Servus,
in den Naturwissenschaften ist es seit Jahrzehnten ueblich, dass zur Veroeffentlichung eingereichte Texte vom Herausgeber einer serioesen Zeitschrift anonym an zwei unabhaengige Gutachter geschickt werden (peer-review). Die Gutachter sind gehalten, innerhalb einer bestimmten Frist das Manuskript mit Hilfe eines mehr oder weniger detaillierten Fragebogens zu evaluieren und ggf. Aenderungen, Verbesserungen, zusaetzliche Experimente etc. vorzuschlagen. Letztlich entscheidet dann der Herausgeber bzw. der Chefredakteur ueber Annahme bzw. Ablehnung des Manuskripts.
Ich halte es daher fuer wenig wahrscheinlich bis praktisch unmoeglich, dass ein Nonsens-Text diese Huerden nimmt. Keine der renommierten Fachzeitschriften (Nature, Science, PNAS etc) bzw. deren Redakteure und Herausgeber koennen sich einen derartigen Flop leisten.
Dies soll nicht aber heissen, dass die Qualitaet des einen oder anderen Beitrags nicht Stirnrunzeln hervorrufen kann - ein voellig sinnentleerter Text ist mir bisher allerdings noch nicht untergekommen. Wie alle von Menschen ersonnenen Kontrollsysteme ist auch das peer-review Verfahren nicht unfehlbar, sorgt aber dennoch fuer die Einhaltung gewisser Minimalstandards.
Wie sich das Ganze in anderen Gebieten (z. B. Informatik) darstellt ist mir nicht bekannt.
So viel dazu - VG
Harald