Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

Eifel

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smoeller:
Hallo,

@Uwe: Kristalle als solches sind sicher nicht amorph. Es kommt aber hin und wieder vor, dass ein ehemals kristallisiertes Mineral später von einer amporphen Phase ersetzt wird (Pseudomorphose).

Hatte vor 3 Jahren mal schwarze glänzende xx an der Grube Clara gefunden, bei denen ich Romanechit vermutete. Die xx waren schwarz, scharfkantig, hochglänzend. Dann habe ich zur Absicherung ein Röntgendiffraktogramm gemacht. Dabei kam raus, dass amorphes Manganogel vorliegt.

Ob hier ein kristallines Mineral oder was amorphes pseudomorph nach einem kristallinen Vorläufermineral vorliegt, ist mit Sicherheit nur durch Röntgen festzustellen.

Glück Auf!
Smoeller

uwe:
Ich schiebe gleich noch mal ein besseres Bild des vermeintlichen Götzenit nach.

Smoeller - danke für die Erläuterung. Pseudomorphosen habe ich total außer acht gelassen. Ich denke aber, die abgebildeten, freustehenden XX sind keine Pseudomorphose.


Glück Auf
Uwe

Ralf:
Hallo Uwe,

wie schon gesagt, eine sichere Aussage bekommst Du nur durch eine Analyse. Günter Blaß ist übrigens auf Eifelmineralien spezialisiert und für Analysen nur zu empfehlen.
Im übrigen ist das gemeine am Götzenit, dass er meistens keiner ist  ;D.

Gruß
Ralf

UlrichW:

--- Zitat von: uwe am 14 Feb 07, 13:06 ---
Bild Eifel 3: Es ist eine Stufe mit Britholith-Ce von "In den Dellen". Die  Britholithnadeln sitzten auf blaßbraunen Kristallen "1" Was ist das ?. Die Drusse ist mit vielen kleinen glänzenden kubischen (?) XX ausgekleidet "2". Was ist das ? Und dazu noch: In der Druse sind glasklare prismatische XX "3". Was ist das ?

Bild Eifel 4A und AB: Das ist natürlich aufnahmemäßig nicht das Gelbe vom Ei. Aber bei 32-fache Vergrößerung und den kontastarmen Motive so ohne weiteres nicht besser zu machen. Auf der Stufe vom Bellerberg ist Jennit, Thaumasit und Tobermori. Alls sind mehr oder weniger weißliche Nadeln. Der Jennit ist vermutlich ein blaßgrünlicher Rasen von kleinen Nadeln, die auf den Bildern nicht dargestellt sind. Darauf sind längere Nadeln mit anderem Glanz "1" ich nehme an, daß ist der Thaumasit. Daneben sind kleine kuglige reinweiße, nadlige Bällchen (auf dem Bild eingekreist.). Ist das der Tobermorit ?

Ich warte mit Spannung auf Eure Antworten. 

Glück Auf
Uwe

--- Ende Zitat ---

Hallo Uwe,

leider konnte ich nicht eher antworten. Also deine amorphen Kristalle sind definitiv kein Götzenit, dann hätte ich es drauf geschrieben. Das Mineral ist strukturlos und weigert sich bei der Bestimmung seine wahre Natur preiszugeben. Es kommt reichlich vor, und es gab Vermutungen, daß es sich um eine umgewandelte Hornblende handeln könnte. 
ALLERDINGS: Das Stückchen mit den Britholith zeugt die ansonsten cremefarbenen bis weissen "Amorphen" in einer intensiveren Farbe. Ich hatte mal den verdacht es könne sich um Rhabdophan handeln, habe es aber nicht angeschrieben, da ich es nicht beweisen kann. Rhabdophan sieht den amorphen Aggregaten zu ähnlich.

Der Jennit sind die sehr kleinen, völlig runden Bällchen. Tobermorit ist der Untergrund. Im Bruch zwar strahlig, aber an der oft warzigen Oberfläche glänzend bis seidenmatt. Thaumasit sind all die anderen nadeligen filzigen und büscheligen Aggregate.

Ansonsten ist alles richtig erkannt.

Viel Spass noch damit
Ulrich

Zu den anderen Mineralien ist eigentlich alles gesagt worden.

uwe:
Schade, schade, schade !  Götzenit wäre so schön gewesen.  ;)

Macht nichts, der Britholith ist auch sehr attraktiv.

Gruß
Uwe

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