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Autor Thema: giftige Mineralien?  (Gelesen 25508 mal)

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Offline Krizu

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #15 am: 31 Aug 05, 15:04 »
Hallo,

vielleicht hilft es:
Faserförmige Gefahrstoffe werden durch zwei Parameter charakterisiert
1.) Form und Größe
2.) Chemie

nur Partikel einer gewissen Größe bleiben in der Lunge bzw. können eingeatmet werden.
Durch Beurteilugn der Gefährdung wird dann meist noch eine EDX angeschlossen und üebr eine Formel (hat die einer?) über die Konzentration von Erdalkalien, Akalien zu Siliziumoxid ein Gefährdungsfaktor berechnet.

Viele Aluminiumsilikatofenausmauerungen (Mullit?) sind Faserförmig, ebenfalls viele moderne Faserzemente mit feinen Glasfasern. Der Unterschied zu den echten Asbesten ist die Auffächerung an den Enden und der Chemie-Faktor (siehe Bild). Die sind wesentlich ungefährlicher!

hth

Frank
« Letzte Änderung: 31 Aug 05, 15:13 von Krizu »

Offline loparit

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #16 am: 31 Aug 05, 15:39 »
Hallo,

heute ist die Asbestose als Berufskrankheit anerkannt. Mehr sage ich dazu nicht.
Von einer einzigen eingeatmeten in Luft befindliche Asbestfaser kann man Krebs bekommen. Dieses durchaus 20 Jahre danach.

Deshalb sollte man diesen Gefahrstoff in einem solchen öffentlichen Forum nicht herunterspielen.
 
Das Aufbewahren in einem geschlossenem Behältnis (durchsichtiger Plastikbeutel) reicht schon aus um sich und andere Betrachter zu schützen und sollte für jeden Sammler durchführbar sein.

Gruß loparit

Offline berthold

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #17 am: 31 Aug 05, 15:50 »
Hallo,

Zitat
kommt auch immer auf die menge an.wann was giftig ist.

hmm, nee, giftig ist giftig - eine Stoffeigenschaft. Bei welcher Menge es zu einem Krankheitsbild führt ist wieder was anderes. Das Problem ist nämlich, dass der Körper bestimmte Gifte - in bestimmter Geschwindigkeit - abbaut oder ausscheidet. Und wenn der Vorgang des Abbaus/Ausscheidung langsamer geht als die Aufnahme dann akkumuliert der Körper das Gift (schleichende Vergiftung). Das kann in bestimmten Organen geschehen und ist z.B. für Schwermetalle gut bekannt. Blei findet sich z.B. verstärkt in Leber, Nieren, Milz und Knochen.

In diesem Zusammenhang: Der Aberglaube, dass jedes Gift - in geringer Konzentration - Heilwirkung hätte ist purer Unfug.

Gruß

Berthold

Offline Frank de Wit

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #18 am: 31 Aug 05, 15:54 »
loparit, das stimmt leider nicht
die 'one-faser-theory' ist schon lange nicht mehr gultig
die wissenschaftler sind sicher das lungemphysema / mesothelioma nur kommt nach langjahriges einatmen von grossere mengen fasern
und dann muss nicht unbedingt 'ein krebs' entstehen, es kann auch sehr gut harmlos sein oder asbestosis entstehen
ich glaube sogar asbestosis kommt das meiste vor leider... denn eine treppe hochgehen ist dan unmoglich und/oder sehr peinlich...
auf http://www.lungusa.org/site/pp.asp?c=dvLUK9O0E&b=35368 ist einiges zu lesen
aber bitte: in die USA regiert die Angst... in die USA regiert nicht die wahrheit, nur die Politik

Offline Krizu

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #19 am: 31 Aug 05, 16:08 »
Hallo,

Zitat
kommt auch immer auf die menge an.wann was giftig ist.

hmm, nee, giftig ist giftig - eine Stoffeigenschaft. Bei welcher Menge es zu einem Krankheitsbild führt ist wieder was anderes.

Hallo,

Beispiel:
Kochsalz - LD50(Ratte, oral) = 3g/kg
Bedarf des Menschen liegt bei etwa 3g pro Tag.

MfG

Frank




Offline KOstMineral

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #20 am: 31 Aug 05, 16:16 »
Hier ist wohl etwas ins rollen gekommen.

@berthold
Zitat
hmm, nee, giftig ist giftig - eine Stoffeigenschaft
Dann ist wohl alles giftig. Z.B. benötigt der Körper Kupfer, Zink, Selen, und was noch alles in geringen Mengen um seine Funktion aufrechtzuhalten. Führt man ihm aber zu viel von den Spurenelementen zu, führt dies zu Vergiftungserscheinungen. Nach deiner Aussage müsste auch Natriumchlorid giftig sein, da dies in hohen Dosen auch nicht förderlich für den Körper ist.

Also kommt es doch auch die Menge darauf an!

Gruss
Klaus

Offline Schluchti

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #21 am: 31 Aug 05, 16:39 »
Ganz interessanter Artikel zum Thema Mineral(ien)wasser

http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgp.cgi?doc=19510

« Letzte Änderung: 31 Aug 05, 16:43 von Schluchti »

Offline Bernd G

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #22 am: 31 Aug 05, 16:56 »
hallo berthold,
ja dann wäre ja die ganze homöopathie schwachsinn. aber das glaube ich nicht !!

gruß bernd
« Letzte Änderung: 31 Aug 05, 16:58 von Bernd Gutschera »

Offline berthold

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #23 am: 31 Aug 05, 16:58 »
Hallo,

sorry, mit lockerer Feder geschrieben, die Menge hat natürlich schon eine Bedeutung.

Selbst Wasser ist -wenn man zuviel davon trinkt- lebensgefährlich. Doch würde ich deswegen Wasser, ebenso wie Kochsalz, nicht als Gift bezeichnen. Wieder so eine schwierige Definitionsfrage.  ::)

Gruß

Berthold

Offline KOstMineral

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #24 am: 31 Aug 05, 17:08 »
Interessanter Artikel. Nur ich denke manchmal ist die Kontroverse Trinkwasser und Mineralwasser etwas verschoben. So wird im Artikel u.a. Trinkwasser für die Zubereitung von Baby-Nahrung empfohlen. Dass aber Trinkwasser einen Grenzwert von 50 mg/L hat und auch viele Gemeinden ihr selbst gefordertes Trinkwasser beim überschreiten des Grenzwertes mit anderem fremdbezogenem Trinkwasser verschneiden wird nirgends erwähnt.
Anmerkung: Auch wir verwenden Trinkwasser zur Zubereitung von Babynahrung.

Anmerken möchte ich auch, dass sich der Artikel auf die Zubereitung von Babynahrung begrenzt. Für Erwachsene gelten wohl andere Ansichten. So ist z.B. ein Vergleich mit dem Überkinger Sprudel (hoher Natrium-Wert >900 mg/kg) mal angestellt worden. Als Vergleich diente ein Laugenbrötchen. Ergebnis: Um die Menge an Natrium eines Laugenbrötchens durch Überkinger Sprudel aufzunehmen sind 12 Kisten a 0,7 L (144 0,7 Liter-Flaschen) nötig.

Übrigens: Tafelwasser ist gleich Trinkwasser.
 



Offline KOstMineral

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #25 am: 31 Aug 05, 17:13 »
@ Bernd Gutschera
Bei der Homöopathie oder der Anthroposophie (hoffentlich richtig geschrieben) geht es denke ich um anderes. So sind bei den Verdünnungen (z.B. D4, D20, C20, ...) meinst keine oder fast keine der Moleküle mehr vorhanden. Hier soll es mehr um die Kraft gehen, die die Ausgangsstoffe an die Lösung abgeben.
Ich bin zwar kein Anthroposoph, aber wenns hilft nehme ich es auch manchmal.

Gruss

Klaus

Offline Bernd G

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #26 am: 31 Aug 05, 17:32 »
@Klaus

na die ansicht  ist aber schon lange überholt !
und dann Anthroposophie hat nichts mit Homöopathie zu tun, denke ich jedenfalls.
übrigens ich nehme auch zb. arsenicum oder ferrum phos. und es hilft . ich glaube aber nicht an geister !!
das eine hat nix mit dem anderen zu tun.
ich wollte ja auch nur auf die mengen mal verweisen.
gruß bernd

Offline Krizu

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #27 am: 31 Aug 05, 17:44 »
Interessanter Artikel. Nur ich denke manchmal ist die Kontroverse Trinkwasser und Mineralwasser etwas verschoben. So wird im Artikel u.a. Trinkwasser für die Zubereitung von Baby-Nahrung empfohlen. Dass aber Trinkwasser einen Grenzwert von 50 mg/L hat und auch viele Gemeinden ihr selbst gefordertes Trinkwasser beim überschreiten des Grenzwertes mit anderem fremdbezogenem Trinkwasser verschneiden wird nirgends erwähnt.
Anmerkung: Auch wir verwenden Trinkwasser zur Zubereitung von Babynahrung.

Anmerken möchte ich auch, dass sich der Artikel auf die Zubereitung von Babynahrung begrenzt. Für Erwachsene gelten wohl andere Ansichten. So ist z.B. ein Vergleich mit dem Überkinger Sprudel (hoher Natrium-Wert >900 mg/kg) mal angestellt worden. Als Vergleich diente ein Laugenbrötchen. Ergebnis: Um die Menge an Natrium eines Laugenbrötchens durch Überkinger Sprudel aufzunehmen sind 12 Kisten a 0,7 L (144 0,7 Liter-Flaschen) nötig.

Übrigens: Tafelwasser ist gleich Trinkwasser.
 

Hallo,

kann ich so nicht ganz stehen lassen.
Der Nitratgrenzwert NO3-- für Trinkwasser liegt bei 50mg/l, der von Nitrit und Natrium tiefer.  So hatte ich z.B. einmal in einem Lokal ein Mineralwasser mit über 0.3mg/l Nitrit vorgesetzt  bekommen. Für Fische ist das fast / fast immer tödlich.

Ein Mineralwasser darf  nur mit Kohlensäure versetzt werden und vom Eisen (Mangan auch?)  befreit werden. Tafelwasser darf z.B. mit Natriumhydrogencarbonat und anderen Salzen versetzt werden.  Der schnellste Weg vom Mienralwasser zum Tafelwasser in einem Lokal ist das Öffnen der Flasceh an der Theke und nicht am Tisch.

In meinen Augen kritischer ist da die Heilwasserverordnung. Da darf "Alles"  und "viel" drin sein.

MfG

Frank

Offline Frank de Wit

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #28 am: 31 Aug 05, 19:23 »
hat einer hier mal kurwasser getrunken das stinkt und schmeckt nach schwefel ?
ich habs... aaaaggghhh nie mehr
dein eigenes morgenurine trinken soll auch gesund sein, aber das mochte ich auch nie probieren  ;D

Offline der Sauerländer

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Re: giftige Mineralien?
« Antwort #29 am: 31 Aug 05, 20:57 »
Guten Abend

na, dann sollte ich mein Bier wohl besser nicht austrinken ;)

Ursprünglich geht es hier um giftige Mineralien und das ist gleich zu Anfang richtig beantwortet worden.

Asbest ist nicht giftig. Asbest ist "Lungengängig". Kann sich verkapseln oder eben nicht. Hat mit Gift nix zu tun.
Zyankali ist auch nicht giftig. Erst in Verbindung mit einer Säure, wie z. B. Magensäure, entsteht die giftige Blausäure.

Blei ist giftig. In Ramsbeck gibt es heute noch die "Witwen-Siedlung". Mittlerweile ist man dahintergekommen, dass diese Vergiftungen mit Komplexbildnern ganz gut zu behandeln sind.

Ach ja...für Asbest gab es mal ne Formel. wer Asbest einatmet hat ein 5-fach höheres Krebsrisiko.
Wer raucht, ein 11-fach höheres Risiko.
Wer Asbest einatmet UND raucht, ein 55-fach höheres Risiko. Das multipliziert sich.

Und ich trinke jetzt mein Bier aus ;D