Gesteine / Rocks / Rocas > Vulkane, Erdbeben, Tektonik / Volcanos, Earthquakes, Tectonics
Beulungszentren
Erik:
Klingt für mich im Zusammenhang mit den "Förderschloten" nach 'nem Magmenherd der das Deckgebirge aufwölbte, ausdünnte und so jüngeren basaltischen Schmelzen Möglichkeiten zum Durchbruch verschaffte.
Gab es sowas nicht auch im Rheinischen Schiefergebirge?
Würde doch auch eher nach NO-Bayern passen als ein Salzdiapir? Wobei das im Prinzip grob gesehen schon der gleiche Mechanismus wäre..
edit: sowas hier http://www.springerlink.com/content/v13022j265p44x12/
Gruß, Erik
wolfilain:
--- Zitat von: berthold am 20 Nov 06, 21:59 ---PS: @wolfilain: Kein Übersetzungsfehler, die Muttersprache des Autors ist deutsch.
--- Ende Zitat ---
Den Text gibt es aber auch in Englisch und da kommt dann der von mir genannte sinn bei raus.
Du meinst doch den Text oder ?
--- Zitat ---Zusammenfassung Die germanotype Zerlegung setzt am Ende des Jura ein. Zeitpunkt, Häufigkeit und Intensität der wirksamen Phasen wechselt in den einzelnen Bereichen und erzeugt teilweise schwer entwirrbare Interferenzbilder von Beulungen und Brüchen. Der basaltische Vulkanismus reicht vom Miozän bis zum Plio-Pleistozän.
Förderschlote sind an vor-basaltisch geprägte Beulungszentren gebunden. Die Gänge verfüllen synbasaltische Raumangebote längs vorbasaltisch angelegten Kluftflächen. p]Die erschlossenen Förderzonen lassen aus Füllung und Verbandsverhältnissen den Ausräumungsprozeß als sukzessive mechanische Verdrängung rekonstruieren, ähnlich wie in der Uracher Alb.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat ---Abstract Germanotype orogenesis started in the end of the Jurassic. Regional units differ with time, frequency and effect of orogenetic phases. Some units show complex combinations of upfolding and faulting. Basaltic volcanism lasted from the miocene to the plio-pleistocene period.
Vents are connected with the centres of pre-basaltic upfolding. Dikes filled syn-basaltic tension-fissures using pre-basaltic joint planes.
Vents formed by an intrusive process of increasing mechanical emplacement just like the necks in the Swabian Alb.
--- Ende Zitat ---
gruß
;)
PS: Quelle: http://www.springerlink.com/content/m105004243h18400/
berthold:
Hallo wolfilain,
vielen Dank, ja genau der Text.
Die deutsche Zusammenfassung ggf. auch die englische Übersetzung (Abstract) schreibt doch der Autor selbst (so kenne ich das). Da gehe ich bei der Muttersprache des Autors schon vor der richtigen Wortwahl aus. ;)
Das was Frank (MM-Bär) aus "Murawski, Meyer: Geologisches Wörterbuch" schreibt, kann da schon irgendwie gemeint sein. Ich versuche mal den kompletten Artikel zu bekommen, mal sehen ob ich dann durchblicke...
Gruß
Berthold
smoeller:
Hallo,
Denke, dass hier Aufwölbungen gemeint sind, die durch das Eindringen heißen Magmas in die ausgedünnte Kruste entstanden.
Dabei führt die Ausdünnung der Kruste dazu, dass lokal Schmelzen gebildet werden, da heißes Material in flachere Regionen kommt (Dekompressionsschmelzen). Die dafür typischen Gesteine (Tephrite, Basanite, Karbonatite und Nephelinite) finden sich in den tertiären Vulkangebieten (Kaiserstuhl, Eifel, Urach, Hegau, Fichtelgebirge, Erzgebirge, Egergraben). Basalte treten hier kaum auf. Schmelzgrade liegen bei 0,1-1 %.
Solche Magmenkammern entstehen immer in Bereichen, in denen die Ausdünnung am stärksten ist, dass sind die angesprochenen "Beulungszentren".
Der Aufstieg nutzt hingegen die bereits vor der Intrusion angelegten Spaltensysteme.
Glück Auf!
Smoeller
berthold:
Hallo smoeller,
in dem Bereich, um den es hier geht - das SW-Ende des Egergrabens- treten die von Dir genannten typischen Gesteine (Tephrite, Basanite, Karbonatite und Nephelinite) nicht auf.
Unter "Beulungszentren" stelle ich mir (die Mitte von) Aufwölbungen vor, an der Oberfläche also salopp gesagt Hügel. Keine Ahnung ob diese Vorstellung richtig ist. Diese Aufwölbungen wären aber vorbasaltisch, d.h. zuerst die Aufwölbung, dann das Magma in den Aufstiegsspalten nach oben. Soweit gut. Jetzt sind aber (wenigstens einige) dieser vulkanischen Erscheinungen phreatomagmatisch, genauer vom Maar-Typ (Beispiel Parkstein). Und das passt mir irgendwie nicht so recht ins Bild: Ein Maar auf einer Aufwölbung oben ?
Gruß
Berthold
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