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Autor Thema: Welche Wellenlänge (UV-Licht) ist geeignet um Fluoreszenz hervorzurufen?  (Gelesen 854 mal)

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Offline X

Hallo!

Ich hätte eine Frage bezüglich der geeigneten Wellenlänge bei UV-Licht, wenn ich es für meine fluoreszierenden Mineralien verwenden möchte.
Als ich die Mineralien gekauft habe, hat der Verkäufer bestätigt, dass es sich wirklich um Fluoreszierende handelt. Nun möchte ich in meiner Sammlung eine Ecke gestalten, in der fluoreszierende Mineralien zu finden sind.
Ich habe auch schon eine UV-LED Lichtleiste gekauft, unter dessen Licht die Mineralien aber nicht leuchten. Entweder stimmt die Aussage des Verkäufers nicht, und die Mineralien (einige Fluorite, Calcite, Selenite (Gips) und ein Ulexit (TV-Stone)) sind nicht fluoreszierend oder die Wellenlänge der LEDs stimmt nicht.
Ich vermute die Wellenlänge der LEDs auf der Lichtleiste beträgt 395nm, weil die LEDs ziemlich hell leuchten (395nm befindet sich glaub ich schon im sichtbaren Bereich des Lichts).
Sollte ich mir eventuell. LEDs mit 365nm besorgen oder ist von LEDs generell abzuraten? Sind "UV-Leuchtstoffröhren" besser geeignet?
Hat vielleicht jemand empfehlenswerte Angebote mit welchen er schon Erfahrungen gemacht hat?

Ich hoffe Ihr könnt mit helfen
LG

Offline Lynx

Hallo Franz

zunächst einmal Servus und Willkommen!

eigentlich ist 395 nm noch sichtbar und Du ertränkst möglicherweise die Lumineszenz. Da wäre 365 nm LEDs besser geeignet. Leuchtstoffröhren brauchen eine Filterung, sonst hast Du zuviel sichtbaren Anteil.

Wahrscheinlich hast Du das Board zu Lumineszenz hier im Atlas schon gesehen:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/board,257.0.html
Da gibts vielleicht auch noch Infos für Dich.

Um die Wirkung Deiner Lampen zu testen: Nimm einen Geldschein und schau ihn Dir unter UV an. Wie es aussehen sollte, findest Du im Netz: das ist in der Regel ein recht guter Indikator, ob die Beleuchtung sinnvoll ist.

Und: pass bitte nicht nur auf Deine Augen auf, sondern auch auf die Deiner Mitbewohner :-)

Grüße
Martin

Offline Embarak

Hallo,

Deine Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
Grundsätzlich wird unterschieden zwischen:
kurzwelligem UV-Licht, ca. 254 nm
(als Dauerbeleuchtung in der Vitrine wegen der Schädlichkeit u.a. für die Augen ungeeignet)
langwelligem UV-Licht, ca. 365 nm
und dem langwelligen LED-UV-Licht mit ca. 395-400 nm

KEINE der Lampen erzeugt NUR Licht der jeweiligen Wellenlänge, sondern gibt zusätzlich sichtbares Licht ab.
Daher haben die besseren Lampen einen zusätzlichen Filter, um den Anteil sichtbaren Lichts zu reduzieren.
UV-LED haben keinen Filter und haben einen besonders hohen Anteil an zusätzlich sichtbarem Licht.

Die Fluoreszenz Deiner Mineralien hängt aber nicht nur von der Beleuchtung ab, sondern auch von ihren Eigenschaften
und kann auch von Fundort zu Fundort variieren. Manche reagieren auf LW und KW, andere nur auf KW oder LW.

Eine gute Übersicht über fluoreszente Mineralien und ihre Eigenschaften findest Du bei fluomin.org.
Hier die Details zu Deinem Beispiel Selenit (Gypsum).

Die Beleuchtung ist ein vielfach diskutiertes Thema im Forum, wo Du viele Anregungungen finden kannst:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/board,257.0.html

Habe u.a. eine größere Vitrine mit fluoreszenten Mineralien, bei der ich noch keine befriedigende Lösung für umschaltbares LW/KW gefunden habe, habe aber zu Demonstrationszwecken für Besucher eine separate kleine Box mit gemischten, fluoreszenten Mineralien, die unterschiedlich auf KW und LW reagieren. Beleuchtet ist mit umschaltbarem Mineralight UVGL-25, 1 x KW-Röhre ODER 1 x LW-Röhre, jeweils 4 W(mit Filter). Siehe Schnappschüsse.

Weiter viel Erfolg
Norbert

Offline Lynx

Hoi,

schau auch mal in den parallelen Thread:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,572.msg365330/topicseen.html#new, dort auch ältere Antworten..

Grüße
Martin

 

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