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Autor Thema: Borkarbid  (Gelesen 4115 mal)

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Isarkiesel

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Borkarbid
« am: 30 Jan 07, 20:34 »
Hallo,

eine Frage zu Material für das Steineschleifen: Seit einiger Zeit suche ich verzweifelt eine Bezugsquelle für Borkarbid-Schleifpulver. Die gängigen Bezugsquellen kennen offenbar nur Siliciumkarbid. Kann mir jemand einen Tipp geben?

Danke im Voraus ;D

Holger

Offline Krizu

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Re: Borkarbid
« Antwort #1 am: 30 Jan 07, 20:54 »
Hallo,

darf ich fragen warum es Borcarbid sein muss?

Fa. Logitech in Willich hat es bestimmt!

MfG

Frank

Offline joachimotto

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Re: Borkarbid
« Antwort #2 am: 30 Jan 07, 21:27 »
Ich glaube Wolframcarbid ist noch härter:-)

Offline Krizu

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Re: Borkarbid
« Antwort #3 am: 31 Jan 07, 08:48 »
Hallo,

der Staub vom WC zerfrisst dir laut Wikipedia die Lunge.

Schön ist:
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/inhalt/jg2003/hartstof.pdf

Der einzige Zahlenwert zu WC ist HV10 = 2700.
http://www.nanomat.de/datenblaetter/1299.htm

Wenn ich das Dimensionsgeduddel nach Gefühlt mache, ist laut der Liste in der ersten Quelle WC so hart wie SiC oder TiC.

Neben der Härte kommt es auch auf das Schleifverhalten an. SiC hat ein komplett anderes Schleifbild als Korund als Diamant. Wenn du die Kristalle unter dem Mikroskop, besser noch REM siehst, wird auch klar warum.

MFG

Frank




Isarkiesel

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Re: Borkarbid
« Antwort #4 am: 31 Jan 07, 09:59 »
Wolframcarbid. Auch schön, aber nicht das, was ich suche... ;D Und meine Lunge, naja, um die mache ich mir wenig Sorgen; erst recht nicht beim Naßschleifen ;D

Borcarbid = B4C, wenn ich meine Chemie noch richtig beherrsche.

Und warum? Weil es härter ist als Korund und SiC, aber billiger ist als Diamant ;D

Schöne Grüße,
Holger

Offline Krizu

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Re: Borkarbid
« Antwort #5 am: 31 Jan 07, 12:01 »
Hallo,

beim Schleifen kommt es nach meiner Erfahrung nicht nur auf die Härte an, das meinte ich mit Schnittverhalten.

Al2O3 als "rundes" korn rollt gut ab und gibt schöne Läppergebnisse.
SiC ist als Blättchen eher ein Kanten und rausbrechen, Dünnschliffe spalten da schon mal gerne.
Diamant auf Guss ist etwas anderes als Diamant auf Weichmetall.

Deshalb:
Was willst du Schleifen? Ich habe mit mit 2" Saphir geschliffen, da ging es nur mit Diamant. Viele Mineralien gehen sehr gut mit Granat.

Jeder Kristall/Stein hat sein eigenes Rezept, Ralf kann Dir da mehr erzählen.

MfG

Frank
(PS.: auch beim Naßschleifen fliegt genug eintrockendende Slurry rum).

Isarkiesel

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Re: Borkarbid
« Antwort #6 am: 31 Jan 07, 14:06 »
Hallo Frank,

zunächst danke für Deine Tipps. Was ich schleife, sind Dünnschliffe auf dem Gußeisenteller. SiC funktioniert, ist aber bei manchen Gesteinen (insbesondere metamorphen, die tw. doch recht harte "Klunker" enthalten) recht langsam. Der Hersteller der Maschine empfahl gebundene Diamantscheiben für diesen Zweck, aber - um ehrlich zu sein - ich weiß nicht genau, ob seinet- oder meinetwegen... ;D

Daher habe ich mich in der Literatur kundig gemacht und fand folgende Info: Außer SiC werden noch Diamant, Bornitrid und Borkarbid als härtere Schleifmittel empfohlen. Diamant und Bornitrid geben sich vom Preis her angeblich nichts; Borkarbid aber sei auch in größeren Mengen zumindest bezahlbar, wird also nicht nur in winzigen Spritzen und Tuben ausgeliefert. Nun, und da Probieren bekanntlich über Studieren geht, wollte ich das mal versuchen, fand aber keine kommerzielle Quelle.

Viele Grüße,
Holger

Offline Krizu

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Re: Borkarbid
« Antwort #7 am: 31 Jan 07, 14:43 »
Hallo,

Auf der Gußscheibe brauchst du relativ wenig Diamant (imho 0,5€ pro ct). Als Träger und zur Konditionierung Al2O3, etwas gröber.
Diamantquelle auf Anfrage per PN, welcher Hersteller ist es den (auch geren per PN)?

MfG

Frank

Offline caliastos

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Re: Borkarbid
« Antwort #8 am: 09 Feb 07, 13:49 »
bleib am besten bei sic. die härte von ca. 9,3 reicht völlig. daß metamorphite so schlecht zu schleifen sind liegt leider an den vielen zähen amphibolen und px. borcarbid ist nur unwesentlich härter. macht absolut keinen sinn. die schleifgeschwindigkeit hängt von wesentlich mehr faktoren als von härte ab. mit 0,2-0,3 härterem material wirst keinen spürbaren geschwindigkeitszuwachs merken.

 

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