Hallo,
ich habe kürzlich ein Stück mit reinem Zinn, sehr wahrscheinlich natürlichen Ursprungs, beobachtet. Dieses war jedoch nicht in Form eines klassischen Nuggets, sondern lag als blättriges Aggregat vor. Dies bringe ich mit einer vollkommenen Spaltbarkeit in Verbindung, wobei laut Atlas ged. Zinn nur eine undeutliche besitzen sollte.
Jedoch zeigt Zinn eine Polymorphie (bzw. Allotropie), wobei die Übergangstemperatur von α-Zinn (kubisch) nach β-Zinn (tetragonal, entspricht dem natürlich vorkommendem) bei rund 13°C liegt. Personen die mit Zinn arbeiten (Orgelbauer, Zinnsoldatensammler...) kennen dieses Problem („Zinnpest“) sicherlich.
Meine Frage:
Ist α-Zinn bisher nicht in der Natur beobachtet/beschrieben worden?
Sieht dieses so ähnlich wie das unten gezeigte aus? Auf einem bekannten Videoportal befinden sich einige Videos zur Umwandlung („tin pest“).
Nach meinem bisherigem Verständnis sollte die α-Modifikation eigentlich recht häufig auftreten, da der Übergang irreversibel ist, lediglich durch Aufschmelzung und anschließender Kristallisation bildet sich wieder β-Zinn.
Im Folgenden eine Aufnahme (BSE) des betreffenden Stückes.
Glück Auf!
Micha