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Autor Thema: Achat aus St. Egidien  (Gelesen 38056 mal)

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Offline Mineralroli

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Re: St. Edigien Achate
« Antwort #15 am: 20 Jul 08, 12:09 »
Weitere und ähnliche Achate dieses Typs findet Ihr im Lexikon unter:
- Rüsdorfer Wald
   und
- Kuhschnappel
« Letzte Änderung: 20 Jul 08, 19:36 von Mineralroli »

Offline Gerhard

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Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #16 am: 12 Apr 09, 16:26 »
Solche Kugeln sind oder waren nicht oft aufzufinden. Es ist hier eine Kugel getrennt und gegeneinander
verschoben worden. In diese entstandene Kluft drang SiO2 reiches Material ein und so wurde die
Kugel wieder verkittet
Es gibt noch andere Rhyolithkugelvariatäten wie------
Achatemulsionen
Achattrume
Kugeln gefüllt mit Kaolinit----  erdigen Eisenhydrid ---- gemeinsames auftreten von Jaspis und Achat
grüner und rotbrauner Jaspis
Belegbilder darüber zu einem späteren Zeitpunkt
Kugelgröße 14 mal 9 cm

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #17 am: 19 Apr 09, 19:16 »
Hier sind sie, die angekündigten Belegstücke
Achat emulsion

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #18 am: 19 Apr 09, 19:18 »
Achattrum

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #19 am: 19 Apr 09, 19:21 »
gemeinsames auftreten von Jaspis und Achat

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #20 am: 19 Apr 09, 19:23 »
erdiger Eisenhydrid mit Achat

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #21 am: 19 Apr 09, 19:37 »
Kugel --hohl mit Ablagerungen von Kaolin
« Letzte Änderung: 19 Apr 09, 19:59 von Hg »

Offline berthold

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #22 am: 19 Apr 09, 19:43 »
Hallo,

interessante Stücke. Mit dem Titel komme ich allerdings nicht klar "Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel". Ich denke es sind tektonisch gebrochene Stücke die mit Quarz ausgeheilt sind. Einen "Magmaeinfluß" (wie sollte der aussehen?) nach der Bildung der Achate würde nach meinen Vorstellungen der Achatgenese in den zeitlichen Ablauf nicht reinpassen.

Gruß
Berthold  

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #23 am: 19 Apr 09, 19:49 »
Und dann gibt es noch die große Vielfalt von
gefüllten Kugeln mit Farben von blau --rot-- gelb und
allen Farbvarianten und Formen
zum Abschluss noch 3 Belegstücke mit kleinen Drusen

Gruß an Alle
Gerhard

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #24 am: 19 Apr 09, 20:17 »
Hallo Berthold
Es gibt zur Enstehung der Achate eigentlich viele Abhandlungen
---- von einer Eindringung in den Gasblasen mit wässrigen
Minerallösungen bis zu einer magmatisch beeinflussten
Bildung aus einer Schmelze. Das heißt, es gibt nicht nur eine
Theorie zur Enstehung der Achate und sie ist vielfältig.
Ich meine -- das mit Magmaeinfluss die Zeiträume zwischen
den einzelnen vulkanischen Eruptionen. Und so wurden
Kugeln getrennt und wieder verkittet. Der grüne Jaspis
ist ja eigentlich unter Druck verfestigte Asche, und läßt sich
auch sehr schlecht polieren. Ich habe noch Kugeln ,die voll
ständig zertümmert und wieder verkittet sind
Gruß Gerhard

Offline berthold

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #25 am: 19 Apr 09, 20:47 »
Hallo Gerhard,

ja, es gibt da recht viel Theorien - und noch mehr Spekulationen. Nur, es gibt auch wissenschaftliche Forschung und Untersuchungen zur Achatgenese. Allerdings kenne ich keine Theorie nach der Achate in einem Temperaturbereich über dem kristischen Punkt des Wassers (und den hätten wir bei Magma ja sicher) gebildet würden (wenn Du dazu Infos/Literatur hast: bitte Quellen nennen). Ich sehe auch keinen Anhaltspunkt bzw. Notwendigkeit durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel zu vermuten, schlichte Tektonik reicht ja auch.

Gruß
Berthold

Offline Gerhard

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #26 am: 19 Apr 09, 21:25 »
Hallo Berthold
Die bekannteste Theorie zur Entstehung der Achate ist doch die---- Achate enstehen in Gasblasen
in der erstarrenden Lava.( in basischen und sauren Laven)---- also basische Achate findet man
in Melaphyre--- saure Achate in Porphyre od Rhyolithe
Schon im späten Mittelalter wurden Untersuchungen durchgeführt von Collini
Im 20.JH dann Liesegang --- Blankenburg ---Fischer usw.
Ich lehne mich andie Theorie von Blankenburg (auch Werner),denn die Kugeln von St Egidien
sind sternförmig ausgefüllt---( saurer Magmatit des Rotliegendeen)
Literatur -----Achat von Blankenburg 1982  und 6 weitereDarlegungen.
auch in Aufschluss 42,  Seiten 275---- 282 von Lottner -Blankenburg
1991
Gerhard

Offline berthold

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Re: Durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel St. Egidien
« Antwort #27 am: 19 Apr 09, 22:14 »
Hallo Gerhard,

mal vorweg:

Zitat
Folgende Postulate sind das Ergebnis neuerer Achatentstehungsforschung:
1) Achate sind grundsätzlich sekundäre Füllungen von Gesteinshohlräumen.
2) Achate in Vulkaniten sind keine vulkanischen Produkte, sondern späte Bildungen in erkalteten Laven.
3) Achate entstehen ausschließlich im sogenannten "sedimentär-diagenetischen Druck-Temperatur-Bereich", dessen T-Obergrenze bei ca. 180-200 °C liegt. Sie bilden sich in vielen Fällen bei Temperaturen deutlich unter 180 °C.
4) Die Achatsubstanz - hauptsächlich Siliziumdioxyd - kann nur mittels wässriger Lösungen zum Achatbildungsort, d.h. in den Gesteinshohlraum transportiert worden sein.
5) Die Lösung muss eine relativ hohe Dichte (nahe 1g/cm³) besessen haben. Das heißt: gesättigter oder gar überhitzter Wasserdampf sind auszuschließen.
(Zitatquelle: http://www.horo-achate.de/entstehung/entstehung_de.shtml)

Auch wenn ich jetzt den Aufschluss-Artikel auf die Schnelle nicht gelesen habe, die Theorie von Blankenburg 1982 (Achate in den Rhyolithen seien umgewandelte Xenolithe saurer Sedimentgesteine) muss spätestens durch GÖTZE et al (2001) aber auch schon durch HAAKE & HOLZHEY (1989) als widerlegt gelten. Wissenschaftlich abgesichterte Temperaturen (Achatgenese) - auch St. Egidien - bewegen sich immer (deutlich) unter 250°C.

Gruß
Berthold

Offline Gerhard

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Ein blauer Atollachat von St.Egidien
« Antwort #28 am: 16 Jan 10, 20:08 »
Sie sollen eine Seltenheit sein,die blauen Achate aus der Umgebung von St.Egidien. Und ich habe
einen gefunden ,am ------.Das Fundstück hatte keine übliche Kugelform ,sondern es sah aus wie ein   Felsbruchstück, Ich habe dann diese Form herausgechliffen.
 .Bis auf einen Fehler sind die Ringe komplett
Mich würde noch interessieren,welche Minerallösungen diese blauen Farben hervorbringen,denn die
meisten Achate von St.Egidien haben eine rötliche Farbton.
Ich bin bestimmt nicht der einzigste, der einen blauen Achat hat. Also--dann zeigt mal Eure blauen
Achate von St.Egidien
Gruß Gerhard


 

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