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Autor Thema: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?  (Gelesen 9231 mal)

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Ingo Löffler

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #15 am: 27 Jan 07, 22:45 »
Hallo Loismin,
das ist mal ehrlich eine Diskussion die mir Spaß macht auch wenn wir sicher ganz gegensätzlicher Meinung sind.
Unsere Energieversorger sind Unternehmen die Gewinne machen müssen,um so mehr um so besser.Forschung und Entwicklung gibt es nicht für Null.Das schmälert aber nun mal den Gewinn.
Chinas Wirtschaftswunder basiert nicht auf unseren Vorstellungen von Freiheit und Demokratie es ist auch keine Marktwirtschaft aber es funktioniert bestens.Man braucht keine Marktwirtschaft um voran zu kommen,siehe China.
Nicht die Wirtschaft ist die Triebfeder des Aufschwunges sondern die Gesellschaft,da ist die Wirtschaft nur ein Teil davon.
Und unsere Zukunft besteht nun mal aus Vergangenheit und Gegenwart,deshalb wiederholt sich ja die Geschichte der Zivilisation immer wieder.Es werden halt immer wieder die gleichen Fehler gemacht,man lernt halt nicht daraus.Manchmal ist ein Blick zurück doch gar nicht so schlecht um in der Zukunft das richtige zu machen.
Jedes Land auf der Erde orientiert sich nach oben,außer Deutschland hier orientiert man sich nach unten,man möchte halt mit den Billiglohnländern mithalten.Und siehe AEG das geht mal in die Hose.
Aber nicht des so Trotz,es ist einfach schade um die Leute und den Bergbaustandort Deutschland.

Gruß und auch gute Nacht
Calciteminer

Offline loismin

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #16 am: 28 Jan 07, 08:39 »
Hallo.

Guten Morgen.
Nun wir haben sicherlich ganz unterschiedliche Meinungen.
Und ich möchte auf keinen Fall ein kommunistisches System haben das hat man ja gesehen daß das auch nicht funktioniert.
Wenn ich auch mit unserer freien Marktwirtschaft nicht ganz glücklich bin.
Etwas dazwischen wäre wahrscheinlich besser.
Übrigens kann ich dir in Bezug auf China nicht recht geben, der Wirtschaftsaufschwung dort ist eben
nur dadurch entstanden daß sie freies Unternehmertum zugelassen haben und diese Idee
jetzt nutzen.
Aber wirst sehen sobald dort die Löhne zu steigen beginnen haben die das selbe Problem.
Außerdem könnte das mit den sozialen Unterschieden im Land ( der Aufschwung betrifft ja nur 10 % der
Einwohner) sehr bald große Probleme geben.
Ich bin überzeugt wenn der Preis für Energie und Rohstoffe weiter steigt wird in Europa auch wieder der
Bergbau eine Zukunft haben wenn auch nur eng begrenzt da leider unsere Resourcen in der Vergangenheit
ziemlich verbraucht wurden.
Wie gesagt schade für die Leute und ich wünsche allen die betroffen sind daß  sie wenigstens durch
Sozialprogramme oder andere Arbeitsplätze in der Region eine Chance haben.
Gruß
Loismin

Ingo Löffler

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #17 am: 29 Jan 07, 11:11 »
Na sie habens geschafft,das Ende ist beschlossen.Ob es wirklich sozialverträglich abläuft,das glaube ich nicht.Es waren ja auch mal unsere Luxuspolitiker die vom sozialverträglichen Ableben gesprochen haben wo es um die Renten ging.Das wichtigste ist das der Laden (RAG) an die Börse kommt,diesetwegen muß eine Region sterben.Aber vieleicht machen sie dann dort auch einen auf Tourismus wie so mitlerweile die meisten Regionen in Deutschland.Wenn nichts mehr geht die Touris kommen ja in Herrscharen und schleppen Geld ins Land,so ist zumindestens die vorstellung unsere Luxuspolitiker.

http://news.de.msn.com/Article.aspx?cp-documentid=2698087

Gruß Calciteminer

Offline TT-PP

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #18 am: 29 Jan 07, 19:25 »
Hallo,

ich habe heute im Fernsehen einen Beitrag dazu gesehen.
Deutschland zahlt im Jahr 2,5 Milliarden € Subventionen ( :o!!!) für die Steinkohleförderung. Außerdem werden sowieso 60% importiert, wieso also nicht noch die letzten 40% auch???
Weil alle noch unabhängig bleiben wollen???
Außerdem ist der Import für gleichwertige Kohle aus anderen Ländern 3 mal so billig!!!!!

Fazit:
Ein einziges Verlustgeschäft. jedoch müssen bei einer Eintstellung des Steinkohlebergbaus einige neue Arbeitsplätze geschaffen werden! Das ist aber auch der für mich einzig offensichtliche Haken.

Gruß
peter paul
« Letzte Änderung: 29 Jan 07, 19:35 von TT-PP »

Offline berthold

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #19 am: 29 Jan 07, 19:32 »
Hallo,

das war überfällig. Wenn man überlegt, jeder Arbeitsplatz hat so um die 5000 Euro im Monat Subventionen gekostet  ??? Wenn ich in meiner Firma so wirtschaften würde....

Gruß
Berthold

Offline kraukl

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #20 am: 29 Jan 07, 21:29 »
Hallo,
ich will mich hier gar nicht großartig auslassen und mit Argumenten um mich werfen.
Das Hauptargument für das Aus des Deutschen Steinkohlebergbaus wurde und wird
von der Politik und den Medien auf die Subventionen gelenkt.
Für Leute die sich nicht weiter für "andere Subventionen" interessieren, sind 2,5 Milliarden
natürlich sehr viel und schnell machen diese Ausgaben zu ihrem Argument.
Aber jeder, der diese Subventionen als sein Hauptargument für das Aus des Deutschen
Steinkohlebergbaus betrachtet, sollte sich mal über die anderen Subventionen schlau machen!
Beispiel:
http://www.mehr-freiheit.de/faq/subvent.html#k8

Ob ein weiterer Abbau für die Zukunft sinnvoll ist, darüber lässt sich wirklich streiten, hier gibt es jede
Menge Für und Wider aber für mich sind die Subventionen kein Argument !

Glückauf
Klaus

Offline TT-PP

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #21 am: 30 Jan 07, 07:53 »
Hallo Klaus,
du schreibst jetzt hier, dass die Subventionen nicht als Hauptargument genommen werden sollten. ??? ??? ???
Dann nenne doch ein anderes Argument.
Ich meine, jeder Steuerzahler muss jährlich dafür zahlen das in Deutschland Steinkohle abgebaut wird.
Dieser Vorgang wird dann von unseren Politikern Subventionen genannt.
Deutschland ist momentan sowieso nicht auf dem Wirtschaftshöhepunkt, weswegen das einzige ist was zählt: Sparen, Sparen, Sparen!!!
Und so ein Steinkohleabbau, der im Jahr 2,5 Milliarden € von unseren Steuern verschlingt sollte doch nicht mehr erhalten bleiben...

Tut mir leid, aber ich komme auf keinen anderen Grund!

Gruß
peter paul

Offline berthold

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #22 am: 30 Jan 07, 09:00 »
Hallo Klaus,

der von Dir angegebene Link auf der Seite von Adolf Rasch enthält so viele unhaltbare Behauptungen, da verblasst ja jedes Stammtischgeschwätz. So behauptet der gute Mann z.B. das Waldsterben sei eine Erfindung der Grünen. Oder er ist für die Freigabe von Drogen - Zitat: "Die Nachteile des Drogenverbotes sind offensichtlich". Globale Erwärmung, Treibhausgase usw. alles seien politisch bedingte Fehlaussagen...

Und was der Mann zu Subventionen sagt, ähem, nee, ich glaube der rechnet die Bildungsausgaben auch als Subventionen dummer Schüler. Sicher kann man auf dem Bereich der Subventionen Einsparungen machen, ich denke etwa an die Landwirtschaft, aber sooo einfach ist es nicht.

Nochmal, der sanfte Ausstieg aus dem ja wirklich unwirtschaftlichen Steinkohlenbergbau war überfällig. Staaliche Aufgaben (Kunst, Kultur ...) als vergleichbare oder höhere Subventionen zu rechnen, nein, das ist weder richtig noch angebracht.

Gruß
Berthold

Offline Krizu

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #23 am: 30 Jan 07, 09:01 »
Hallo,

eigentlich wollte ich mich bedeckt halten, aber denkt Ihr auch mal an die Folgen des Bergbaus?
Raum Kamp-Lintfort: Bergsenkungen bis die Hallen komplett verzogen waren. Die eine Seite hatte ca 2% bis 3% Gefälle. Problem. Die Maschine war mit 20µm/m spezifiziert. Oder die Rohrleitungen die zwischen den Wänden geschert wurden... Natürlich fraglich ob es der Bergbau war! Ich habe die Stelle dann gewechselt.

Zweiter Fall:
Erweiterung eines Tagebaues, bekannt aus Funk und Fernsehen. Auf einmal sackte, nachdem die Ringleitung verlegt worden war, die Eingangstreppe vom Haus ab, beim Nachbarn der Anbau. Klar, Braunkohle macht keine Bergschäden. Komisch nur, dass im ganzen Dorf die Treppen abrissen. Als mein Sohn beim Spielen auf einem öffentlichen Weg bis zur Taille in einem nicht gut verdichtetem Loch der Ringleitung bis zur Taille im Schlamm versank steigerte das meine Meinung über den Bergbau nicht unbedingt.

Also meine Meinung:
Es treten soviele Begleitschäden in einem dichtbesiedelten Land auf, zusammen mit der Subvention ist das ein Milliardengrab. Das Geld in Forschung und Lehre investiert, haben wir bald wieder Knowhow im eigenen Land.

MfG

Frank



Offline kraukl

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #24 am: 30 Jan 07, 09:49 »
Hallo,
@TT-PP: genau das meine ich, du hörst die Zahl 2,5 Milliarden € und für dich ich das der Grund.
Es gibt viel mehr Betriebe und Bereiche, die mehr Subv. bekommen, willst du die auch alle streichen?
Außerdem ist mein Anliegen hier nur auf die anderen Subventionen hinzuweisen und nicht irgendeinen
Grund aufzuzeigen warum oder warum nicht das Aus für die DSK ausgesprochen werden soll.
Wie gesagt, es gibt genug Gründe für, aber auch gegen den Ausstieg.

@Berthold: natürlich hast du Recht, es war nicht gerade der beste Link, ich hatte gestern abend
Probleme mit dem Atlas, wollte eigentlich den Link zur DSK und deren Statistik anhängen, hatte aber
plötzlich keine Verbindung mehr.
Hier mal der Link der DSK:
http://www.deutsche-steinkohle.de/content.php?id=819

@Krizu: auch du hast natürlich Recht, wie gesagt es gibt genug Gründe.....

Glückauf
Klaus

Ingo Löffler

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #25 am: 30 Jan 07, 17:43 »
Hallo zusammen,
das subventionsvolumen des Steinkohlebergbaus machte gerade mal 2% aus!!!!Es geht nur darum das Unternehmen an die Börse zu bringen und da dürfen halt keine abhängigkeiten bestehen.Es ist also ein reiner Eigennutz der Verantwortlichen und das da so Argumentirt wir wie es momentan gemacht wird,das hat schließlich System.Um die Deutsche Bevölkerung auf Krieg einzustimmen wurden auch viele Register damals gezogen,aber allen voran war die Lüge.Wenn man Subventionen streicht dann soll man alle streichen,das währe dann Marktwirtschaftlich und auch gerecht.Nur was dann passiert kann man sich denken.Und die,die auf die Steinkohlesubventionen schimpfen sollten doch mal überlegen ob sie nicht zufällig auch indirekt von irgenwelchen Staatlichen zuschüssen abhängig sind.Eine vieleicht interressante seite habe ich mal gerade auf die schnelle ergoogelt..
http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-55581.html
Und was Bergschäden betrifft,dagegen gibt es ein einigermaßen gutes Mittel,arbeiten mit Versatz.Im Bergbau bei Ronnburg wurde sogar mit stehenden Versatz gearbeitet,wo ein Wille ist,ist schließlich auch ein Gebüsch.Aber die sogenannten Kosten sprechen dann immer wieder gegen ein Nachhaltigen Bergbau.

Gruß Calciteminer

Dongo

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Re: Deutscher Steinkohlebergbau 2018 zu Ende?
« Antwort #26 am: 30 Jan 07, 20:17 »
Hallo an Alle ,

wenn ich bedenke wieviel Steuergelder ein  jedes Jahr "zum Fenster herausgeworfen werden " bin ich der Meinung das mit diesen Subventionen u.U. auch etwas für spätere Generationen getan werden könnte .
Wir sollten es uns nicht leisten auch aus dieser Technolgie vollständig auszusteigen , in Anbetracht unserer ,heute wohl unrentabler,
Kohlenvorräte sollten wir zumindest einenMindestabbau aufrecht erhalten .
Wenn der Energiehunger der aufstrebenden Ostasiatischen Staaten so weitergeht ,wer weiß vielleicht bekommt der Ausdruck Schwarzes Gold nicht wieder eine grosse Bedeutung .
Wir haben gesehen was mit Stahl passiert ist . Unsere größten Kokereien haben wir nach China verramscht .
Und heute wären wir froh den Koks für die Stahlproduktion nicht importieren zu müssen .Er ist verdammt teuer geworden .
Also bitte nicht alle Schächte komplett fluten usw. usw. -
Wir sollten uns Optionen für eine momentan nicht vorhersagbare Zukunft aufrechterhalten
Man kann übrigen auch viele andere Sachen mit Kohle machen ausser sie zu verbrennen .
es grüßt
J. Müller

 

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