Řanda, Z. & Ulrych, Jaromír & Turek, Karel & Mihaljevič, Martin & Adamovič, J. & Mizera, Jiri. (2010). Radiobarites from the Cenozoic volcanic region of the Bohemian Massif: Radiochemical study, history, and lead isotopic composition. Journal of Radioanalytical and Nuclear Chemistry. 283. 89-94. DOI: 10.1007/s10967-009-0095-6.
Eine spezifische, radiumhaltige Art von Baryt ist seit 1904 aus der Ohře (Eger)-Bruchzone, einer Region känozoischer vulkanischer Aktivität in Nordwestböhmen, Tschechische Republik, bekannt. Baryte aus den Gebieten Karlovy Vary, Teplice und Děčín wurden untersucht, um die geochemische Geschichte dieser speziellen Proben zu klären. Eine radiometrische Methode mit niedrigem Hintergrund, die hochauflösende Gammastrahlenspektrometrie verwendet, hat gezeigt, dass die Radioaktivität dieser Baryte (bis zu 8 Bq/g) auf ²²⁶Ra zurückzuführen ist, das nicht im Gleichgewicht mit dem Mutterisotop ²³⁸U steht. In allen Proben lag die Uranaktivität unter 0,005 Bq/g – der Nachweisgrenze, die durch instrumentelle Neutronenaktivierungsanalyse erreicht wurde. Die Alpha-Spur-Methode auf einer Kristallplatte zeigte, dass ²²⁶Ra in den Oberflächenschichten oder Rissen der Kristalle akkumuliert ist. Daher müssen die Kristallränder relativ jung sein, nicht älter als 10–15 Tausend Jahre. In einer aus den Baryten isolierten Bleifraktion wurden die Konzentration und die isotopische Zusammensetzung des Bleis mittels Photonaktivierungsanalyse und ICP-MS bestimmt.