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Alte Sammlungszettel

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Klinoklas:
Cerrusit & Malachit (1922 ?)

raritätenjäger:
Hallo,

Ja, da kann ich Dir ein wenig weiterhelfen. Der erste Zettel ist schwer einzuschätzen, aber wenn ich mir die Tinte so anschaue, dann würde ich sagen vor 1900 (um 1880 herum). Der zweite ist ein Etikett der BA Freiberg, beschriftet vom Vorsteher der Mineralienniederlage Edelmann (um 1920). Die beiden folgenden sind auch wieder "harte Nüsse", aber auch hier denke ich vor 1900 (vielleicht auch etwas älter als der erste). Beim letzten Zettel steht es ja auch drauf: 1922.

Glückauf
Andreas

Klinoklas:
Hallo Andreas

Vielen Dank für deine Antwort.
Da ist ja irre !

Ganz schön alte Dokumente. Ich werde sie hegen, pflegen und vor allem gut aufbewahren.

Schade das auf sovielen Zetteln nachträglich etwas draufgeschrieben wurde. (Sammlungsnummer usw.)
Das kann man doch nicht machen !!!

Naja jetzt kann ich mir dank deiner Hilfe ein paar Notizen dazu machen.

Gruß
René

stollentroll:
Ich stimme da zu. Das Etikett mit der Jahreszahl ist sowieso eindeutig, auch das Freiberger ist gut einzuordnen. Bei den anderen drei würde ich auf auf einen Zeitraum zwischen etwa 1870 und 1900 tippen, das vierte könnte aber auch noch etwas jünger sein.

Noch ein paar allgemeine Bemerkungen:
In den Fällen, wo das Jahr nicht vermerkt ist, kann man in vielen Fällen schon eine ungefähre Eingrenzung vornehmen. Allerdings ist die Schrift kein alleiniges Kriterium, bzw. die Schrift kann einen auch schon mal in die Irre führen.

Die Eingrenzung ergibt sich aus mehreren Faktoren.

- Die Schrift
Sie erlaubt eine gewisse Eingrenzung. Allerdings muss man beachten, dass Handschriften nicht so schnell geändert werden. Jemand, der in der Schule Sütterlin gelernt hat, wird diese Schrift oft auch noch im Alter schreiben. Ein Sütterlin-Ettikett kann also auch relativ jung sein.
Zu beachten ist auch, dass auf Etiketten oft besonders schön geschrieben wird, und das Etikett dadurch älter aussehen kann, als es eigentlich ist.

- Das Papier.
Art und Qualität des Papiers, Herstellungsprozess (sehr altes Papier hat z.B. eine charakteristische Struktur wenn man es gegen das Licht hält)

- Mit was ist geschrieben worden
Tinte, Kugelschreiber, Bleistift, Schreibmaschine

- Rechtschreibung, bestimmte Schreibweisen
Auch hier gibt es Merkmale, die für eine bestimmte Zeit typisch sein können (z.B. Krystall statt Kristall).

- ist das Etikett bedruckt
Handelt es sich z.B. um Etiketten bekannter Händler, Mineralien-Niederlagen usw., wie ist der Druck ausgeführt, gibt es Angaben zur Druckerei usw.

- Mineralnamen
Welche Mineralnamen werden verwendet und wie ist die Schreibweise. Ein Mineralname, der erst z.B. 1920 aufgekommen ist, kann nicht auf einem Etikett von 1880 stehen .....

- Fundorte
Ab wann bestimmte Fundorte (Gruben Steinbrüche) existierten oder ab wann es keine Fundmöglichkeiten mehr gab, kann eine Eingrenzung ermöglichen.


Leider ist die Zusammenstellung alter Etiketten hier etwas eingeschlafen, vielleicht sollte man das doch wieder voranbringen.

Glück Auf

raritätenjäger:
Das ist bei solchen alten Zetteln häufig, dass da noch mehr nachträglich raufgeschrieben wird. Bei Deinen sind die Nummern auch schon historisch, sehr viel jünger als aus den 1930ern werden die nicht sein. Spannend ist es immer dann, wenn man die Ergänzungen noch zuordnen kann und den Weg der Stufe über Jahrzehnte hinweg zurückverfolgen kann!

Glückauf
Andreas

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