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Achat Pseudomorphosen Skolezit-Achate usw.

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Mineralroli:
Dieses vorangegangene Beispiel ist nicht richtig.
Pkt. 1  es handelt sich nicht um Skolezit (somit auch kein "Skolezitachat")
             Skolezit ist langprismatisch bis nadlig und das ist auf den Bildern nicht ersichtlich.
Pkt .2  wenn ausreichend Kieselgel vorhanden gewesen wäre so wäre die Mandel komplett mit
            Achat  gefüllt
Pkt. 3  erst durch das Ausbleiben von Kieselgel konnte sich eine Quarzdruse bilden
Pkt. 4  die  nachfolgende Mineralisation,was immer es ist,ist erst entstanden nachdem der
            Achat u. die Druse gebildet waren
Pkt. 5  bei einer Pseudomorphose sind die Kristalle z.B. Zeolithe die Primärbildung und der
            Achat die Sekundärbildung
            oder anders gesagt zuerst  entstehen die Kristalle und erst im Anschluß wird
            Kieselsäure bzw. Kieselgel ausgefällt.

Der letzte Punkt wird noch durch die Tatsache unterstrichen das oft bei Pseudomorphosen eine plastische Verformung der Bänderstrukturen ersichtlich ist.Die Achatbänderung hat sich in dem Fall über die bereits vorhandenen Kristalle gelegt.

Noch ein Zusatz:
Es kann durchaus vorkommen das eine Pseudomorphose bei geeigneten Voraussetzungen in mehreren Phasen ablaufen kann (ähnlich wie beim Phantomquarz).Oftmals hat es den Anschein das eine Pseudomorphose  "schwimmend" im Achat eingelagert ist.Das kann aber auch ein
Effekt durch den Schnittwinkel sein der die Anwachsstelle verdeckt.
 

Bernd G:
ich sehe da schon nadel, aber naja egal .warum solle nicht noch kieselgel in so einen holraum eindringen ? kann kein achat in 2 schritten oder 3 schritten gebildet werden ?haarrisse usw. machen es möglich das kieselsäure eindringen kann ,und schon haben wir nach punkt 5 von dir diese entstehung.

aber warten wir mal neuste wissenschaftliche erkentmisse ab und schaun dann weiter.


danke für deinen theorien gruß bernd

Mineralroli:
Ein eindringen von Kieselgel nach dieser Entwicklungsphase halte ich für ausgeschlossen.
Zwar gibt es Risse in Achaten auch sog. Haarrisse jedoch bleibt die Achatisierung auf den Riß beschränkt.Das sieht man oft z.B. rötlichliche Partien entlang des Risses ohne das es zu einer erneuten komplexen Ausbildung eines evtl. Festungsachat o.ä. gekommen ist.
Ich kenne auch kein Beispiel an dem das sichtbar ist.Das kann zum einen an dem zeitlichen Ablauf liegen und bedeutet das die Achatbildung in einer zusammenhängen zeitlichen Periode erfolgte auch im Wechsel mit kristallisierten Quarz (wie man es auch öfters in diese Abfolge sehen kann),
aber im Nachhinein nicht mehr.
 

Mineralroli:
Ich möchte da noch einige ergänzende Worte mit Beispiele belegen.
Bei den Achaten aus St.Egidien findet man sehr häufig Risse die achatisiert sind.Es besteht jedoch kein kausaler Zusammenhang mit der Achatbänderung im Zentrum wenn man sich die Risse genau ansieht.Bei den Pseudomorphose ist es so das die Kristalle stets an der Wandung sitzen und zum Zentrum ausgerichtet sind.Ein gutes Beispiel sind die Achate vom Stbr. Setz oder Juchem.Gerade weil diese Kristalle als Primärbildung vorhanden waren habe ich den Stbr. Oberwiddersheim mit seinen Zeolithen als noch ursprüngliches Beispiel genommen mit der Vorstellung wenn dort im Anschluß eine Achatbildung geschehen wären.Wahscheinlich hätten wir dann eine enorme Dichte an Pseudomorphosen.Oberwiddersheim nur deshalb weil mir im Moment keine andere Lokalität bekannt ist bei der man eine gewisse Vorstellungskraft über die Bildung von Pseudomorphosen hat.Ich habe da bewußt nicht die Fundstellen genommen wo die Bildung einer Pseudomorphose bereits abgeschlossen ist.Verständlichkeitshalber für Anfänger.
Beste Grüße

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