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2 merkwrdige Metallbrocken
uwe:
Wenn ich mir mein Magnetbruchstück so ansehe komme ich schon ins Grübeln, wie der Magnet hergestellt wurde. Die Kristalle entsprechen in ihrer Anordnung der Magnetform. Es sieht aus, als wäre das Metall in der Form kristallisiert. Das hätte aber dann eine Abkühlzeit von mehreren Jahren oder Jahrzehnten erfodert.
Ich bin kein Metallurge. Vielleicht ist der Guß im starken Magnetfeld erfolgt ???. Möglicherweise schaut ein Metallexperte mal in dieses Forum. Ich werden deshalb an anderer Stelle mal einen Hinweis auf dieses Thema anbringen. Diese Problematik ist eventuell auch mineralogisch interessant.
Glück Auf
Uwe
Asherlord:
@Uwe: die Kristallrichtung ist gut zu erkennen, es ist deutlich heller, die Farben stimmen nicht, aber:
;D kommt der Sache sehr nahe.
1. bei den verästelten "Kristallen" sieht es aus wie deine Probe, nur viel feiner (ca. nadel-dünn) und total durcheinander.
2. Es besitzt zwar keinen/kaum Eigenmagnetismus, aber Magnetprobe zeigt einen rundherum starken Eisengehalt, weit mehr als angenommen.
3. Beim Schlag mit Hammer gibts oft Funken.
Ich würds nun für metamorph überprägten Schiefer mit einer ebenso metamorph beeinflussten Erzlage halten, zumal auch deutlich Splitter abfliegen,wenn auch nicht direkt vom metallisch glänzenden Material.
Leider riecht es beim Anschlag nicht schwefelig oder so, wodurch man auf verwitterten Bornit tippen könnte. Auch läßt sich nicht sagen, ob das nun wirklich metalldurchsetzter Schiefer ist oder alles Metalle.
Aber es scheinen doch starke Härteunterschiede vorzuliegen.
Es könnt ebenso unreines Restmaterial einer natürlichen oder industriellen, vielleicht meteorischen Schmelze sein. Was es bestimmt nicht ist: ein durch Ablagerung oder langsame(re) Abkühlung entstandener Erzgang in natürlicher Erhaltung (Kristallgewirr).
uwe:
Also wenn es nicht magnetisch ist, dann kommt ja eine Verwandschaft mit meinem Magneten nicht in Frage. Funken ? na gut, wenn der Härteunterschied groß genug ist ist das auch bei einer eisenhaltigen Probe nicht unmöglich.
Was wir noch nicht berücksichtigt haben - woher stammen die Stücke eigentlich ? Hast Du eine Ahnung vom Fundort oder der Herkunft ?
Glück Auf
Uwe
Asherlord:
komplett fehlender Eigenmagnetismus konnte ich nicht mit ja oder nein beantworten.
Müsste mal Eisenspäne besorgen.
Die Probe ist bei weitem nicht nur Eisen, dafür fällt die Reaktion des Magneten zu schwach aus.
Vergleich: Stahlmesser so und Stahlmesser in Lederhülle. Kühlschrankmagnet hängt am Brocken so wie an Messer in Lederhülle, aber rundherum ziemlich gleichmäßig.
Diese Probe stammt aus einem Garten, für den keine Vorbebauung oder Nutzung bekannt ist. Untergrund ist eiszeitliches Geschiebe (bei Hamburg), das Ding läßt auch aufgrund seiner Kanten/Flächen vermuten, daß es länger einer Schiebebewegung ausgesetzt war und Teil eines größeren Stücks ist. Flüsse gabs in der Nähe nicht, Elbe ist viel weiter nördlich (bestimmt 20km), Abraumverbringung ist für die Gegend auch unbekannt.
Bei Probe 1 sieht es anders aus: nix genaues weiss man nich (absolut unbekannt, was und woher)
McSchuerf:
Also es gibt jedenfalls nicht viele magnetische Mineralien:
nur:
Magnetit,
Pyrrhotin (Magnetkies),
Eisen und Nickeleisen (terrestrisch und extraterrestrisch),
und ein paar weitere, wenige Mineralien
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