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Ist das ein Original ?

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Hg:

--- Zitat von: joy am 13 Feb 07, 21:30 ---Ähm in Folie eingeschweißt habe ich nachträglich. Was ist daran falsch?

--- Ende Zitat ---
das wäre für mich so, wie wenn man von einer alten Briefmarke die Zähne ausreist oder die Gummierung ableckt.
Sorry, aber ein solches Etikett lässt man in seinem orginalen Zustand (meine Meinung; die Etiketten von 1887 - 1930 (?) lasse ich auch im Orginalzustand).
Dann eben nicht so oft herumfingern, dafür ist auch der Wert mit Sicherheit höher.
Gruß
Andreas

joy:
naja die kann man ja immer wieder aufschneiden und rausholen. Daher finde ich, dass man die besser darin aufbewahrt.
Langfristig bildet sich im Papier Schwefelsäure. In Vakuum (eingeschweißt) wahrscheinlich nicht/nicht so schnell.

Hg:

--- Zitat von: joy am 13 Feb 07, 21:48 ---Langfristig bildet sich im Papier Schwefelsäure. In Vakuum (eingeschweißt) wahrscheinlich nicht/nicht so schnell.

--- Ende Zitat ---
Häää  ???
Wer behauptet denn so etwas??
Papier vergilbt höchstens im Sonnenlicht (das hat aber gaaaanz andere Gründe und da hilft das Einschweißen auch nichts).
Mal angenommmen, rein theoretisch!!, Papier würde wirklich mit der Zeit Schwefelsäure freisetzen (was nicht passiert), wäre es doch kontraproduktiv, wenn das Papier mit der entstehenden Schwefelsäure zusammen eingeschweißt wäre  :P

joy:
Guck mal was Wiki dazu sagt:

Tintenfraß


"Tintenfraß heißt die durch die getrocknete Schreibflüssigkeit (Tinte) entstehende Zersetzung des Beschreibstoffes (Papier).


Besonders bekannt ist der Tintenfraß durch Beschädigung der Notenblätter Johann Sebastian Bachs. Vom Tintenfraß geschädigte Papiere sind vor allem durch die ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. verbreitete Eisengallustinte entstanden, wie sie auch Bach benutzte.

Das Sulfat-Ion der Eisengallustinte reagiert dabei über Jahrhunderte mit den Luftinhaltsstoffen (vor allem Wasser), wobei Schwefelsäure entsteht, welches die Papierfasern angreift, das Papier damit an Festigkeit verliert und im schlimmsten Fall vollkommen zerbröselt.

Ein Restaurierungsverfahren ist das Papierspaltverfahren" 

 ;)

Quelle: www.wikipedia.de



Oder hier
"Säure im Papier  ist ein bekanntes Problem der modernen Bibliotheken.       


Seit Beginn des 19.Jahrhunderts wurden zum Verleimen von Papier Harzsäuren und Alaune (Aluminiumsulfat) verwendet. Die Alaunbehandlung stellt zunächst ein neutrales Papier her. Allerdings befinden sich dann darin sowohl ungebundene- als auch freie SO4 -Ionen darin. Kommt nun Wasser hinzu (z.B. durch Luftfeuchtigkeit),  so bildet sich schädliche Schwefelsäure. "
 
Und zu wie viel % besteht die Luft du einatmest aus Wasser: von 0,1  -  4% -> was die Sache nur noch verschärft ist, dass je wärmer es ist, die Luft mehr Wasser aufnehmen kann.

oder wenn du´s ganz genau haben willst:

  " Al2(SO4)3  + 6H2O g  2Al(OH)3 + H2SO4    und  SO42- + 2H+g  H2SO4

Die Folge: das Papier zersetzt sich."

Quelle: http://www.graufell.de/briefschaeden.htm


Und das kommt noch dazu:

Säurefraß

"Die Schädigung des Papiers erfolgt durch Schwefelsäure (H3SO4), die auf mehreren Wegen in das Papier gelangen kann: Zum einen durch die Zersetzung von Aluminiumsulfat, das während der Papierherstellung als Leimungshilfe und Flockungsmittel zugegeben wurde, zum anderen durch den Zerfall von Eisengallustinte im Tintenfraß, und schließlich durch den Eintrag und anschließende Umsetzung von Schwefeldioxid aus der allgemeinen Luftverschmutzung. Die Schwefelsäure zerfrißt die Molekülketten der Zellulose und damit die Grundlage des filzigen Fasergeflechtes des Papiers. Es wird daraufhin meist vom Rand her, wo Atmosphäre und Luftfeuchtigkeit einwirken, zunächst braun und spröde, schließlich brüchig, bis es im Extremfall staubfein zerfällt. In fortgeschrittenen Stadien ist meistens nur noch eine Transferierung in Ersatzmedien (Verfilmung, Digitalisierung) möglich, zu Beginn der Schädigung greifen die verschiedenen Verfahren der Entsäuerung und der Papierspaltung. "

Quelle: http://www.bestandserhaltungsglossar.de/globe-glossar.html#S

> also gibt es noch andere Faktoren H3SO4 in der Luft


Es gibt eine Editierfunktion, diese bitte bei inhaltlichen Ergänzungen der eigenen Beiträge benutzen.

Hg:
nein, nein, nein
du vergleichst hier ein Etikett von 1960 mit Schriften aus dem 17. - 18. Jhd.
Glaubst du echt, dass die Tinte noch auf der gleichen Zusammensetzung basiert wie damals bei Bach & Co?? Dein Etikett ist auch nicht verleimt, oder?
Mal davon abgesehen; beim Einschweißen schließt du auch, ob du's willst oder nicht, Luftfeuchtigkeit mit ein  ;)


--- Zitat ---oder wenn du´s ganz genau haben willst:

  " Al2(SO4)3  + 6H2O g  2Al(OH)3 + H2SO4    und  SO42- + 2H+g  H2SO4
--- Ende Zitat ---

das ist ein Reaktionsgleichung, die ich meinen Studenten rot unterkringeln oder durchstreichen würde, weil sie so nicht unbedingt abläuft.
Die Reaktion läuft nämlich viel eher von Al(OH)3 + H2SO4 ------>  Al2(SO4)3 als anders herum (Stichwort hierzu ist eine Gleichgewichtsreaktion)  ;)

P.S.: Schreib doch bitte einmal deine Beiträge zusammenhängend

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