Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Asbest ?
MichaelP:
Ich habe noch ein Bild mit geringerer Vergrößerung (25x) angehangen.
Vielleicht kann man da mehr erkennen.
Auf den ersten Blick sieht man nur eine gelblich bis grünliche "Kruste", die durchscheinend ist und "fettig" glänzt.
Das fühlt sich auch speckig an. Mein erster Gedanke war auch Speckstein, aber dann habe ich unter dem Mikroskop am Rand der "Kruste" die Fasern und Haare entdeckt. Näher kann ich die Fasern allerdings nicht untersuchen. Das erste Bild wurde bei 80-facher Vergrößerung gemacht.
Vermutlich kann man so auch nicht näher bestimmen, was es genau ist.
Mache ich einen Fehler, wenn ich das einfach mit dem Oberbegriff "Serpentin" beschrifte ?
Oder was könnte es sonst sein ?
Viele Grüße
Michael
thannator:
Zu Serpentin würde auf jeden Fall der Fettglanz passen ...
Habe selber mal einen Serpentin gefunden (http://www.mindat.org/photo-47787.html), die bei starker Vergrößerung an den Rändern ebenfalls eher fasrig als glatt war.
smoeller:
Hallo,
Ist Serpentin. Bei den Fasern dürfte es sich um Asbest handeln. Ist dann nach neuer IMA-Nomenklatur entweder Chrysotil oder Antigorit. Der Rest (massig) könnte Lizardit, Chrysotil und/oder Antigorit enthalten. Sicher sind die Minerale nur per Röntgenanalyse auseinanderzuhalten.
Glück Auf!
Smoeller
Collector:
@Doc Diether / MichaelP
Es gibt in Polen zahlreiche Serpentinit-Vorkommen.
Eines davon liegt am Südhang des Berges Kamién, zwischen den Dörfern Jordanów (ehemals deutsch Jordansmühl) und Glinica , ca. 30 km südlich von Breslau; ein Serpentinit-Abbau, bekannt für seine Nephrit-Vorkommen.
@raritätenjäger
Die Amphibole wurden bereits 2003-2004 von der IMA neu geordnet. Siehe Mineralienatlas/Lexikon "Amphibole", da steht alles sehr schön detailliert.
gruß
collector
raritätenjäger:
Hallo,
@collector: ich denke in geologischen Zeiträumen, da ist 2004 "jetzt" ;D. Die detaillierte Aufstellung kenne ich selbstredend. War mehr eine Art Unmutsäußerung über das klein-klein-System welches da vorgenommen wurde. Aber das muss wohl zwangsläufig dabei herauskommen, wenn Wissenschaft und "chemische Müllkübel" aufeinander treffen. Und einen Vorteil hat´s ja doch: wir Sammler bekommen ne Menge neue Sachen für die Systematik, wenn ich da allein an die Eifel denke...
Das Stück mit dem wir es hier zu tun haben, da möchte ich den obenstehenden Postings beipflichten, sind wohl eher dem Serpentin zuzuordnen. Antigorit oder Klinochrysotil sind da zwei Möglichkeiten, die am ehesten in Betracht kommen würden.
Glückauf
Andreas
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