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Autor Thema: Brachiopode (und Korallen) aus der Eifel  (Gelesen 11058 mal)

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Offline Thesaurus

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Brachiopode (und Korallen) aus der Eifel
« am: 14 Apr 06, 14:53 »
Hallo an alle aus dem schönen Düsseldorf,

als Neuling in diesem Forum und im Mineraliensammeln möchte ich mich zunächst einmal vorstellen:

Mein Name ist Sebastian, ich bin 29 und komme wie oben erwähnt aus Düsseldorf.

Bei einer Exkursion in die Eifel in der letzten Woche bin ich auf diese Brachiopode gestossen:

Der Fundort ist der Steinbruch "Am Rauheck" bei Berndorf in der Nähe von Hillesheim. Laut Schild handelt es sich hierbei um devonisches Material.

Kann mir jemand genaueres zu Gattung und Art nennen oder eventuell die Schicht dieses Aufschlusses genauer benennen?

Für eure Hilfe schonmal im Vorraus herzlichen dank und Grüße aus Düsseldorf

Sebastian alias Thesaurus

P.S: Hier erstmal die Vorderseite...
« Letzte Änderung: 17 Apr 13, 18:51 von oliverOliver »

Offline Thesaurus

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #1 am: 14 Apr 06, 14:55 »
...und noch die Rückseite:

Offline Steinchen

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #2 am: 14 Apr 06, 15:19 »
Hallo Sebastian, :)

herzlich willkommen im Forum.
Bei dem Brachiopoden könnte es sich vielleicht um Spinatrypa aspera handeln.
Mit den Schichten in der Eifel kenne ich mich nicht so aus, aber da gibt es Experten hier im Forum.

Gruß
Steinchen :)

Offline Thesaurus

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #3 am: 14 Apr 06, 15:31 »
Hallo Steinchen,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

An Spinatrypa hatte ich auch schon gedacht, da die Abbildung in meinem Buch (Kosmos: Handbuch des Fossiliensammlers) meinem Exemplar recht nahe kommt.
Ist dies denn ein Leitfossil an dem man die Schichten des (mittl.?) Devons genauer eingrenzen kann?

für weitere Antworten wäre ich dankbar.

Thesaurus

Offline Steinchen

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #4 am: 14 Apr 06, 15:58 »
Hallo Sebastian,

ob dieser Brachiopode leitend ist, weiß ich nicht.
Ich habe solche Brachiopoden im Massenkalk (Givet-Stufe) des Sauerlandes gefunden.

Falls dir das irgendwie weiterhilft:
Die Art Spinatrypa curvirostra kommt in den Cürten-Schichten der Söternicher Mulde vor.

Gruß
Steinchen :)

Offline Uncites

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #5 am: 14 Apr 06, 19:31 »
Hallo Sebastian,
ich würde Deinen Fund auch bedenkenlos in die Gattung "Spinatrypa" einordnen, mit einer Artbestimmung wäre ich aber sehr vorsichtig, den Kosmos-Fossilienführer würde ich dazu schnellstens beiseite legen. Die Bestimmung der Atrypen ist für mich eines der schwierigsten Kapitel bei Eifelbrachiopoden, zumal STRUVE die Dinger immer wieder revidiert hat. Die Literatur dazu ist fast unüberschaubar.
Wenn Du Literatur zur Bestimmung vom Eifelbrachiopoden suchst, ist das Buch von H.J.Jungheim : EIFELBRACHIOPODEN (Goldschneck-Verlag) sehr empfehlenswert, da kann man gut mit arbeiten, wenn auch nicht alle Fragen damit beantwortet werden können.
Der Steinbruch Rauheck bei Berndorf gehört stratigraphisch in die Freilinger Schichten (Mitteldevon Obere Eifelstufe) (vgl. Meyer, Geologie der Eifel, S.134). Ob sich da heutztage stratigraphisch veilleicht eine andere Schicht angeschlossen hat, müßte man schauen.
Was hast Du sonst so gefunden ?
Sven

Offline Thesaurus

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #6 am: 15 Apr 06, 19:11 »
Hallo Sven,

danke für die Antwort.

Ausser der obigen Brachiopode fanden sich einige Calceola sandalina?...

Offline Thesaurus

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #7 am: 15 Apr 06, 19:15 »
...ausserdem verschiedene Handstücke mit mengenweise Brachiopoden und vereinzelten Stengelgliedern von einer mir unbekannten Crinoide.
Das Mineral rechts konnte ich ebenfalls noch nicht zuordnen.

Grüße aus Düsseldorf

Sebastian

Offline Uncites

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #8 am: 16 Apr 06, 09:59 »
Hallo Sebastian,
bei dieser Koralle handelt es sich nicht um Calceola sandalina.
Calceola ist auf der einen Seite ganz platt und hat einen Deckel, ich hänge mal zwei Fotos von Calceola an. Obwohl, es gibt Calecola sandalina manchmal häufig im Steinbruch Rauheck. Aber die Bestimmung von Korallen ist auch sehr schwierig, ich gehe da auch nie weiter als bis zur Gattung - und das ist schon oft schwer - weil man eigentlich zur sicheren Bestimmung einen Anschliff oder einen Dünnschliff machen muß.
Und wer will das schon bei einem schönen Fund machen.
Crinoidenstielglieder kann man ebenfalls so gut wie gar nicht näher bestimmen. Wenn sie nicht ausgesprochen charakteristisch sind, braucht man eigentlich einen dranhängenden Kelch.
Und bei dem Mineral handelt es sich bestimmt um Pyrit. Das findet man häufiger in fossilführenden Kalken.
Sven

Offline Schweizer Strahler

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Re: Brachiopode aus der Eifel
« Antwort #9 am: 16 Apr 06, 10:13 »
Bei dem Mineral kann ich Uncites nur zustimmen - entweder Pyrit oder Markasit, wobei ich es eher für Pyrit halte.

Gruß Dominik

 

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