Ja bei den kleineren Kristallen links (unter dem großen) und in der Mitte, kann man mit ein wenig Vorstellungskraft noch kubische Formen und Winkel erkennen, aber gerade bei dem großen sieht es doch schon sehr nach monoklinem Feldspat aus, sofern es sich nicht um ein abgebrochenes und verwittertes Stück handelt welches nun den Orthoklas "nachahmt".
Prinzipiell gibt es kein wirkliches Bildmaterial im Internet von solch einer Paragenese aus Serifos, aber sie ist auf jeden Fall nicht undenkbar.
Woher genau die Menge an Alkalifeldspat kommt ist mir zwar nicht ganz klar (Bei einem intrudierten Granodiorit mit Skarnbereichen erwartet man eher calciumreichen Plagioklas), möglicherweise durch den unterlagerten pre-alpinen Gneiss.
Ducoux schreibt:
"Die höchste Deformationstemperatur wird durch die Rekristallisation von K-Feldspat (Tullis und Yund, 1977) in der Extensionsscherungszone (Kontakt Granodiorit) gemessen."
Granodiorite, sowie Gneise liegen natürlich immer mit dem Granat-Pyroxen-Skarn in Kontakt und durch die Metasomatose konnte natürlich auch eine Mischung stattfinden, um zu sagen ob die Bildung von Alkalifeldspat im Zuge der Intrusion und Skarn-Bildung aber nun wirklich Sinn macht, kenne ich mich zu wenig mit der Geomineralogie von Serifos aus. Vielleicht findet sich da noch ein Experte.
Zitat: Ducoux, Maxime, et al. "Synkinematic skarns and fluid drainage along detachments: The West Cycladic Detachment System on Serifos Island (Cyclades, Greece) and its related mineralization." Tectonophysics 695 (2017): 1-26.