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Autor Thema: Achate schneiden  (Gelesen 38340 mal)

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Offline Lausitz

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Re: Achate schneiden
« Antwort #15 am: 01 Nov 07, 16:09 »
Beim wasserhochdruckschneiden braucht man neben ca.2000bar wasserdruck entsprechende abrasive,im fall stahlschneiden sand. Nur wasser geht nicht. Die hochdrucktechnik
besteht aus vielen komponenten: pumpe,hochdruckwasserschlauch,düsen usw. ist wegen der hohen anforderungen sehr teuer und lohnt nur bei großen einsätzen. Ich selbst habe in einer havarierten erdölraffenerie in litauen ganze anlagenteile mit dieser technik zerlegt,es ist ein schnelles,sauberes arbeiten und bei beachtung aller sicherheitsregeln nicht gefährlicher als andere arbeiten.Müßte noch bilder dieser zerstörten anlage haben bei der ein brennender reaktor nach zwei tagen in die anlage kippte und diese komplett zerstörte. Finde sie aber grad nicht.
Gruß aus Brieske

Offline felsenmammut

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Re: Achate schneiden
« Antwort #16 am: 01 Nov 07, 16:34 »
Glück Auf!

Ich habe mit Wasserstrahlschneiden bisher schlechte Erfahrungen gemacht.  Es ergab sich mal die Gelegenheit in einem Betrieb, der solche Technik einsetzt, einen Achat mit der Wasserhochdruckschneidmaschine zu halbieren.  Der Betrieb verwendet die Maschine um runde Formen aus Steinplatten zu schneiden. Da der Achat für meine konventionelle Säge viel zu groß ist und eigentlich nur in der Ecke rumliegt, dachte ich dass es ja nicht Schaden könnte es mal auszuprobieren. Das Ergebnis war ein hundsmieserables Schnittbild. Der Achat war an seiner dicksten Stelle so um die 15 cm mächtig. In Strahlrichtung betrachtet sind die ersten 5 cm Schnitttiefe noch ganz vernünftig. Danach fängt der Wasserstrahl an zu flattern und kommt von der Strahlrichtung ab. Das führte dann dazu dass die Schnittebene Unebenheiten von über 5 mm bekam. Jetzt liegt der Achat wieder in der Ecke, zwar halbiert, aber unbrauchbar zum schleifen.

Glück Auf!


Offline trommeln

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Re: Achate schneiden
« Antwort #17 am: 01 Nov 07, 16:58 »
@Felsenmammut
es gibt ein einfaches Diamantsägeblatt für Winkelschleifer wo man flächig arbeiten kann, also nicht schneiden.. würde die Unebenheiten damit ausglätten versuchen

Offline Lausitz

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Re: Achate schneiden
« Antwort #18 am: 01 Nov 07, 17:47 »
Hallo trommeln
Ist die drehzahl vom winkelschleifer nicht etwas zu hoch um an achaten herumzuschleifen? Der überhitzt doch und platzt womöglich?
@ Felsenmammut
15cm ist für ne konventionelle säge nicht zu groß,oder hab ich da was falsch verstanden?

Offline caliastos

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Re: Achate schneiden
« Antwort #19 am: 01 Nov 07, 18:39 »
also bei winkelschleifer ohne kühlung wird das sicher viel zu heiß. generell bin ich nicht so der freund von den dingern. v.a. wenn finger in deren nähe sind.

15cm ist für eine normale säge nicht unbedingt zu groß. kommt halt darauf an was man für sägen und blattgrößen verwendet. mit meinem eigenbau gehen so maximal 10cm. andere sägen machen sogar problemlos stücke mit 20 cm zu zwei hälten. sägen mit umschwenkarm gehen noch größer ohne das sägeblatt vergrößern zu müssen.

Offline felsenmammut

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Re: Achate schneiden
« Antwort #20 am: 01 Nov 07, 19:16 »
Glück Auf!

Die 15 cm Höhe alleine wären nicht das Problem. Aber der Achat ist halt auch noch ziehmlich breit und damit hat meine Säge dann ein Problem, da ich ihn zum Einen beim besten Willen nicht vor das Sägeblatt bekomme ohne dass er über den Rand der Sägemaschine kippt und zum Andern bekomme ich ihn nicht eingspannt. Zum Freihandsägen habe ich bei dem großen Achat keine Lust, da das ganze garantiert über eine Stunde dauern würde mit meiner Säge. Sicher, ich hätte den Achat zu jemandem schaffen können, der eine ausreichend große Säge hat. Mit dem Begriff "konventionell" hatte ich mich unglücklicherweise nur auf meine Sägemaschinengröße bezogen. Da der Achat aber vor allem groß ist, nur wenig Bänderung hat und blass weiß-blau gefärbt ist, habe ich es nicht wirklich eilig ihn zu bearbeiten. Als dann das Angebot kam Steine mal mit Hochdruckwasserstrahl zu schneiden, habe ich es halt einfach mal ausprobiert.

Mein wichtigstes Anliegen war ja davon abzuraten Steine mit Hochdruckwasserstrahl zu schneiden.

@trommeln: Bei der einen Hälfte lässt sich problemlos noch ein Schnitt mit einer konventionellen Steinsäge (größer als meine) durchführen. Mit der anderen Hälfte (nur eine Scheibe, da es vorher nur ein halber Achat war) muss ich mal sehen. Die Bruchfläche hat ja jetzt geringere Unebenheiten als der Schnitt mit dem Hochdruckwasserstrahlgerät.

Glück Auf!

Offline minuwe

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Re: Achate schneiden
« Antwort #21 am: 02 Nov 07, 00:09 »
@ caliastos: nee, wollte mir nicht so 'ne Anlage zulegen, mir ist schon klar, wie die aufgebaut ist und was so etwas kostet. In unserer Gegend gibt es etliche Betriebe (Metall oder Stein), die solche Technik haben. Da wäre ich halt hin, falls da jemand Kapazitäten hätte.

@ felsenmammut:
Zitat
Das Ergebnis war ein hundsmieserables Schnittbild
Sowas hatte ich befürchtet. Obwohl ich sagen muss, in meinem obigen Beispiel von der Messe- der Fisch war mit einem Spalt von geschätzt 0,3 mm ins Negativ eingepasst. Aber selbst das ist ja nicht so eben, wie ein sauberer Diamantschnitt. Ok. Dank für die Antworten, Randthema Wasserstrahl für mich geklärt.

@ trommeln: wäre trotzdem interessant, was für Ergebnis der Arbeitsplattenschneider liefert.

Glück Auf
Uwe

Offline Ralf

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Re: Achate schneiden
« Antwort #22 am: 02 Nov 07, 09:58 »
Ich klink mich hier doch mal ein.

Man kann grundsätzlich alles verwenden, was geeignet ist einen Stein in zwei Hälften zu zerlegen. Die Frage ist doch wie häufig will man eine Säge nutzen und welches Schnittergebnis wird gewünscht.

Zunächst einmal zum Kühlmittel.

Wasser und Wassergemische sind recht ungeeignet. Wasser hat einen zu geringen Kühleffekt und bindet zu viel Schneidstaub. Die Folge ist hohe Hitze, welche die Standzeit des Blattes herabsetzt, den Schnittverlauf negativ beeinflußt und den Achat beschädigen können. Viele Risse werden erst beim Sägen erzeugt.

Wenn man eine Bestenliste der Kühlmittel aufstellen will, liegt Wasser auf Platz 10 und ein Mittel auf Paraffinbasis mit niedrigem Flammpunkt und Entsorgungsproblemen, kombiniert mit einem Bindemittel, auf Platz 1. Dazwischen liegen Produkte wie Rapsöl, Bio-Diesel  usw.

Man kann auch sagen, je besser das Kühlmittel, um so nachteiliger sind die Umwelt- und Gefahrenpunkte.

Die Suche nach dem unbrennbaren, Schneidstaub bindenden, unschädlichen, kompostierbaren, bestens kühlenden und billigen Kühlmittel gleicht der nach der eierlegenden Wollmilchsau.

Ich kann nur folgende Tip´s geben.

Wenn man sich erst noch eine Säge anschaffen will, sollte man die Größe des Blattes an der häufigsten Größe der gefundenen Stücke orientieren. Die liegt in der Regel unter 10 cm. Es ist billiger, ab und an größere Stücke fremd sägen zu lassen, als für die wenigen Stücke eine größere Säge zu betreiben.


Ein wichtiger Punkt ist die Drehzahl der Säge. Anstatt nach anderen Kühlmitteln zu suchen, kann man auch mittels eines Frequenzumrichters, eines anderen Motors oder einer anderen Riemenscheibe die Drehzahl nach unten regulieren. So dauert der Schnitt zwar länger, aber die Ansprüche an das Kühlmittel sinken.

Ralf

Offline trommeln

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Re: Achate schneiden
« Antwort #23 am: 02 Nov 07, 11:40 »
Mit Achaten habe ich noch wenig Erfahrung.

Wir schneiden mit Fliesenschneider (Wasserkühlung) selber und mit Winkelschneider an der Fläche oder auch Schnitt.

Habe bei einer Steinbearbeitungsfirma meine grösseren Steine schneiden lassen, auf einer Riesensäge, ca. 20cm Schnitt möglich, Wasserkühlung. Die haben gut geschnitten, halbe Stunde 60Fr., er kam zügig vorwärts..

Habt ihr Vorschläge was ich bei der Firma mit Laser- und Wasserschnitt schneiden lassen soll? Sowas wie den Fisch wäre als Geschenk natürlich fein, habe da noch grosse Serpentin-Brocken oder Radiolarit oder Prasinit... also rot und grün - wäre doch eine nette Kombination? weihnachtlich? ein Stern?
Wie dick war der Fisch in etwa?

Offline HeikoB

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Re: Achate schneiden
« Antwort #24 am: 02 Nov 07, 12:31 »
Hallo,

vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten !!


@ minuwe: Werde mich mal in den Kaufhäusern nach geeigneten Pflanzenölen umschauen. Danke !
                       Mit dem Wasserstrahlschneiden, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Der
                       Anschnitt ging noch einigermaßen, aber 6 cm tiefer war das Schnittbild total ausgefranst.
                       Eine Fläche, vergleichbar mit einem Strandboden bei Ebbe,  mit lauter Ablaufrinnen drin.
                       Also wirklich unbrauchbar.

@ Ralf:        Meine Säge läuft nur mit 200 U/min, also an der Geschwindigkeit soll es nicht liegen.
                       Du hast Recht damit, dass die guten Schneidöle umweltfeindlich und auch
                       gesundheitsgefährdend sind, wie z.B. Petroleum etc.
                       Als Hobbyschleifer muß halt dann ein Kompromiß her, wie die Pflanzenöle.
                       Dann dauert es vielleicht beim Sägen noch etwas länger, aber der Umwelt
                       und Gesundheit zuliebe, möchte ich es anderen Mitteln vorziehen.

@ Lausitz:  Es gibt auch Winkelschleifer, genauer gesagt sind es Poliermaschinen
                      für die maschinelle Autopolitur, die langsamer laufen und auch von der
                      Drehzahl  in einem gewissen Bereich regelbar sind. Allerdings muß man
                      sich eine Vorrichtung bauen für die externe Kühlmittelzufuhr. Wegen der
                      Gefährlichkeit (Stromschlag) , ist aber ein wassergekühlter Winkelschleifer
                      aus dem Steinmetzbedarf vorzuziehen (ca. 400,- Euro).


Danke an alle !

Grüsse

Heiko

Offline Donat

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Re: Achate schneiden
« Antwort #25 am: 03 Nov 07, 21:13 »
Hallo Heiko,
400€,das sind die original Flex.Aber ich denke für den Hobby-Schleifer geht auch so eine.
Und wenn man Glück hat ersteigert man die sogar für billiges Geld.

http://search.ebay.de/search/search.dll?from=R40&_trksid=m37&satitle=Steinschleifer&category0=
Gruß
Donat

Ach ja,der Shop hat auch Schleif-Pads für die Maschine.Sogar auf Trocken Basis.
Schon mal jemand Erfahrung mit trocken schleifen und polieren gemacht?

Offline inge

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Re: Achate schneiden
« Antwort #26 am: 03 Nov 07, 21:31 »
Hallo Allerseits,
wir haben uns für den Anfang auch einen Fliesenschneider zugelegt. Nun meine Überlegung: Könnte man die Geschwindigkeit vielleicht mit einem Drehzahlregler, bzw. dem Einbau eines Dimmers regulieren? Was denkt ihr darüber?
Gruß
inge   ???

Offline minuwe

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Re: Achate schneiden
« Antwort #27 am: 04 Nov 07, 05:49 »
Hallo Inge,

ich gehe davon aus, dass der Fliesenschneider ein 230 V (Lichtstrom) Gerät ist. Wenn man da die Drehzahl herunterregelt, sinkt auch die Leistung bzw. die Schneidkraft, die Scheibe würde stehenbleiben beim Schneiden. Da braucht man ein Gerät mit Drehstrommotor (380 V), da kann man die Drehzahl mittels Frequenzumrichter herruntersteuern.

Glück Auf
Uwe

Offline inge

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Re: Achate schneiden
« Antwort #28 am: 04 Nov 07, 13:12 »
Hallo Uwe,
vielen Dank für deine Antwort. Dann werde ich mal schauen.
gruß
inge

Offline minuwe

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Re: Achate schneiden
« Antwort #29 am: 04 Nov 07, 20:59 »
@ Heiko,

Ergänzung zu Kühlmittel: Falls mit Rapsöl das Ergebnis zufriedenstellend ist und große Mengen benötigt werden, hier noch einige Pflanzenöllieferranten. Rapsöl halte ich für einen guten Kompromiß in Sachen Kühlschmiermittel, denn es ist billig, funktioniert, fördert die einheimische Landwirtschaft (Geldkreislauf) und ist kompostierbar. Wenn man allerdings giftige Minerale (Arsen, Pechblendestücke usw.) schneidet, ist es Sondermüll.

http://www.carmen-ev.de/dt/energie/bezugsquellen/pflaoellieferant.html

Glück Auf
Uwe

 

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[Achate / Agates] Re: Geröllachate aus Kiesgruben usw. Lausitz, Mosel .... von steinfried 01 Mar 26, 17:50