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smoeller:
Hallo Stefan,
zu deinem Beispiel:
Monoklin ist das Kristallsystem, P21/n (übrigens richtig P21/n) ist die Raumgruppe (space group) und die letzten vier Werte die Gitterparameter. Dabei sind a, b, c die Längen der Achsen der Elementarzelle in Angström (1 Angström = 0,1 x 10-9 m). Der Winkel ß ist der monokline Winkel ungleich 90°.
Glück Auf!
Smoeller
Philip Blümner:
Mir ist da noch etwas aufgefallen. Die neue Edit-Funktion ist wirklich etwas Neues, aber ich finde es schade, dass die Bearbeitungssymbole nun nicht mehr gelten im Gegensatz zur klassischen Bearbeiten-Seite. Wenn ich bei der Paragenese 20 Mineralien eintragen darf, muss ich bei jedem per Hand die eckigen Klammern außenrum setzen. Soll eine neue Formel eingesetzt werden, darf ich um jede Zahl extra <sub></sub> bzw. <sup></sup> schreiben. :-\
Stefan:
@smoeller
Danke für die Aufklärung. Mich würde noch interessieren was wir in die restlichen Felder füllen. Mir geht es darum einen sauberen Aufbau hinzubekommen wo für jeden ersichtlich wird was wo hin gehört. Felder die wir nie füllen solten dabei eleminiert werden.
@slugslayer
Das ist mir auch schon negativ aufgefallen. Ich muss das noch einbauen, wird aber noch ein wenig dauern.
Danke für den Hinweis
Gruß Stefan
smoeller:
Hallo Stefan,
Unter Kristallsystem wird eingetragen, welchem der 7 Systeme (kubisch, tetragonal, hexagonal, trigonal, orthorhombisch, monoklin, triklin) das Mineral kristallisiert (dazu amorphe Mineralien (korrekt Mineraloide, denn Mineral an sich bezieht sich auf kristallisierte Substanzen) und das bei Raumtemperatur flüssige Quecksilber).
Kristallklasse (auch Punktgruppe genannt) bezeichnet die Gesamtheit der am makroskopisch ausgebildeten Kristall erkennbaren Symmetrieelemente (Spiegelung, Drehspiegelung, Drehachse, Inversion). Es gibt 32 Kristallklassen, die den 7 Kristallsystemen angehören).
Raumgruppe: Die Gesamtheit der am dreidimensional periodischen Kristallgitter beobachtbaren Symmetrieelemente. Zu den Punktsymmetrieelementen der Punktgruppe kommen hier noch Translationen hinzu. Diese Raumgruppenelemente sind am makroskopischen Kristall nicht sichtbar (auch nicht unter dem Mikroskop), lassen sich aber mittels Röntgenverfahren nachweisen. Der Großbuchstabe am Anfang des Raumgruppensymbols gibt den Strukturtyp an. P steht z.B. für primitiv, I für Innenzentriert. Es gibt 230 Raumgruppen.
Die Gitterparameter sind die Längen der Achsen der zugrundegelegten Elementarzelle (a,b,c) und die Winkel zwischen den Achsen (Alpha, Beta, Gamma). Bitte Winkel in Grad und Längen in Angström (1 Angström = 0,1 nm = 10-10m) angeben.
Kristallstruktur ist vielleicht gar nicht so nötig, kann aber bei einfachen Strukturen (Halit, CsCl, Rutil) ganz hilfreich sein. Wird aber schnell unüberschaubar, wenn es zu Silikaten geht. Bei seltenen Mineralen, die vor 20 Jahren entdeckt wurden, gibt es oft keine eindeutige Struktur, heute aber gehört eine Strukturlösung zur IMA-Anerkennung.
Habitus und Tracht schließlich beschreiben das äußere Erscheinungsbild eines Kristalls. Habitus meint dabei, ob ein Mineral tafelig, nadelig oder prismatisch ist, Tracht beschreibt die Anordnung und Verhältnisse der Flächen an einem Kristall.
Glück Auf!
Smoeller
Stefan:
@smoeller,
danke Dir für Deine Ausführungen. Hast Du zu Kristallstruktur und Kristallklasse evtl. ein Beispiel wie das angegeben wird?
@slugslyer
eine schlaflose Nacht weiter ist Dein Wunsch erhört worden und die Toolbar ist eingebaut.
Gruß Stefan
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