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Autor Thema: Uran und die Zerfallsreihe in Abhängigkeit von der Lagerstätte oder der Mineralisation  (Gelesen 2955 mal)

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Offline Fabian99

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Zitat
ch suche eine kleine bis sehr kleine Stufe Curit. Hintergrund ist die Messung des Gammaspektrums im Vergleich zu anderen U Mineralien.

Hallo,

erwartest du da Unterschiede?

LG
« Letzte Änderung: 20 Aug 20, 13:35 von oliverOliver »

Offline Peter-1

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Re: Suche Curit
« Antwort #1 am: 17 Aug 20, 16:53 »
Hallo Fabian,

es werden sicher keine großen Überraschungen kommen, aber die einzelnen Zerfallsprodukte können variieren.

LG Peter

Offline harzgeist

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Re: Suche Curit
« Antwort #2 am: 17 Aug 20, 17:16 »
Hallo

Zitat
aber die einzelnen Zerfallsprodukte können variieren.

Es mag ja eine dumme Frage sein, aber mich würde der Grund zu dieser Annahme interessieren.
Die Uran-ATOME zerfallen doch immer gleich, unabhängig davon, mit welchen anderen Elementen sie sich im Kristallgitter befinden. Gleiches sollte auch für die Tochternuklide gelten. Bis auf Radon, das -je nach Kristallbau- schneller oder langsamer entweichen kann.

Thomas

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Suche Curit
« Antwort #3 am: 17 Aug 20, 17:36 »
> Uran-ATOME zerfallen doch immer gleich, unabhängig davon, mit welchen anderen Elementen sie sich im Kristallgitter befinden.

Das U-Isotopenverhältnis kann jedoch schwanken (abhängig von Erdzeitalter z.B.).

Offline harzgeist

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Re: Suche Curit
« Antwort #4 am: 17 Aug 20, 18:03 »
Zitat
Das U-Isotopenverhältnis kann jedoch schwanken (abhängig von Erdzeitalter z.B)
Das ist schon klar.
Unterschiede wären deshalb eher von einer Lagerstätte zur anderen oder zwischen Teilen derselben Lagerstätte (Umlagerung) zu erwarten und kaum zwischen relativ jungen Sekundärmineralen (sofern sie der gleichen Lagerstätte entstammen).

 

Offline Fabian99

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Re: Suche Curit
« Antwort #5 am: 17 Aug 20, 18:08 »
Hallo,

Im Prinzip könnten bei jungen Bildungen die Tochterisotope fehlen.
Aber dazu müsste es deutlich jünger als 1Mio Jahre sein.

https://www.wise-uranium.org/rccu.html

LG

Offline harzgeist

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Re: Suche Curit
« Antwort #6 am: 17 Aug 20, 19:04 »
Hallo,
Zitat
Im Prinzip könnten bei jungen Bildungen die Tochterisotope fehlen.

Das ist auch klar!
Ich sehe nur nicht den Unterschied zwischen Curit und z.B. Autunit. Und schon erst recht keine Vergleichbarkeit wenn beide aus verschiedenen Lagerstätten kommen.

Thomas

Offline Peter-1

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Re: Suche Curit
« Antwort #7 am: 18 Aug 20, 11:11 »
Hallo,
tolle Beiträge ! Aber ich will keine Dissertation schreiben. Es ist reines Interesse. So konnte ich auch Trinitit von dem ersten Versuch in USA mit einer Bodenprobe aus Fukushima vergleichen. Ähnlichkeiten und Unterschiede wie im Bilderbuch.  Soviel zu meiner Suche.

Peter


Offline Gattorantolo

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Re: Suche Curit
« Antwort #8 am: 18 Aug 20, 11:18 »
Warum ausgerechnet Curit?

Offline Peter-1

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Re: Suche Curit
« Antwort #9 am: 18 Aug 20, 12:27 »
Warum Curit ?
Ein Bekannter aus Australien hat in einem unzugänglichen Gebiet Steine mit einem rot-braunen Überzug und kleinen Kristallen gefunden. Ein Geigerzähler schlägt heftig aus und es sieht ganz nach Curit aus. Aber solche Steine möchte ich nicht mit unangenehmen Fragen vom Zoll erhalten. Da er kein Spektrometer hat würde ich gerne sehen wollen wie die einzelnen Isotope sich darstellen. Es ist immer wieder interessant welche Unterschiede / Fingerabdrücke sich zeigen.

Peter

Offline etalon

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Re: Suche Curit
« Antwort #10 am: 18 Aug 20, 17:46 »
Hallo Uwe,

Zitat
Das U-Isotopenverhältnis kann jedoch schwanken (abhängig von Erdzeitalter z.B.).

bist du da sicher (hast du Literatur)? Meines Wissens ist die einzige bekannte Variation der U-Isotope die in Oklo/Gabun aufgrund der Spaltung von U235. Sonst sind die Isotopenverhältnisse bis auf mehrere Nachkommastellen überall auf der Erde gleich (dadurch sind die Naturreaktoren in Oklo ja erst aufgefallen).

was den Rest betrifft, bin ich absolut bei Thomas.

Grüße Markus

Offline weirdo

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Re: Suche Curit
« Antwort #11 am: 18 Aug 20, 23:27 »
beim Uraninit aus Pribram aus verschiedenen Schächten schwankte der Protactiniumgehalt sehr stark

ob curit oder andere einen unterschied zeigen ist dann eher zufall

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Suche Curit
« Antwort #12 am: 19 Aug 20, 08:34 »
> Meines Wissens ist die einzige bekannte Variation der U-Isotope die in Oklo/Gabun aufgrund der Spaltung von U235.

Ja, die meinte ich - prinzipiell sollten aber auch andere sehr alte U-Vorkommen abweichende Verhältnisse aufweisen.

Offline etalon

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Re: Suche Curit
« Antwort #13 am: 19 Aug 20, 16:16 »
Zitat
Ja, die meinte ich - prinzipiell sollten aber auch andere sehr alte U-Vorkommen abweichende Verhältnisse aufweisen.

Eigentlich nicht, da die Uranatome der Erde alle so ziemlich zur selben Zeit entstanden sind. Schwankungen gibt es nur durch den Entstehungszeitraum von ein paar E5 bis E6 Jahren was sich heute nur nach mehreren Nachkommastellen bemerkbar macht, oder durch Kernspaltung (natürlich oder induziert).

Zitat
beim Uraninit aus Pribram aus verschiedenen Schächten schwankte der Protactiniumgehalt sehr stark

Das hat aber nichts mit Isotopen zu tun...

Gruß Markus

Offline Peter-1

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Re: Suche Curit
« Antwort #14 am: 19 Aug 20, 18:38 »
Hallo Fabian,

danke ! Die Suche wird wohl erfolglos bleiben, denn die etwas versteckten Angebote übersteigen preislich meinen Wissensdrang. Ich hatte vor ein Spektrum wie im Bild ( Boltwoodit aus Namibia ) gezeigt aufzunehmen.
Ohne kleines Wunder ist das Vorhaben beendet.

Schöne Grüße
Peter

 

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