Heute bin ich beim schmökern in meiner alten Literatur auf folgenden Bericht gestoßen:
Zur Warnung für Mineralien-Sammler
Die Steinschleifer in Oberstein und Idar an der Nahe übten schon lange die Kunst, einheimische "Karniole" durch kochen in Schwefelsäure in ihrer Farbe so zu steigern, daß sie von den schönsten arabischen und Surinamischen nicht zu unterscheiden waren. Jetzt wissen Sie auch auf künstlichem Wege fast durchsichtigen Kalzedon in den schönsten milchweissen zu verwandeln. Auf gleiche Weiße haben wir andern auf das prachvolle zitronengelb gefärbt gesehen, und ursprünglich lichtgraue Streifen in sogenannten Onyxen verstehen sie das reinste schwarz zu verwandeln. Demjenigen, der hiervon nicht unterrichtet ist, kann es gar nicht einfallen, solche Steinfärbungen für künstliche anzusehen. Obgleich die Steinschleifer kein Geheimnis daraus machen, daß sie in dieser Art Farben in den Steinen hervorzurufen, so können doch Sammler sehr leicht durch die dritte Hand mit solchen gefärbten Steinen betrogen werden.

Und das ganze zu lesen im dritten Band
"Das Gebirge in Rheinland-Westphalen nach mineralogischem und chemischem Bezuge.
Herausgegeben von Dr. Jakob Nöggerath im Jahre 1824
Gruß loparit