Hallo Frank,
Na ja, "Elemente herstellen" ist wohl der falsche Ausdruck. Das haben die alten Alchimisten verucht und nicht geschafft

Aber Blei aus seinen Verbindungen zu reduzieren geht sehr wohl. Und zwar verdammt leicht! Dazu mal kurz dies:
Vor Jahren habe ich von einem alten Schrank Farbe entfernt, mit Heißluftföhn und Spachel. Dabei zeigte sich, die Farbe auf Bleiweiß (= Cerussit) basierte. Die Hitze des Föhns und das Leinölharz der Farbe reichte aus, um viele kleine metallische Bleikügelchen zu erzeugen. Dabei war die zusammen geschobene Farbe nur leicht gebräunt und nicht einmal verbrannt.
Hitze alleine reicht natürlich nicht. Es bedarf auch eines Reduktionsmittels, also beim Feuersetzen Holz. Die Flammen selbst haben Reduktionskraft genug. Kann man zu Hause am Gasherd leicht ausprobieren.
Sebastian Möller schieb dazu in diesem Thema
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,47764.0.htmlHallo,
Natürlich vorkommendes ged. Blei ist mir aus D nicht bekannt. Blei aus dem Schwarzwald wird von Geroldseck genannt, sind aber laut Walenta wohl Jagdschrot. Von Badenweiler hab ich mal ein fragliches Stüfchen gefunden, ist aber künstlich durch Feuersetzen entstanden. Auch ansonsten sind alle mir bekannten Stücke etweder Jagdschrot, Hüttenprodukt oder Feuersetzen.
Glück Auf!
Sebastian
Ich meine auch schon an anderer Stelle mal über vermeintliches ged.Blei gelesen zu haben, das sich hinterher als Feuersetzprodukt heraus stellte. War sicherlich außerhalb drs Harzes, sonst hätte ich es mir genauer gemerkt.
Was das Feuersetzen als 'gängige Praxis' angeht, so denke ich, dass es zu gegebener Zeit, also vor Anwendung des Schießpulvers generell weit verbreitet und somit gängige Praxis war. Ich sehe da keinen Grund warum gerade Andreasberg da eine Ausnahme sein sollte. Es wird sicher auch Grubenbereiche gegeben haben, wo das z.B. aus Bewetterungsgründen nicht möglich war.
Dazu hattest du aber auch gerade was geschrieben, las ich gerade, als ich diesen Beitrag abschicken wollte

GA
Thomas