Hallo,
Wir heissen Heiko und Dörthe .
Meiner Selbst und auch meine Frau suchen seit einigen Wochen geradezu obsessiv und passioniert Steine , Meteoriten, div. Kristallformationen und Fossilien .
Wir sind also sehr froh darüber, ein Forum mit Gleich-Gesinnten gefunden zu haben ...
Nun, wir Zwei haben sicher etwas zu viele Fragen für einen ersten Beitrag und wollten ja eigentlich nur mal kurz Hallo sagen - doch nach etwas Überlegen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir am Besten gleich los legen und klar benennen, worum es uns geht :
Wir selbst sind leider absolute Anfänger ohne jede Fachkompetenz, die Sammellei betreiben wir nicht beruflich und wir würden uns aufrichtig darüber freuen, wenn uns jemand aus diesem Forum mit ein paar hilfreichen und sachdienlichen Informationen über die professionalisierten Reinigung und Klassifizierung von Funden behilflich sein könnte .
Konkret geht es um Folgendes :
Wir würden uns über den Winter gerne mit der Aufarbeitung einiger unserer Steinfunde befassen .
Die teils mm dicke Oxidschicht ist hierbei unser grösstes Problem - wir finden, sie verdeckt den Charakter des Steins .
Es stellt sich für uns also die Frage nach schonenden Optionen zur Oberflächenbearbeitung .
Schleifen mit einer Polish-Flex ist wohl etwas zu grob, zumal die Steine ihre ursprüngliche Form behalten sollen...
Wir haben einige Bilder von unseren Funden geuploadet, damit man die Materialen, die es zu bearbeiten, gilt etwas besser einschätzen kann ;
Die 2 "Steine" um die es uns primär geht sind sehr unterschiedlich in ihrer Oberflächenstruktur und wurden von uns bislang nur mit fliessendem Wasser gespült .
Das eine Objekt ist eine klare Trennung von schwarzen magnetischem Material, dass scheinbar in grosser Hitze mit derart gewaltiger Kraft in ein helles unmagnetisches Gestein gepresst wurde, so dass letzteres an einer Stelle (mutmasslich) aufschmolz und neu auskristallisierte (?!) .
Wir nennen es zum Gunsten der Einfachheit schlicht ein "Geologisches Fossil" , da es offensichtlich einen geologischen Prozess manifestiert .
Das andere Objekt ist wohl ein Stück versteinerter Meeresboden, dass bei genauer Betrachtung sehr viele auskristallisierte Inklusen (?!) enthält .
Da der eine Stein eklatant ein Mix aus 2 Materialien ist, denken wir, dass wir beide Komponenten separiert behandeln müssen ?
Bürsten, Ultraschall, Schleifen, Zahnarzt-Equipment und Ätzen - was wäre erlaubt und wie wird es so schonend wie möglich durchgeführt ?
Ich selbst tendiere ehr zu Nasschleifen mit 240/ 400/ 800/ 1200/ 1600/ 2000/ 4000 er Papier - meine Frau nicht .
Auch Säuren wären Teil unserer favorisierte Methodiken .
Ganz anders bei dem anderen fossilen Fundstück...
Dieses bereitet uns wirklich grosse Kopfschmerzen .
Bereits seine Bergung aus dem lehmigen Boden eines alten Rieselfeldes am östlichen Stadrand Berlins war aufgrund seiner Masse und Lage sehr problematisch (wir waren dabei dennoch sehr sorgsam, konnten aber nichts eingipsen etc.) .
Eine über das Abspülen mit klarem Wasser hinausgehende Reinigung wollten wir Zwei bislang nicht riskieren .
Wir wollten vielehr auf einen Tipp warten, wie wir die Oberflächen und Inklusen besser sichtbar machen können .
Auch gerade die Inklusen, die kaum sichtbar unter der Oberfläche liegen, würden wir gerne heraus arbeiten .
Auch würde uns interessieren, WAS wir dort sehen und auch aus welchem geologischen Zeitalter es stammt .
(Es sind wohl kristallisierte Röhrenwürmer + Trilobiten ?)
Nun, soviel für's Erste .
Wie geschrieben wären wir für zweckmässige Ratschläge und hilfreiche Info's resp. Links zu wissenschaftlichen (!) Restaurations-Tutorials äusserst Dankbar .
P.S.:
Wir haben bislang nur schlechtes Kamera-Equipment, d.h. wir können weitere Detailaufnahmen vorerst nur mit diesem machen (Korngrösse/Korngrenzen kaum sichtbar) .
L G
H.+D.