Hallo Geomüller,
ich habe mir vor ca. 6 Jahren einen Hydr. Gesteinsspalter gebaut.
Die Gesamtkosten beliefen sich damals (incl. Rechnungen einer Werkzeugmacherei) auf ca. 600,-DM.
Davon entfielen 220,-DM für den 20 to Hydr. Heber, ca. 180,-DM für das Material und der Rest war für das Bohren von vier Löchern in die untere und obere Schiene.
Der Spalter ist unverwüstlich, hat aber den Nachteil, dass er etwa 70 Kg. wiegt, und somit am besten nur einmal bewegt werden sollte, nämlich zum Aufstellen.
Er ist gefertigt aus 100 x100 mm St 54, je 320 mm breit (als obere und untere Schiene)
Als Säulen habe ich blankgezogenen Stahl der Güte ST 54 mit einem Durchmesser von 50 mm. Diese sind 670 mm lang.
Der untere Meissel (mit Schraube geklemmt) wird geführt über ein dickes Al Profil, das mit 2 Rohren 100 mm lang, verschweist ist, welche über die Säulen gleiten. Aussen an den Rohren sind Haken, an denen Zugfedern sind, welche den Hydraulik - Heber wieder zurückziehen.
Was ich als sehr wichtig für die Lebensdauer des Hydraulik - Hebers halte,
und auch von Fa. Zuber nicht gemacht wird (Steinpresse MP 5), ist eine
entsprechend grosse Abdeckung unter dem unteren Spaltmeissel, damit
der Hydraulikzylinder und die Abdichtung keinen Steinstaub und Splitter abbekommen, was auf Dauer wie Schmirgelpapier wirkt und den Heber beschädigt. Bei einem Bekannten habe ich dies schon an der MP 5 repariert, hier ist unter der Dichtung eine schmierige Staubschicht gewesen, die den Zylinder nicht mehr zurückfahren liess. Das Ganze
war dann rasch behoben, mit einem Edelstahlblech 70x70x1 mm, welches in der Mitte eine Bohrung für den Meissel (ich glaube, es war 14,5mm) hatte. Dieses Blech legte ich unter den unteren Meissel.
Ob Du nun eine Spindel zum raschen auf - und absenken des oberen Meisels wie an der MP 5 benutzt, sei Dir überlassen, bedenke aber, dass auf diese Spindel enorme, nicht vorhersehbare seitliche Kräfte wirken, - je nach dem, wie gross Du den Hydr. Heber wählst, wie gross der Durchlass für die zu knackenden Steine ist, und letztendlich sind diese Brocken dann auch nicht so, dass die Druckkraft absolut senkrecht nach oben geleitet wird, deshalb drehen sich die Steine manchmal schon unter dem Meissel. Dies hat zur Folge, dass die Mutter und Spindel irgendwann so
ausgeleiert sind, dass der Spalter für präzises Spalten unbrauchbar wird
und Du Gefahr läufst, dass ein Stein unkontrolliert seitlich wegfliegt, oder dass die Spindel bricht oder sich verbiegt.
Aus diesem Grund habe ich den oberen Meissel direkt an der oberen Schiene befestigt (auch mit Schraube geklemmt), -hat zwar den Nachteil, dass man viel pumpen muss, bis der Stein vom Meissel erfasst wird, aber das habe ich kompensiert, in dem ich unterschiedlich lange obere Meissel habe, die ich auswechseln kann.
Zu den Meisseln; Sie sind gefertigt aus gehärtetem RUS Stahl (Werkzeugstahl), so hat man ihn mir bezeichnet, 40 mm Durchmesser, mit einer 90° Schneide (gefräst). Die Meissel haben in der Mitte eine Bohrung 15 mm H7 für einen Silberstahldorn (gehärtet). Zusätzlich kann man diesen Dorn mit einer Schraube (im Meissel) festklemmen. So kann man leicht die Meissel positionieren und wechseln, - wenn sie mal abgenutzt sind, was bei diesem Stahl offensichtlich sehr lange dauert.
Den selben Stahl benutze ich auch an der kleinen selbstgebauten
Kniehebel-Knacke, dort habe ich nach vielen tausenden Steinen zum ersten mal die Schneide der Meissel nachgeschliffen.
Die beiden Säulen sind an der oberen und unteren Schiene mit je 4 Dornen pro Seite, aus Silberstahl 15 mm Durchmesser verstiftet, Bohrung 15 H7.
Auch diese Dorne sind gehärtet um die Zugfestigkeit zu erhöhen.
Die Steinpresse hat einen Durchlass (lichte Weite zw. den Säulen)
von 205 mm, der max. Abstand zw. den Meisseln ist ca. 180 mm.
Dies reicht mir völlig aus, denn grössere Brocken sollte man vorher,
auch wegen der Handhabung, besser mit der Trennscheibe o. ä.
"vor-formatieren"
Ich hoffe, dir hiermit einige Tipps geben zu können, die Dir das Steineknacken etwas erleichtern.
Grüsse,
Findus