrhhotin - englisch Pyrrhotit   ?

Ich selbst erwarte von einem Mineralienlexikon präzise wissenschaftliche Definitionen., kein wenn und aber und keine Abweichung vom Standard. Aber vielleicht bin ich da zu sehr Purist .
Ist ja ein deutsches Mineralienlexikon !

gruss
collector

Online Philip Blümner

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #8 am: 12 Jan 05, 19:04 »
Hallo Peter!

Was das betrifft:
Zitat
- Warum Volborthit - aber Enstatit ?

- Warum Britholith - aber  Anthophyllit?


Ich würde mal sagen, dass hat sich so eingebürgert...zudem musst du in der Wortbildung aufpassen...
Bei Anthophyllit kommt die Endung vom gr. phyllos (?)

*Altes Griechisch-Lexikon von 1913 in altdeutscher Schrift hervorkram*

phyllon = Blatt.....bezogen auf die blättrige Struktur, bei Apophyllit auf die schichtige.

Wenn -lith endet, dann heißt es nur "Stein" vom gr. lithos.


Volborthit wird mit th geschrieben, weil der Name des Minerals von Alexander von Volborth (1800-1876), russischer Paläontologe, stammt.


Und was meinst du mit den Varietäten? Wie die dürfen im Lex nicht auftauchen?

Offline Collector

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #9 am: 13 Jan 05, 07:46 »
Hallo slugslayer

einverstanden mit Phyllit ( leider hatte ich kein griechisch in der Schule, aber man lernt nie aus ).

Auch mit Volborthit, ist ne plausible  Erklärung.

Nicht einverstanden, weil konfus:

Varietäten:

1. Es gibt zwar einen Ozean-Jaspis im Lexikon , aber kein Stichwort Jaspis. (wird weitergeleitet von Ozean-Jaspis).
Silex fehlt auch.

2. Meine Logik: Wenn schon Varietäten oder verschiedene Habitus-bezeichnungen, dann fügen wir jetzt auch die 22 Achat- und ca. 30 Quarzvarietäten etc ein ???

3. Ich bin der Meinung, entweder nur authentische Mineralien (wobei genügend Platz für Varietäten vorgesehen ist) - (und / oder mit links ? )

4. grundsätzlich alle möglichen Varietäten verschiedener Mineralien (sind ja nur n`paar hundert) mit Links zum Mineral.  ???

5. solln wir dann nicht auch gleich die vielen verschiedenen Erzbezeichnungen (Nadeleisenerz, Roteisenerz, Raseneisenerz, Minette, etc etc ) mit reinbringen ?

6. Also-für mich (ich betone das für mich ) gehört Meisselspat und Stinkquarz nicht  ins Lexikon, wohl aber als eine von vielen Varietäten unter Baryt, bzw. unter Quarz.

Ist halt meine Meinung.

collector



P.S. Warum eigentlich Xonotlit ( ohne -h-) ?
« Letzte Änderung: 13 Jan 05, 07:55 von Collector »

Offline Chris18

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #10 am: 13 Jan 05, 09:05 »
Hallo Peter

Glaub was halt ein proble, ist, wenn man zu jeder unterart ein Bild auf der
hauptseite einfügt wird die viel zu groß, auf andere seite versteh ich was du meisnt.

Man müsste sich mal einigen wie es allgemein weitergeht ....


Offline berthold

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #11 am: 13 Jan 05, 09:38 »
Hallo,

die Diskussion geht jetzt etwas mehr an die Fundamente als ich dachte. Gut,

meine Vorstellung:

Es sollte -wie es sich für jedes Lexikon gehört- zu jeder Bezeichnung also auch zu Ozean-Jaspis, Nadeleisenerz, Bleiglanz, Stinkspat usw. was gefunden werden (und zwar nicht erst bei Volltext-Suche). Aber es muss ganz klar ersichtlich sein, dass diese Bezeichnungen lediglich eine Ausbildungsform, Varietät oder Synonym darstellen. In einigen Fällen wird man eine automatische Weiterleitung (z.B. Bleiglanz > Galenit) machen, in anderen Fällen wird eine eigene Seite (z.B. Stinkspat) sinnvoller sein.

Unabhängig davon könnten wir uns Gedanken machen, ob wir nicht auch die englischen Mineralnamen (nur die IMA-anerkannten ?) komplett jeweils als automatische Weiterleitungsseiten (auf die deutschen Mineralnamen) einbauen. Hintergrund wäre der, dass das Lexikon dann internationalisiert würde. Ob diese Umleitungs-Seiten (weitgehend) automatisch erzeugt werden können (was ich glaube) oder ob das händisch zu machen ist - das kann uns sicher der Stefan sagen.

Was die falschen bzw. unüblichen Schreibweisen (z.B. Orthoclas) betrifft, denke ich, dass so weit Einigkeit besteht, so dass ich in nächster Zeit mal damit beginnen kann diese Sache umzusetzen.

Gruß

Berthold

Online Philip Blümner

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #12 am: 13 Jan 05, 10:41 »
Hallo Collector!

Also die Erwähnung der Varietäten halte ich schon für sinnvoll, sie gehören lediglich dazu.
Ob Verlinkung oder nicht liegt in der Wichtigkeit bzw Bekanntheit. Aquamarin ist sicher "wichtiger" als irgendein
Silberblattjaspis. Aber bei der Quarz-Achat-Seite gefällt mir so einiges nicht  ;)

Also dass es kein Jaspis gibt als Link finde ich schon beeindruckend.... :-\

Oder besser: Es wird ein Link eingefügt, wenn eine entsprechend große Menge an Informationen die Seite sprengen würde.

die Erzbezeichnungen sind ja meist Synonyme und werden bei den Synonymen aufgeführt.

Xenotlit heißt so und ohne H, weil der Name von der Typlokalität Tetela de Xonotla, Puebla, Mexiko stammt. Hier hat das L nichts mit lithos zu tun.

Nachtrag: Ist Xenotlit auch sowas wie Okenit?
« Letzte Änderung: 13 Jan 05, 10:46 von slugslayer »

Offline Collector

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #13 am: 13 Jan 05, 11:12 »
@ Berthold

Fände ich gut, mit den IMA-Namen (aber ohne das englische -e- am Ende ). Wäre aber für manchen Sammler eine ziemliche (gedankliche ) Umstellung .  Bei Galenit anstelle Bleiglanz gibts ja schon gewisse Ansätze, aber dann müsste man konsequent auch Stibnit, Sphalerit, Hematit (mit -e- anstelle -ä-), Cinnabar anstelle Zinnober, und einige liebgewonne Endungen lith dann eben nur mit- it- ( e.g. Lepidolit, Kamaishilit, Geikielit )  usw usw schreiben .

@ slugslayer

Das Mineral heisst Xonotlit (mit 2 x -o-); Typlokalität Tetela de Xonotla.
Ich hatte mal ne Stufe aus dem Crestmore Quarry in Kalifornien, da waren die weissen Aggregate ziemlich ähnlich wie Okenit (radialstrahlige Bündel und Rosetten ), allerdings etwas härter als Okenit.

gruss
collector

Online Philip Blümner

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Re: Mineralnamen im Lexikon
« Antwort #14 am: 13 Jan 05, 11:55 »
Wäre es nicht am einfachsten, einfach die deutschen Namen zu verwenden? Ich meine die üblichen wie bisher.
Nicht Bleiglanz, Zinkblende und so, sondern die anderen halt  ;)

Ja, ich habe gesehen, es heißt Xonoltit, tschuldige.
Als Synonym hat es Calciumpektolith, dann wird es so hart wie Pektolith sein  :)


 

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