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Autor Thema: Erzanschliff stark strahlend / Uraninit  (Gelesen 3594 mal)

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Offline Panmineral

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Erzanschliff stark strahlend / Uraninit
« am: 16 Apr 16, 15:36 »
Hallo,

beim Review meiner kleiner Steinsammlung ist mir dieses Stück wieder unter die Hände resp. unter den Geigerzähler gekommen. Die Handstufe wiegt ca. 200 Gramm und misst an den längsten Stellen 10 x 5 x 5 cm. In der Tüte gibt's einige Krümel. Ich tippe mal auf ein Uranmineral.

Mit einem Gamma-Szintillator messe ich (aufgelegt) 58 µS/h, mit dem Inspector Exp USB (mit offenem Fenster) in ca. 2 cm Entfernung 780 µS. Kann einer sagen, um welches Gestein es sich genau handelt?

Die zweite Frage, eigentlich eine Irritation: wer macht bei einem solch stark strahlenden Mineral einen Anschliff? Oder gibt es dafür staubdichte Spezialschleifmaschinen?

Dank im voraus und happy Weekend

Peter

Fremdverlinkte Fotos entfernt, siehe https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Hilfe%20und%20Information/BilderUploadHilfeForum

Sorry, wenn die Bilder hier doppelt auftauchen sollten, bei mit den Anhängen hat es wohl nicht so geklappt.
« Letzte Änderung: 18 Apr 16, 13:50 von oliverOliver »

Offline Walpurgin

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Re: Erzanschliff stark strahlend
« Antwort #1 am: 16 Apr 16, 16:09 »
Schaut aus wie Pechblende aus dem Erzgebirge, scheint ein typischer Erzanschliff zu sein.

Offline Alcest

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Re: Erzanschliff stark strahlend
« Antwort #2 am: 16 Apr 16, 16:09 »
Hallo,

das ist Pechblende (Uraninit), vermutlich aus dem Erzgebirge.

Solche Anschliffe werden häufiger mal angeboten. Ich habe nie nachgefragt, wer diese herstellt. Ich glaube aber kaum, dass eine Privatperson diese staubdicht bearbeiten kann.

Ich habe im Netz aber auch schon einige Spezialisten für andere "besondere" Behandlungsmethoden gesehen. Ein Amerikaner hat in seiner Garage mal einen Swimmingpool mit Säure gefüllt, um eine 1,5 Meter große Quarzstufe zu reinigen.

Gruß
Jan

Offline Panmineral

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Re: Erzanschliff stark strahlend
« Antwort #3 am: 16 Apr 16, 16:34 »
Hallo,

Danke für die Antworten. Vermutlich wurde die Pechblende unter Wasser geschliffen. Ich vermute auch mal, dass derjenige nicht unbedingt wusste, was er da bearbeitet, denn die Frage ist ja: was passiert mit dem Wasser, den im Filter gebundenen Stäuben etc.

Wie auch immer. Ich werde das Teil mal unters Mikroskop legen. Es ist natürlich eine attraktive kleine Stufe.

Gruß
Peter

Offline Nathan

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Re: Erzanschliff stark strahlend
« Antwort #4 am: 16 Apr 16, 17:03 »
Hallo Peter,
jemand der anschliffe herstellt, weiß sicherlich was er tut. Nass-schneiden/-schleifen ist sicher die beste Methode. Ich habe ein eigenes Labor, wo ich auch Mineralien behandeln kann. Schwermetallhaltige Abfälle insbesondere Flüssigkeiten sammele ich in Kanistern, welche ab und an an Sammelstellen abgegeben werden können. Die meisten, werden dies aber sicher in den Abfluss kippen, was nicht sonderlich gesund ist.
Als ich anschliffe an erzstufen vorgenommen habe, bin ich vorher auch mal mit meinem Geigerzähler darüber geangen, damit ich keine Pechblende schneide. Ich habe nämlich trocken gearbeitet. Da waren schon die Schwermetallarsenide grenzwertig.
Grüße
Philipp

Offline Schluchti

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Re: Erzanschliff stark strahlend
« Antwort #5 am: 17 Apr 16, 12:44 »
Schaut interessant aus. Könnte nach den Bildern ein Relikt der kku-Formation sein, die durch die mgu-Formation überprägt wurde. Das gemeinsame Auftreten des Kammquarzbandes und der nach dem Bild zu vermutenden Dolomit-Ankerit Einsprenglinge wären dafür charakteristisch.

Offline Panmineral

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Re: Erzanschliff stark strahlend
« Antwort #6 am: 17 Apr 16, 13:12 »
Hallo Thomas,

Danke für die Aufschlüsse - auch wenn ich als Newcomer mal recherchieren musste. Als nützlich erwies sich: Die Uranerzlagerstätte Schlema-Alberoda Bearbeiter: Marco Münch Betreuer: PD Dr. Thomas Seifert Technische Universität Bergakademie Freiberg, 09599 Freiberg, Deutschland. Kann man im Netz runterladen.

Gruß
Peter

Offline Schluchti

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Re: Erzanschliff stark strahlend
« Antwort #7 am: 17 Apr 16, 13:33 »
Gerne, hier gibt es noch eine weitere Publikation zu der Lagerstätte zum Download:

https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/12174


 

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