Glück Auf!
1. Vorschlag: Essigessenz aus dem Lebensmittelmarkt um die Ecke. Das entsprechende Stück entweder in einen verschließbaren Behälter oder im Freien in einen Behälter mit der Essigessenz einlegen und lange warten (wenigstens 2 Wochen, länger warten schadet nicht). Da der Geruch sehr unangenehm ist, ist der verschließbare Behälter dem nichtverschließbaren vorzuziehen. Ein sonniges Plätzchen kann die Reaktion etwas beschleunigen. Vorteil der Variante ist, dass die Essigessenz leicht zu beschaffen und zu entsorgen ist. Nachteil ist, dass es halt lange dauert und unter Umständen auch gar nichts passiert, da die Essigsäure nur schwach reagiert. Ansonsten kann man damit fast nichts falsch machen. Am Ende noch ein paar Tage in frisches Wasser legen oder ein paar Tage im Spühlkasten der Toilette deponieren.
2. Vorschlag: Entroster aus dem Baumarkt. Entsprechend der Bedienungsanleitung anwenden. Bei geringster Verdünnung ist der beste Reinigungseffekt zu erwarten. Vorteilhaft ist, dass es wahrscheinlich schneller geht als mit Essigessenz. Als Nachteil wäre die Entosorgung zu nennen (siehe Informationen auf dem Etikett). Da die Entroster zum Teil Farbstoffe enthalte, kann es passieren, dass diese auf der Stufe zurückbleiben. Das ist mir bisher aber noch nicht passiert. Am Ende wieder einige Tage in frisches Wasser legen, ggf mit einer basischen Seife oder einem Spühlmittel.
3. Vorschlag: Beim Imker des Vertrauens oder Apotheke oder anderweitig Oxalsäure beschaffen. Die Stufen in eine 0,1molare Oxalsäurelösung einlegen und das ganze wieder lange stehen lassen. 2 Wochen könnten durchaus notwendig sein. Zwischendurch aber immer mal nachschauen. Wenn sich die Lösung zitronengelb färbt, muss sie ausgewechselt werden, da man sonst Gefahr läuft schwerlösliche Niederschläge auf der Stufe vorzufinden, die nur mit härteren Methoden zu entfernen sind. Am Ende sollten die Stufen ruhig wieder einige Tage im frischen Wasser liegen, ggf. mit Seife oder Spühlmittel.
4. Vorschlag: Salzsäue z.B. aus dem Baumark beschaffen, die Stufen erst einen Tag in normales Wasser dann in der Salzsäure einlegen und einige Tage liegen lassen. Außer reinen Magnetit und kompakten Hämatit brutzelt die Salzsäure alle Eisenoxidverbindungen runter. Salzsäure ist aber in der Handhabung nicht ungefährlich, da stark stechende, giftige Gase entweichen und auch der Hautkontakt ungesund ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass es oft schwer ist die Stufen nach der Behandlung wieder zu neutralisieren. Häufig sieht man bei unzureichender Neutraliserung nach einigen Tagen, Wochen oder Monaten unschöne Ausblühungen auf der Stufe und auch die Nase weist einen noch auf die Salzsäurebehandlung hin. Der einzige Vorteil besteht darin, dass es recht schnell geht.
5. Vorschlag: Natriumdithionit: dazu dürfte hier im Forum schon einiges stehen
Es empfiehlt sich grundsätzlich die Stufen vor der Behandlung einige Zeit in normales Wasser einzulegen, damit sich die Poren mit Wasser und nicht mit reaktiven Säuren vollsaugen, die man dann im Nachhinein nur schwer wieder herausbekommt.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut