Hi,
autsch ... das mit den LEDs bei Gleichspannung ... o.k. , Flackern ist nicht...
Da habe ich ziemlich viel Grips für ein Problem verschwendet, das es gar nicht gibt.
Ich sollte es mal in der Politik versuchen.
<offtopic>
Zum Flickern/Flackern und dem EEG:
Ich kann nur sagen, was ich über das Fotometer auf dem Oszi gesehen habe,
und das war eine ziemlich üble "Sägezahn-Welle" (steil ansteigend, exponentiell abfallend),
ging nicht bis auf Null runter, aber ich meine mich an Werte um 5-20% der maximalen Helligkeit
erinnern zu können.
Der Monitor wird zwischendurch wirklich fast schwarz, Resthelligkeit < 1%.
Wir wollten das auch erst nicht glauben.
Auf
http://hereinspaziert.de habe ich nur eine Refernz auf 130/260 Hz-Betrieb gefunden,
das ist tatsächlich jenseits von Gut und Böse.
Wie "schnell" so ein EEG ist, hängt davon ab, wie "nah" man an die Signalquelle heranrückt.
Das Überwiegen niedriger Frequenzen bis ca. 200 Hz mit Peaks an verschiedenen Stellen im Spektrum
hängt mehr damit zusammen, dass man die Spannungsänderungen grösserer Bereiche des Gehirns misst
und dabei die Aktivität vieler Nervenzellen mittelt.
Die Nervenzellen selbst tauschen Signale über kurze lokale Spannungsänderungen von ca. 0.5-1 ms Dauer aus.
Das mit dem EEG liess sich damals leicht überprüfen:
Augen zu, 100 Hz Modulation weg. Die Netzhaut des Auges selbst ist auch polarisiert,
da muss man aufpassen, dass man nicht auf diese Polarisation "reinfällt".
Der Proband war natürlich elektrisch gut abgeschirmt und geerdet.
Wie sehr die elektromagnetischen Streuungen bei der Messung eine Rolle spielen,
hängt davon ab, wo die Referenzelektrode steckt. Wenn man z.B. eine Elektrode an die Stirn pappt und die
andere an die Wasserleitung (gegen Erde messen), wird man die Einstreungen gut messen können.
Ist die Referenzelektrode woanders auf dem Schädel, hängt es vom Abstand der Elektroden ab und davon, in welcher Richtung die Einstreungen durch den Kopf "laufen" und ob dieser so polarisiert wird, dass man dies über die Elektroden messen kann.
Wenn man lokale Spannungsánderungen messen will und die Referenzelektrode ist in der Nähe der Messelektrode, dann sollten einen 100 Hz Signale schon stutzig machen.
Es gibt auch schon Veröffentlichungen zu dem Thema, man hat eine relativ genaue Vorstellung davon,
wie gut diverse Hirnareale so ein Flickern wegfiltern: wenn ich das noch Recht in Erinnerung habe,
macht die Netzhaut 200 Hz noch mit Links mit, im Thalamus geht es ca. bis 150 Hz
(der Thalamus ist wesentlich an der "Generierung des EEGs" beteiligt) und in der Hirnrinde ist
im "Eingangsareal" etwa bei 120-150 Hz Schluss. Wenn wir mit den Ohren sehen würden,
wären LSR tatsächlich "nervtötend", weil die Nervenzellen in der Hör-Hirnrinde Signalmodulationen
von mehreren Hundert Hertz folgen können.
Hier eine Referenz:
Vision Res. 1984;24(9):943-8.
Fluorescent tube light evokes flicker responses in visual neurons.
Eysel UT, Burandt U.
Eigentlich sind Neonröhren super, wenn man sie nur paarweise und phasenversetzt triggern würde.
</offtopic>
Zum Knipsen wären Neonröhren dann natürlich immer noch nicht geeignet.
Gruss
Amir