Hallo Alexander,
leider ist der Link zu den Bildern nun nicht mehr verfügbar, doch habe ich sie heute früh kurz angeschaut. Daher aus dem Gedächtnis:
Bild 1 ist in der Tat Erythrin, der hier Überzüge auf Granit bildet. Der Granit ist stark hydrothermal zersetzt (rötliche Färbung der Feldspäte), oft hämatitisiert (also mit Hämatit imprägniert) und typischerweise mit Baryt und Kobaltarseniden wie Skutterudit und Safflorit verwachsen, die mehr oder minder stark zersetzt sind. In diesem Material tritt auch meistens etwas Pechblende auf, daher die Radioaktivität. Bei Verwitterung bilden sich eben diese erdigen Erythrinüberzüge (das sind Haldenbildungen), daneben können auch Uranglimmer wie Heinrichit auftreten. Blättrige, gelbliche Bildungen sind normalerweise Novacekit oder Heinrichit, grünliche Zeunerit (vgl. Bild 4).
Wenn ich mich richtig erinnere, zeigen Bilder 2 und 3 ebenfalls diesen mit verwitterten Kobalterzen imprägnierten Granit. Wenn die Erze richtig schwarz-krümelig zersetzt sind, spricht man auch von "Erdkobalt".
Bild 4, zeigt soweit erkennbar, in der Tat Zeunerit auf pechblendeimprägniertem Granit.
Bild 5 zeigt eine Stufe, wie sie früher sehr häufig auf der Schmiedestollenhalde gefunden werden konnten. Das grüne Mineral ist Mixit, der auf Klüftchen von Baryt aufgewachsen ist. Im Baryt sind bei solchen Stufen öfters Kupfer-Wismutsulfide wie Emplektit oder Wittichenit in Form grauschwarzer Einsprenglinge erkennbar. Die habe ich auf dem Foto aber nicht sehen können.
Viele Grüße,
Helge