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Autor Thema: MIM - Mineral Museum Beirut - viel money, money, money  (Gelesen 10252 mal)

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Offline Collector

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Hallo

hier mal ein link zur "anderen" Seite des Mineralien-"Sammelns" - von unserer Sammlerszene so weit entfernt wie der Saturn von der Erde.
Die Exponate des im Oktober 2013 neu eröffneten Mineralienmuseums MIM in Beirut im Libanon dürften wohl zu den außergewöhnlichsten Stufen gehören, welche in internationalen, sogar den renommiertesten Museen gezeigt werden.  Alle sind - laut "Expertenmeinung" größer, schöner und besser als alle anderen ....???  (und wahrscheinlich auch um viele tausende von US$ teurer als die bisher als beste bekannten Vertreter ihrer Art, alles in allem etwa im zweistelligen Millionenbereich).

Und hier gehts zur Show:

http://nhminsci.blogspot.com.es/2013/10/opening-of-mim-museum-in-beirut-lebanon.html


Mich würde mal interessieren, wie so mancher "normale" Mineraliensammler über solch eine Darbietung denkt.

Gruß
collector
« Letzte Änderung: 06 Aug 14, 19:54 von Collector »

Offline Goldi85

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Also ich sehe da nur ein Mineralienmuseum mit schönen Exponaten- ganz ohne verbissene Hintergedanken.

Gruß  Daniel

Offline Nathan

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Ich stimme Daniel zu. Ist doch schön, wenn die Stufen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Gruß
Philipp

edit: natürlich wäre auch mir eine historische, wissenschaftliche oder lokale Sammlung wesentlich lieber.
« Letzte Änderung: 06 Aug 14, 22:17 von Nathan »

Offline geomueller

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Na ja, so sieht eben das Ergebnis aus wenn man in relativ kurzer Zeit eine Ausstellung (in meinen Augen keine "Sammlung") nach rein ästhetischen Gesichtspunkten zusammen kauft und Geld dabei keinerlei Rolle spielt, ähnlich wie bei der Terra Mineralia. Es sieht schön aus, man schaut es sich einmal an und gut, auf zur nächsten Attraktion ???.

Eine echte Sammlung mit wissenschaftlichem und historischem Hintergrund ist mir da hundert mal lieber, aber mit so etwas lässt sich die Öffentlichkeit nicht beeindrucken und solch eine Sammlung wird auch nicht medienwirksam vermarktet.

Jürgen

Offline oliverOliver

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Ich sehe das schon auch so wie Peter und Jürgen - und würde es vieleich sogar noch etwas schärfer formulieren ---  >:D >:D

Offline Erik

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Zitat
Eine echte Sammlung mit wissenschaftlichem und historischem Hintergrund ist mir da hundert mal lieber
Geht mir auch so. Ich wäre da wahrscheinlich in 15 Min durchgelaufen und würde mich letztendlich ärgern, den Eintritt gezahlt zu haben. Naja, Geschmäcker sind halt verschieden..

Gruß, Erik

Offline Schluchti

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Meiner Meinung nach gibt es ja durchaus verschiedene Aspekte, unter denen man sich mit Mineralien beschäftigen kann. Einer davon ist  ganz sicher auch die Ästhetik und die schlichte Freude an interessanten, verblüffenden oder einfach nur schönen Formen und Farben. Warum haben die Leute denn im Laufe der Geschichte irgendwann mal angefangen Mineralien zu sammeln oder sich dafür zu interessieren? Wegen der optischen Präsenz eines Cobaltlotharmeyerit? Wegen der spannenden Mischkristallreihen von Krustenmineralien? Vielleicht, ich persönlich halte das aber eher für unwahrscheinlich.

Deswegen sehe ich dieses Museum auch völlig neidlos als interessante und (mutmaßlich) faszinierende Präsentationsfläche für optisch sehr ansprechende Stufen, aus den sicherlich teuersten Bezugsquellen der Welt. So what. Wer hat, der kann. Wenigstens werden die Stufen damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und verrotten nicht in irgendwelchen feuchten Kellern oder fristen ihr Dasein in abgeschirmten  Privatsammlungen. Und warum sollte man sich als Sammler ärgern, wenn man die Gelegenheit hat, sich Weltklassestufen anzusehen, wenn genau das die einzige ernsthafte Erwartungshaltung an eine solche Ausstellung sein kann? Da wäre ich doch eher enttäuscht, dort eine vollständige Systematiksammlung der Tsumcoritgruppe in MM-Dosen vorzufinden. 

Und wenn sich durch den optischen Impact dieser Sammlung wieder ein paar mehr Leute mit Mineralien zu beschäftigen beginnen, hat doch auch die globale Sammlergemeinde etwas davon.




Offline Gerdchen

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Hallo,

ich bin der Meinung, man muss über eine solche top Sammlung überhaupt nicht diskutieren. Über eine öffentliche Sammlung in Deutschland oder sonst wo diskutiert man auch nicht. Wer die Sammlung nicht komplett gesehen hat, darf sich über den wissenschaftlichen Wert keine Meinung bilden ( meine Meinung). Ich selbst habe sie auch noch nicht gesehen, weiß aber, dass aus meinem Sammlungsgebiet top Stücke enthalten sind (Neid). Jeder der Mineralien sammelt und Geld hat/hätte würde versuchen eine ästhetisch "wertvolle" Sammlung zusammenzutragen. Ist doch schön, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Leider werden aus "hiesigen Sammlungen" keine Auszüge im Netz gezeigt. Schade eigentlich. Warum wohl?

Schöne Grüße
Gerdchen

Offline woelsendorfer

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Hallo,

zu diesem Thema passt ganz gut eine Diskussion die Stefan (Administrator) 2005 http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,5523.0.html „Neid unter den Sammlern„ angefangen hat und Neid ist, speziell in dem Sammelgebiet des Mineralien Sammelns sehr ausgeprägt, gerade in Deutschland stelle ich das immer wieder fest, denn oft genug bekommt man den Eindruck, dass Gleichgesinnte, die aber auch auf viele andere Lebensbereiche zutreffen, denken, der hat was, was ich nicht habe und weil er was hat, weil ich es nicht habe, ist es „Müll“ oder was überhand genommen hat, die Aussage zu treffen, es ist zu teuer.

Derartige (An)Sammlungen von absoluten Topstücken sehe ich mir lieber an, als eine (An)Sammlung von "Straßenschotter“. Den Begriff "Straßenschotter“ möchte ich an dieser Stelle mal nicht weiter erklären, weil es bei dieser Diskussion nicht darum geht, da jeder bei seiner Sammel“LEIDENSChAFT" andere Kriterien zugrunde legt, aber wie Stefan 2005 schon erwähnt hat
Zitat
„Wo sind denn die Argumente der Neider und Nörgler?“
, geht es gerade bei Topstücken oder Schaustufen um eine menschlich (deutsche) ausgeprägte "Unart“ Sammlungsmaterial schlecht zu reden und in vielen Fällen den Anbieter, Sammler sogar zu meiden oder Sammlungen in Museen, die einmalig sind, schlecht zu reden.

Netten Gruß
Micha

Offline Walpurgin

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Für ein Land wie Libanon ist es ein Schritt in die "Normalität", was für uns als das Alltägliche darstellt ist dort schon eine Sensation.
Ob die Stufen zusammgekauft, getauscht oder sonstwas sind ist mir völlig schnuppe......schöne Ausstellung und für die Gegend endlichmal ein Zeichen ohne Kalaschnikow oder RPG.

Offline Geomaxx

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Re: MIM - Mineral Museum Beirut - viel money, money, money
« Antwort #10 am: 07 Aug 14, 08:41 »
Hi,
Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass Beirut derzeit keine anderen Probleme hat, finde ich die Ausstellung sehr gelungen.
Man sieht auch am internationalen Fachpublikum, welche (Privat-)Schatullen sich auf wundersame Weise geöffnet haben.
Es bleibt zu hoffen, dass die Eintrittspreise so gestaltet sind, dass auch Otto Normal-Libanese was von der großen weiten Mineralienwelt hat. Alles in allem schon ein guter Querschnitt an klassischen Fundstellen weltweit, nur was ich langweilig finde: Nix von der Grube Clara, folglich werde ich persönlich mir die langweilige Ausstellung nicht ansehen :)
Grüßle und Glück Auf!
GEOMAXX

Offline StefanO

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Re: MIM - Mineral Museum Beirut - viel money, money, money
« Antwort #11 am: 07 Aug 14, 09:29 »
Die Eintrittspreise stehen auf der Facebook Seite des Museums: umgerechnet 3 EUR für Erwachsene, 1.50 für Studenten, 1 EUR für Jugendliche, unter 12 J gratis. Der Median für das monatliche Durchschnittseinkommen im Libanon liegt bei 1235 EUR (Quelle siehe unten). Nicht gerade günstig, aber sicher nicht unerschwinglich.

Museum @ Facebook: https://www.facebook.com/mim.museum
Gehaltsrechner: http://www.salaryexplorer.com/salary-survey.php?loc=119&loctype=1

(im Vergleich Terra Mineralia 8 EUR zu 3500 EUR median monthly income)

Gruss,
Stefan
« Letzte Änderung: 07 Aug 14, 11:32 von StefanO »

Offline giantcrystal

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Re: MIM - Mineral Museum Beirut - viel money, money, money
« Antwort #12 am: 07 Aug 14, 10:49 »
Hallo aus Mittelfranken

Also ich finde es einfach toll ! Toll, das jemand VIEL Geld in die Hand nimmt, um damit ein exklusives Museum mit dem Thema Mineralien zu erbauen und damit letzthin die Akzeptanz der Mineralogie und Geologie...und der Mineraliensammler ! - zu fördern. Hut ab vor diesem Engagement, das seinesgleichen sucht !

Und es gibt wahrlich weitaus schlechtere Möglichkeiten, sein Geld auszugeben...

Ein kräftiges Glück Auf dem Stifter dieses Museums !

Thomas

Offline skibbo

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Re: MIM - Mineral Museum Beirut - viel money, money, money
« Antwort #13 am: 07 Aug 14, 13:21 »
Hallo,

Zitat
Eine echte Sammlung mit wissenschaftlichem und historischem Hintergrund ist mir da hundert mal lieber

Stücke wie die Aztec Sun gehören einfach nicht in eine Privatsammlung sondern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sind, auch wenn sie nicht aus dem Erzgebirge o.ä. stammen mögen, ebenfalls als historisch wertvoll einzustufen!

Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung eine solche Sammlung zusammengetragen und vor allem, die Stücke dem interessierten Publikum zugänglich gemacht zu haben. Wieviel "money, money, money" darin steckt ist meines Erachtens eine Nebensächlichkeit, die hinter dem Engagement, dem Aufwand und der Arbeitszeit unerheblich ist und, da für eine öffentliche Einrichtung aufgewendet, nur noch höher zu schätzen ist, wenn man bedenkt, wie viele "schwarze Löcher" ähnlich hohe Summen aufbringen und niemand je eine Stufe davon zu Gesicht bekommt...

Grüße
Stefan

Offline uwe

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Re: MIM - Mineral Museum Beirut - viel money, money, money
« Antwort #14 am: 07 Aug 14, 18:21 »
Aldo ich sehe es auch so wie Thomas. Schön, daß jemand viel Geld ausgibt um solche Minerale der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die günstigen Eintrittspreise sprechen auch für dieses Museum. 

Bedenklich finde ich aber, daß die recht großen Proustitkristalle voll angestrahlt  werden. Lange werden die nicht so leuchten.

Gruß
Uwe