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Autor Thema: Flint? Bestimmung hilfreich.  (Gelesen 1569 mal)

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Offline Jomineral

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Flint? Bestimmung hilfreich.
« am: 18 Jun 23, 19:44 »
Hallo, ist das ein Flint? Er ist durchleuchtbar, aus Sachsen Anhalt.  Handflächen groß. 119g schwer. Auch nach Recherchen wie orangener Flint oder halbdurchsichtiger, opaker Flint Silex Feuerstein, gab keine Ergebnisse.
Die Oberfläche ist fast wie bei eines Meteoriten Einschlages, Impaktit, verschmolzen und leicht gläsern. Der Stein fühlt sich gegenüber anderen Flint warm an. Ich könnte seine Dichte bestimmen, aber nur wenn benötigt. Wäre schön wenn das Teil eine Bestimmung bekommt, dieser Stein scheint mir recht selten.
« Letzte Änderung: 18 Jun 23, 20:09 von Jomineral »

Offline guefz

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #1 am: 19 Jun 23, 01:43 »
Könnte Schlacke sein wegen der runden Hohlräume...

Günter

Offline felsenmammut

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #2 am: 19 Jun 23, 07:57 »
Glück Auf!

Flint/Feuerstein ist sehr gut möglich bei dem Stück.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline ruebezahl

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #3 am: 19 Jun 23, 09:23 »
Glück auf,

So ungewöhnlich für Flint sieht er mE gar nicht aus. Eine frische Kante Flint sollte Glas oder Edelstahl ritzen.

MfG Uwe

Offline jlies

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #4 am: 19 Jun 23, 09:34 »
Ich frage mal anders herum: Warum sollte das denn kein Flint sein? Blasen kann ich keine erkennen und äußerliche Mulden sind für Flint ja nicht untypisch.

Grüße, Jörn.

Offline Jomineral

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #5 am: 19 Jun 23, 18:35 »
ach dann danke erstmal für die freundlichen Antworten. Ich freue mich nun auf einen neuen Flint in der Sammlung. Die können unter umständen sehr cool sein.

Offline GerhardW

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #6 am: 19 Jun 23, 19:16 »
Hallo miteinander,

ich hatte mal Karneol Rohsteine die sahen genauso aus.

VG, GW

Offline Jomineral

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #7 am: 19 Jun 23, 20:09 »
Ich weiß zwar nicht, ob das Karneol ist, dann müsste der ja erhitzt wurden sein oder woher kommt diese glatte gewellte Oberfläche her? Flint entsteht doch durch Druck zusammengepresste organisches Material.
Deshalb hatte ich den mitgenommen, weil er nicht die mir bekannte Oberfläche besitzt. Aber Karneol sind nach den Bildern im google zu urteilen aus Knollen. Was mich noch interessieren würde. Wo kommt dieser
halbdurchsichtige orange Flint her?

Edit: @guefz falls das nicht doch Schlacke ist, was diese erhitzte Struktur zum. erklären könnte.

Offline aca

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #8 am: 19 Jun 23, 20:50 »
Die glatte Oberfläche ist einfach abgeschliffen.
Flint entsteht nicht "durch Druck zusammengepresstes organisches Material". Flinte sind Konkretionen, also lokale Ablagerungen von Material in einem Sedimentgestein, und sie bestehen v.a aus granularem mikrokristallinem Quarz und etwas Chalcedon.

Für Flint ist die Oberfläche eigentlich zu "bobbelig" oder "runzelig", ich neige auch eher zu Chalcedon.

Man muss den Stein aufsägen, am besten längs, um zu sehen, was es ist, möglicherweise ist es ein Achat. Schlacke ist auch denkbar.

Offline Detlef

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #9 am: 20 Jun 23, 12:16 »
Hallo Johannes,
Ich gehe davon aus, daß das Stück aus der der Region Halle bzw. Norddeutschland stammt. Feuerstein oder Flint wir dort tonnenweise in allen Farben, Formen und Nuancen gefunden. Dieser Feuerstein ist im ehemaligen Meer der Kreidezeit entstanden. Der Meeresboden war von vielen Kieselschwämmen besiedelt. Die Nadeln der Schwämme waren sehr kieselsäurereich. Nach dem Absterben der Schwämme bildete sich ein Kieselsäuregel. Diese verfestigte sich im Laufe von Jahrmillionen im Kalksediment aus der Kreidezeit. Die letzte Eiszeit radierte das Kreidesediment aus. Die verbleibenden harten Feuersteine wurden dann nach dem Verschwinden des Eises abgelagert.
Liebe Grüsse Frank-Detlef Paul

Offline Jomineral

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #10 am: 20 Jun 23, 18:46 »
Das war Halle japp. Das klingt ja spannend! Sieht Gel artig aus stümmt. Somit wurde mir wunderbar geholfen Danke und damit bin ich mehr als zufrieden. Ich befasse mich weiter mit Geologie (Hobby), Bücher sind schon da. Allen eine schöne Woche noch. Grüße Johannes

PS habe heraus gefunden das diese orangenen und gelben Feuersteine sehr beliebt waren bei den Steinzeit Menschen.

Offline aca

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Re: Flint? Bestimmung hilfreich.
« Antwort #11 am: 20 Jun 23, 20:26 »
Der Begriff "Gel" weckt hier falsche Vorstellungen von einer gelatinösen Masse, die erstarrt ist. Die rundliche Oberfläche hat damit nichts zu tun, das ist einfach abgerollt und glattgeschliffen und auch die irregulare Gestalt nicht, die aber bei Konkretionen und Geoden häufig vorkommt. "Kieselgel" war hier der biogene Opal in den Skeletten und Nadeln - bevor er aufgelöst wurde, weil die organische Schutzhülle zerfallen ist, und neugebildeter Opal-A, wenn er sich den überhaupt als Zwischenprodukt gebildet hat, das muss er nämlich nicht. Dieser Opal ist im weiteren Sinne Kieselgel, so wie die Kügelchen in Trockenmitteln ("silica gel").

 

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