Hallo,
man sieht gelegentlich in schieferigen Gesteinen (Glimmerschiefer, Phyllit, etc.) linsenförminge Quarz-"Gänge", manchmal in Scharen, manchmal isoliert. Diese sind überwiegend parallel zur Schieferung eingelagert, aber nicht ausschliesslich. In manchen Gesteinen beobachtet man eine "wellige" Schieferung, bedingt durch die linsenförmigen "Quarzknauer". Die massiven Quarzeinlagerungen können mehrere Meter Länge erreichen oder zentimetergross sein, sind aber immer isoliert, also keine Gangsysteme. Eine Beziehung zu Störungen im Gestein (Risse, Brüche, etc.) kann ich nicht erkennen.
In diesen Quarzlinsen habe ich noch nie Hohlräume, geschweige denn Kristalle gesehen.
Ich vermute aufgrund dieser Beobachtungen, dass es sich um Umkristallisation aus dem unmittelbar umgebenden Gestein handelt und nicht um Ausfällungen aus herbeigeführten Lösungen. Man hätte z.B. ein sedimentäres Gestein mit 30% Quarz drin, das bliebe auch so, es káme nur zu einer Segregation der Komponenten und zur Konzentration des Quarzes. Dabei würde die ursprünglich planparallele Schieferung natürlich gestört.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das mal von jemand untersucht wurde, der - wie auch immer - gezeigt hat, dass die Quarzsubstanz hier tatsächlich aus dem umgebenden Gestein stammt.
Ich finde den entsprechenden Literaturhinweis aber nicht mehr
Weiss jemand was zum Thema oder kennt Literatur?
Damit man weiss, worum's geht, ein paar Bilder.
Bild 1: Strassenrand an der SS198 zwischen Mandas und Seui, am Lago del Flumendosa, Sardinien. Bildbreite ca. 80 cm.
Bild 2: Strassenrand an der SS198 nördlich von Gairo, Ogliastra, Sardinien, Bildbreite ca. 1m
Bild 3: Westhang des Storenuten 1km nördlich vom Ringedalsvatnet-Stausee, östlich Odda, Südnorwegen, Bildbreite ca. 5m
Gruss
Amir