Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Erneut Bergbau im Erzgebirge ?

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uwe:
Im Leitartikel der Chemnitzer Freien Presse wurde heute berichtet, daß die Wismuttochter Wisutec in Pöhla die Möglichkeiten untersucht, die dort lagernden, reichen Wolframerze abzubauen. Wäre ja für die Region nicht schlecht, wird aber für die Sammler nichts bringen, da heute der Abraum gleich Untertage bleibt und als Versatz verwendet wird.

Was sagen die Bergbauexperten Geomüller und Bergmeister dazu ?

Glück Auf
Uwe

Bergmeister:
Glück Auf Uwe,

schon klar, nachdem hierzulande wegen Billigerzimporten alles dicht gemacht wurde sagt jetzt der Chinese: njet, Eigenbedarf! Der damaligen Kurzsichtigkeit verdankt man jetzt natürlich die Abhängigkeit gegenüber gelber Schlitzaugen. Aber was soll´s, Wisutec klingt ja schon mal besser als diverse Interessenten aus dem Ösiland  ;D. Währe ja auch wirklich saudumm eine Lagerstätte im eigenen Land von Ausländern auszubeuten - erinnert mich irgendwie an die Entwicklungsländer  >:(. Auch im Vogtland, speziell die Fluoritgrube Schönbrunn und die Barytgrube Brunndöbra betreffend, soll der Bergbau aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Wie Du richtig bemerkt hast ist durch die heutigen Abbaumethoden leider mit keinen Funden mehr zu rechnen. Bei Schönbrunn soll der Fluorit als Granulat gewonnen werden. Entstandene Hohlräume werden gleich versetzt.

Grüße

Bergmeister

geomueller:

--- Zitat von: Bergmeister am 30 Nov 06, 19:44 ---schon klar, nachdem hierzulande wegen Billigerzimporten alles dicht gemacht wurde sagt jetzt der Chinese: njet, Eigenbedarf! Der damaligen Kurzsichtigkeit verdankt man jetzt natürlich die Abhängigkeit gegenüber gelber Schlitzaugen. Aber was soll´s, Wisutec klingt ja schon mal besser als diverse Interessenten aus dem Ösiland.
Bergmeister

--- Ende Zitat ---

Hallo,

17 Jahre nach der politischen Wende sollte eigentlich jeder begriffen haben das jeglicher Erzbergau in der DDR unrentabel war und nur aus Devisenmangel oder auf Grund von Boykotten durchgeführt wurde um den Eigenbedarf zu decken, also was hätte man da in Marktwirtschaftszeiten wie erhalten sollen. Der Bergbau war mit das erste was nach der Wende dicht gemacht wurde. Das hat nichts mit Kurzsichtigkeit sondern mit logischer Konsequenz zu tut. Und es gibt auch nicht "diverse Interessenten aus dem Ösiland" sondern einen.

Also Bergmeister, ich kann dir nur wiederholt sagen dich erst mal genau zu erkundigen bevor du hier irgend welchen Senf zum besten gibst.

Übrigens die Flussspatgrube sollte nach der Wende privat geführt weiter betrieben werden, aber es hat sich eben zu dieser Zeit nicht gelohnt!

Gruß Jürgen

Bergmeister:
Ruhig blut, Wismutkumpel,

logo waren die Bergbaubetriebe der ehemaligen DDR unrentabel doch deswegen gleich alles dicht machen und absaufen lassen? Die Steinkohle wird schließlich auch subventioniert. Und überhaupt, in ein paar Jahren wird es soweit gekommen sein das irgendwelche ausländischen Unternehmen noch die Restkrümel des Uranerzes bei uns abbauen werden.

Thema Flußspatgrube: da gab es eh mehrere Varianten bis hin zum Freizeitpark, um das austretende Thermalwasser zu nutzen.

Thema Erzräuber aus dem Ösiland: ob mehrere oder nur ein Interessent - mir doch egal!

Thema Senf: welchen bevorzugst Du? Esina oder Bautzner?  ;D

loismin:
Hallo Bergmeister.

So ausländerfeindliche Parolen wie Schlitzaugen und Ösis höre ich zumindest
nicht gerne ,egal wo das geschrieben wird und von wem.
Auch Du solltest froh sein wenn sich Geldgeber finden die im Osten Deutschlands finanzieren und Arbeitsplätze schaffen.
Woher in der Welt die kommen ist heutzutage auch schon egal.

Gruß
Loismin

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