Ein paar Gedanken zur Angst vor und dem Umgang mit Radioaktivität:
Ein Mineraloge sagte mir mal, daß man mit einen pipenden Geigerzähler (aber nur die natürliche Hintergrundstrahlung anzigt), Panik, auslösen kann.
Ionisierende Strahlung ist nicht ungefährlich, aber es ist erstaunlich, daß gerade diese soviel Angst erzeugen kann. Sicher sind unter den Leuten, die, von einer Aktiven Stufe gleich 'nen Meter zurückspringen, möglicherweise die gleichen, die gern rauchen, oft und gerne einen 'über den Durst trinken', Extremsportarten nachgehen oder derren Speiseplan vornehmlich aus Schweinshaxn', Fast Food und anderen fettigen Spezialitäten bestehen...
Viele ungesunde Verhaltensweisen und Gewohnheiten (die oft noch schädlicher und risikoreicher sind, als das Sammeln radioaktiver Mineralien), werden gedankenlos in Kauf genommen oder gar als selbstverständlich gesehen werden, während Sachen, die mit Radioaktivität und Strahlung zu tun haben (was bei U- und Th-Mineralien ja der Fall ist), oft eine Angst und Abscheu an den Tag gelegt wird, die der realen Gefährdung und des realen Risikos um Größenordnung überschreitet, m.E. liegt hier eine Angst vor, die der realen Gefärhrdung nicht mehr angemessen ist und möglicherweise krankhaft ist (siehe auch:
http://en.wikipedia.org/wiki/Radiophobia ).
Ähnlich wie die Angst vor z.B. Spinnen, engen Räumen, etc. kann auch die Angst vor Strahlung m.E. krankhafte Züge annehmen.
Ein Problem ist m.E. auch, daß Radioaktivität z.B. im Schulunterricht -wenn überhaupt- nur eine untergeordnete Rolle spielt, und viele Leute Informationen über Strahlung und Radioaktivtät i.a. nur im negativen Zusammenhang erfahren (z.B. Nachrichten, Tschernobyl, Diskussion um Handystrahlung), somit kann man den Leuten ihre (u.U. extreme) Angst ja nicht mal verübeln.
Auch, daß die Diskussionen, z.B. um Kernenergienutzung, teilweise ideologische Züge annehmen, die einen sachlichen und rationalen Umgang mit dem Thema oft unmöglich machen, trägt nicht gerade dazu bei, einen radionalen Umgang mit diesem Thema zu fördern.