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Autor Thema: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich  (Gelesen 11007 mal)

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Arminius

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Hallo,

ich habe einige Fragen zu diesem Thema, da ich gerade meine ersten Versuche mit einer alten Spiegelreflex hinter mir habe und noch vieles im argen liegt. Gibt zwar schon diverse Postings zum Thema Fotografie, aber ein paar Fragen habe ich doch noch (vor allem an diejenigen, die noch mit analoger Technik fotografieren).

Zusätzlich stelle ich mal noch ein paar von den ersten Fotos ein und hoffe auf reichlich Kritik von euch, da ich Anregungen zur Verbesserung brauche und "ihr alten Hasen" vermutlich schnell meine Fehler erkennt.

Ich fotografiere mit einer Ricoh XR7, einem "Vivitar 2x Macro focusing teleconverter" und einem "Standardobjektiv" davor.  Ausgeleuchtet habe ich bisher mit einem einfachen Spotlight, was recht bescheuert ist... Habe mir nun erstmal zwei Halogen Spots besorgt und hoffe damit bessere Fotos zu bekommen. Zusätzlich habe ich noch einen kleinen Blitz, den ich oben auf der Kamera befestige.

Die Kamera habe ich auf ein kleines Tischstativ gepackt, um Verwackelungen vorzubeugen.
Ich habe einen günstigen Film benutzt (den hatte ich noch) und zwar: Fujicolor C200 (CA135)

Ich fotografiere bisher keine MM-Sachen, sondern ausschließlich Stufen mit Kristallen im +5mm Bereich.

So hier ein paar Fragen:

1. Da der Film ja für Tageslicht ausgelegt ist, habe ich nun einen Gelbstich. Ist es sinnvoller einen Film für Kunstlicht zu verwenden, oder kann ich besser einen Blaufilter zum Weißabgleich verwenden? Wenn Blaufilter, Muss ich da auf einen genauen Typ achten?

2. Bei den Versuche hat sich herausgestellt, dass der Blendenwert "11" am meisten Schärfe gebracht hat. Bei größeren Stufen (z.B. der Fluorit von der Clara) sind die Randbereiche dennoch sehr unscharf und es gibt nur einen kleinen Punkt, der wirklich scharf ist. liegt das am Macro-Objektiv, kann man solche Stufen besser ohne fotografieren???

3. Hat einer Erfahrung gesammelt, ob es z. B. etwas bringt, Mineralien nass bzw. feucht zu Fotografieren, um z. B. den Glanz besser hervorzubringe, bzw um Kontraste stärker zu machen? (Der Quarz auf der Glaskopfstufe sticht im Original total heraus, auf dem Foto ist er nur schwer zu erkennen)

4. Sollte ich den Abstand zwischen Objekt und Objektiv so groß wie möglich wählen, z. B. damit man mehr Schrfe erhält?

Sooo, das war es fürs erste mit meinen Fragen. Danke für eure Zeit dieses Thema zu lesen. Vielleicht kann ich mit euren Tipps ein bißchen Geld bei der Entwicklung sparen.


Danke und Gruß,
Armin

1. Millerit, Donnerkuhle (Größe der Nadeln:  ca. 3,5 - 4cm)

Arminius

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #1 am: 14 Sep 06, 16:52 »
2.  Quarz + Glaskopf, Piesberg (ca. 10 x 6 cm)

Arminius

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #2 am: 14 Sep 06, 16:54 »
3. Fluorit, Grube Clara (ca. 16 x 10 cm)

Arminius

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #3 am: 14 Sep 06, 16:57 »
4. Quarz, Frettberg (ca. 7 x 5 cm)

Arminius

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #4 am: 14 Sep 06, 16:57 »
5. Quarz (Schaumburger), Extertal, (ca. 1,2 cm groß)

Arminius

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #5 am: 14 Sep 06, 17:01 »
6. Quarz, Piesberg (ca. 14x 5,5 cm)
Hier habe ich z. B. keine Ahnung, wie ich die gesamte Fläche halbwegs scharf bekomme... :-(

Offline JHM

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #6 am: 14 Sep 06, 17:47 »
Hallo ,
also als erstes würde ich mal den Blitz ausmachen .
Ich fotografiere nur Digital (So wie die meisten anderen hier wohl auch) ,
Also hab ich keine Ahnung was den Film betrifft.

zu Frage 4 : Also das ist immer so eine gradwanderung , wen du weiter weggehst wird das ganze natürlich schärfer , aber beim zuschneiden dan auch wieder "Pixelig" .
ich würde mir auch noch ein schönen Stoff Hintergrund besorgen , und das dan alles auf eine Art Ständer Montieren , damit Man wirklich nur die Stufe sieht .

Hoffe dir geholfen zu haben .
 
Jan-Henrik

Offline thannator

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #7 am: 14 Sep 06, 20:02 »
1. Da der Film ja für Tageslicht ausgelegt ist, habe ich nun einen Gelbstich. Ist es sinnvoller einen Film für Kunstlicht zu verwenden, oder kann ich besser einen Blaufilter zum Weißabgleich verwenden? Wenn Blaufilter, Muss ich da auf einen genauen Typ achten?

3. Hat einer Erfahrung gesammelt, ob es z. B. etwas bringt, Mineralien nass bzw. feucht zu Fotografieren, um z. B. den Glanz besser hervorzubringe, bzw um Kontraste stärker zu machen? (Der Quarz auf der Glaskopfstufe sticht im Original total heraus, auf dem Foto ist er nur schwer zu erkennen)

ich kenne mich mit blaufiltern nicht aus, doch kann ich mir vorstellen dass wie mit vielen anderen filtern auch (welche farbe auch immer) trotzdem vielleicht eine farbabweichung zu erkennen sein wird. mein tip wären weiße LED halogen strahler (ja, sowas gibt's, kostet aber 10€ das stück durchschnittlich) - die machen wirklich nur weisses licht, kein gelb oder so wie eine glühbirne, werden nicht warm, verbrauchen wenig strom etc. - aber relativ kostspielig im vergleich zu anderem

mineralien nass zu fotografieren kann etwas bringen, zum beispiel bei sachen wie labrador und so - kann man auf ebay lesen dass fast jeder verkäufer diese stufen feucht fotografiert wegen besserem glanz und kontrast etc - wie du gesagt hast. alle mineralien würde ich so allerdings nicht fotografieren da manches doch an sich schon genug glänzt und man probleme hat dass man bei manchen kristall'rasen' ständig kristalle hat auf denen das licht reflektiert wird.

hoffe da kann noch jemand anders was zu sagen  ;) (bin ich mir eigentlich sicher) ...

seb

Arminius

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #8 am: 15 Sep 06, 10:28 »
Hallo Jan-Henrik & Thannator,

vielen Dank für eure Antworten! Ich werde mir nachher erstmal mit Stoff und Ständer einen vernünftigen Hintergrund zusammenbasteln und mich um die LEDs kümmern (habe sie gestern im Baumarkt schon in der Hand gehabt, sie dann aber doch wieder zurückgelegt und die Halogenstrahler mitgenommen -> am falschen Ende gespart... :-() Und dann heißtes einfach weiter rumprobieren... das bringt vermutlich am meisten!

Gruß,
Armin

Offline Heinz

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #9 am: 15 Sep 06, 10:52 »
Hallo Armin,

siehe mal hier:
http://www.digitalfotos-online.de/fototisch.php

Gruß
Heinz

Offline berthold

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #10 am: 15 Sep 06, 11:01 »
Hallo,

Zitat
mein tip wären weiße LED halogen strahler (ja, sowas gibt's, kostet aber 10€ das stück durchschnittlich) - die machen wirklich nur weisses licht, kein gelb oder so wie eine glühbirne,

leider nicht richtig. Die LED's sind meilenweit von einer spektral mit natürlichem Sonnenlicht vergleichbaren Zusammensetzung entfernt. Schau doch mal  http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,9871.0.html hier die letzten Einträge an.

Im Gegensatz zu Glühlampenlicht (das sich näherungsweise wie ein schwarzer Strahler verhält) kann man die Farbfehler von LED's kaum durch Filter beheben (man kann ja kein Licht dazufiltern).

Gruß

Berthold

Offline Krizu

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #11 am: 15 Sep 06, 11:08 »
Hallo,

Berthold, du hast recht, aber:  ;)
Wenn du grüne LEDs (nicht gelbgrün) homogen
dazu gibst muesste es besser werden!

ABER  ;)
Die Mischung muss homogen sein!

MfG

Frank

Offline berthold

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #12 am: 15 Sep 06, 11:21 »
Hallo,

ja, wenn das so einfach wäre. Und dann muss man noch sagen, dass die "weißen" LES's (je nach Hersteller/Bauart) sehr unterschiedliche Spektren haben können. Ich war mal mit so einer preisgünstigen LED-Taschenlampe (Kopfleuchte) untertage. Schrecklich  :o Da sieht man nichts (farbig), wie im s/w-Film. Da ziehe ich jede herkömmliche Taschenlampe oder Karbid-Grubenlampe vor.

Es wäre doch schon mal eine Entwicklung wert: Eine Normlicht-LED.  ;)

Gruß

Berthold


Offline Krizu

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #13 am: 15 Sep 06, 12:09 »
Hallo,

so unterschiedlich sind die Spektren nicht.

Du hast einen massiven Peak im Blauen. entweder 455nm oder 470nm mit einer Breite von vielleicht 20nm. Das ist der (In,Ga)N p/n-Übergang in der LED. Rein zufällig liegt der auf der Wellenlänge einer Hg-Linie (465nm?) Somit sind die Leuchtstoffe der Leuchtstoffröhren nutzbar um aus blau gelb zu machen. Da gibt es aber nur wenige.  Man kann etwas mit dem Wirtskristall schieben und etwas mit der zugesetzten Seltenen Erde spielen. Aber es ist immer ein breites gelbes Etwas.

Was variieren kann, sind die Verhältnisse der Anteile. Aber prinzipiell sollte das Spektrum "gleich" sein.

MfG

Frank
(auf gute UV-LED und OLED wartend)

Offline aca

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Re: Mineralienfotos im Nahbereich bzw. Makrobereich
« Antwort #14 am: 15 Sep 06, 13:14 »
Hallo Arminius,

zu den Fragen:
1. Ich habe nur 2 mal probiert, Stufen im Kunstlicht zu fotografieren und das mit Blau-Filtern (Nikon FE mit Makro-Aufsatzlinsen). Das Ergebnis hat mich für die nächsten 2 Jahre kuriert (=keine weiteren Versuche, Mineralien zu knipsen). Eigentlich geht das nur bei Tageslicht oder entsprechenden Lampen und passendem Film. Die farbstichigen Bilder dann noch in den Rechner "farbneutral" und unter Beibehaltung der Dynamik des Films einzuscannen, ist schon eine Zen-Übung. Jetzt fotografiere ich digital, man sieht sofort, was man macht. Ist jetzt natürlich so ein Tip für Reiche. Man hängt ja an seiner alten Kamera.

Halogen-Leuchten sind gar nicht so schlecht. Wie von Berthold schon erwähnt, haben die ein halbwegs kontinuierliches Spektrum, so dass man eine Chance hat, per Weissabgleich oder Film/Filter-Auswahl die Farben zu korrigieren. Manche Amethyste und Fluorite kommen bei Kunstlicht dennoch ziemlich grau rüber, trotz Weissabgleich, und auch über eine Farbkorrektur am PC kann man da fast nichts machen. Da kann man dann nur das gute Stück zum Vergleich neben den Monitor legen und das Bild im PC korrekt "kolorieren". Ist elendig aufwändig, da gehen viele Stunden drauf. Habe ich bis jetzt nur 1 mal gemacht.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil von Halogenlampen oder Glühbirnen ist ihre Trägheit. Eine Neonröhre z.B. geht fast vollständig an und aus, 100 mal in der Sekunde (50 Herz = 50 mal positive + 50 mal negative Spannung). Ich habe das vor ein paar Jahren mit einem schnellen Photometer gemessen. Wenn man die Messergebnisse sieht, tun einem die Augen weh. Dieses 100Hz-Flackern kann man übrigens mit einem EEG noch im Gehirn messen. Röhrenmonitore (am PC) sind noch schlimmer, wobei ein Lichtbalken 75 mal in der Sekunde von oben nach unten über den Bildschirm huscht. Ich vermute mal, dass LEDs noch weniger träge sind als Neonröhren.

Was heisst das für's fotografieren? Wenn man mit 1/125 s Belichtungszeit manuell auf den Auslöser drückt, kann man das Auslösen unmöglich mit der Phase der Röhre/LED abstimmen. Die träge Belichtungsmessung der Kamera nimmt den Durchschnittswert der Helligkeit, aber ob die Lampe beim Auslösen gerade voll leuchtet (->überbelichtet) oder ausklingt (->unterbelichtet) oder "passend hell" ist, ist Glücksache. Glühbirnen flackern auch mit 100 Hz, aber die Helligkeit schwankt nur etwa 10-40%, und zwar näherungsweise sinusförmig. Halogenlampen haben wir damals nicht gemessen, ich tippe mal, dass sie etwas träger (=besser) sind als normale Glühbirnen.

Oder sind LEDs etwa träge (Frage an die Spezialisten)?

2. Meines Wissens ist es bei allen Objektiven so, dass die Abbildungseigenschaften im mittleren Blendenbereich (Blenden 8-16) am besten sind, obwohl ich die Theorie dahinter nicht mehr drauf habe. Wenn Du mit "Randbereich" den Rand des Fotos meinst, ist das eher ein mieses Objektiv bzw. eine miese Aufsatzlinse. Ich fotografiere kleine Stufen tendentiell mit Blende 22-32, weil mir die Tiefenschärfe wichtiger ist und ich den "David-Hamilton"-Effekt bei leichter Anpassung des Kontrastes nicht mehr wahrnehme. Wenn ich einen "Landschafteffekt" haben will, also mit deutlich abgesetztem Vorder- und Hintergrund und "Tiefe", gehe ich auf niedrigere Blenden.

3. Ich habe nur einmal -widerwillig- Erdbeerquarze "geölt" (Wasser verdunstet zu schnell), weil man sonst nicht durch die rauhe Oberfläche hätte sehen können. Aber die Kamera sieht auch nichts anderes als das Auge, deshalb gibt es eigentlich keinen Grund, nachzuhelfen.

4. Ich denke, das ist einigermassen egal für die Schärfe, ob man ran-geht oder ran-zoomt, ausser dass es deutliche perspektivische Änderungen gibt. Ich finde, es ist auch nicht immer schlimm, wenn nicht alles scharf ist. Ein verschwommener Hintergrund gibt dem Foto "Tiefe". Aber bei Makrofotos hilft nur "Blende 128" oder digitale Mehrebenenfotografie (dazu steht was im Lexikon).



Ansonsten mal eine Auflistung der Dinge, die bei mir eine wesentliche Verbesserung gebracht haben:

a. Das Stativ beschweren. Die Belichtungszeit bewegt sich bei mir oft zwischen 1/20 - 1/4 s, und dooferweise ist das auch die "Zeitkonstante" der durch die Bewegungen des Kamera-Spiegels ausgelösten Vibrationen von Kamera und Stativ. An meinem Stativ hängen ca. 15kg Gewichte. Bei Kameras, bei denen man den Spiegel vor dem Auslösen hochklappen kann, gibt's das Problem nicht.

b. Wichtig ist, dass die Lichtquellen im Verhältnis zur Grösse des Objektes weit entfernt sind.
Wenn man mit der Lampe zu nahe herangeht, dann sind die verschiedenen Bereiche des Minerals unterschiedlich stark ausgeleuchtet, was sich post-hoc nur selten und mit gehörigem Arbeitsaufwand korrigieren lässt.

c. Zentral montierte Schalter für alle Lichtquellen, damit man die einzelnen Lampen leicht an- und ausschalten kann, während man durch das Okkular blickt. Ist nur eine Arbeitserleichterung, aber so schaffe ich im Schnitt 2-3 Stufen pro Stunde.

d. Punktförmige Lichtquellen sind so eine Sache. Wenn man eine ebene, glänzende Kristallfläche darstellen will, gibt es bei einer punktförmigen Lichtquelle vereinfacht gesagt nur 2 Arten von Reflexen: a) gar kein Reflex b) eine knallhelle Lampe, wenn man es geschickt anstellt, kann man auf dem Kristall nachher den Glühfaden sehen. Was man eigentlich will, sind unterschiedlich hell reflektierende Kristallflächen, bei denen sich die einzelnen Flächen gegeneinander abzeichnen. Also wird man das Licht durch einen Diffusor schicken (Reflektoren sind meist nicht hell genug). Meine letzte Variante ist Butterbrotpapier, das in schwarze Pappkegeln gerahmt vor Halogen-Spotlights montiert ist. Die Spotlights sind in etwa 40-70cm lange Schwanenhals-Mikrofonträger einmontiert, so dass man die insgesamt 4 Lichtquellen unabhängig voneinander ausrichten kann. Den Diffusor kann ich abnehmen, wenn ich mal eine punktförmige Lichtquelle brauche. Alles Marke Superbillig.

Meine "privaten" Faustregeln zum Ausleuchten:
Grosse Kristallflächen - diffuses Licht aus mehreren Quellen
Viele kleine Kristallflächen (glitzern) - diffuses Licht für die Gesamtausleuchtung, 1-2 punktförmige Lichtquellen aus grösserer Distanz für's Glitzern.
Rauhe Flächen - diffuses Licht
Glatte Oberflächen mit Wachsglanz - punktförmige Lichtquelle (mit diffusem Licht sieht z.B. Chalcedon sehr seltsam aus)
mugelig geschliffenes mit Glasglanz - punktförmiges Licht von schräg vorne, schwaches diffuses Licht von hinten.
metallische Oberflächen - diffuses Licht aus mehreren Quellen.

Ist alles nicht in Stein gemeisselt.

Gruss
Amir

 

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