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Kreide überall auf der welt vorhanden?
smoeller:
Hallo,
Wie ich schon schrieb: Es gibt durchaus Indizien, dass einige der in der Bibel geschilderten Ereignisse wie Sagen ein Körnchen Whrheit enthalten. Nein, ich sehe das nicht aus der Sichtweise der Kreationisten und lehne im übrigen jede derartige Weltsicht ab. Viele der Ereignisse, die in der Bibel angeführt wurden, könnten einen wahren Kern haben. Die Schilderungen wurden von Menschen vor 3000-9000 Jahren aus ihrer Sicht und mit dem damaligen Wissen gemacht, oft erst jahrhunderte nach dem Ereignis nach Berichten zu Papier gebracht.
Auf einen Menschen der Bronzezeit dürfte ein gewaltiger Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 150 m innerhalb geologisch kurzer Zeiträume (10-er bis 100-er Jahre) wie eine bedrohliche Sintflut gewirkt haben. Und dieser Anstieg, zurückzuführen das Abschmelzen der Eiskappen der Eiszeiten, ist wissenschaftlich belegt.
So ist auch die Zerstörung von Sodom und Gomorrha nicht auf Gottes Zorn, sondern auf ein in Israel auch in heutiger Zeit belegbares Erdbeben zurückzuführen.
Es ist richtig, dass es keinerlei junge Faltengebirge existierten, aber es ist falsch, zu sagen, dass es keinerlei Gebirge gab. Was ist allein mit den afrikanischen Gebirgen (2 Mrd. bis 500 Mio. Jahre alt und immerhin bis über 2 km hoch ), Australien, Kanada,Mitteleuropa, Skandiavien, der Ural. Alles schon dagewesen und bis 3 km hoch. Das kriegst du selbst mit unterirdischem Wasser nicht geflutet.
Zudem darfst du nicht vergessen, dass den alten Griechen, die nach den Völkern der Bronzezeit lebten, die Welt jenseits der Straße von Gibraltar unbekannt war, alles hinter dem Iran ebenfalls.
Erst im Mittelalter und der frühen Neuzeit gab es Aufzeichnungen über Reisen in ferne Gegenden und Vermessungen dort.
Für diese Menschen war also mit Welt nur der damals bekannte Mittelmeerraum gemeint, und der war von den Anstiegen des Meeresspiegels vor ca. 10.000 Jahren besonders betroffen. Vorher war die Straße von Gibraltar Land und das Mittelmeer viel kleiner als heute. Das Schwarze Meer war um 200 m flacher als heute, es gab viel Land an den Ufern, das besiedelt wurde. Nun der rasche Anstieg um über 100 Meter, der die Siedlungsplätze überspülte.
Ich kann nur folgendes sagen: Damals vor 65 Mio. Jahren gab es keine Menschen, die hätten eine Sintflut beobachten können. Die kamen erst 63 Mio. Jahre später.
Es gibt keine durchgehende Kreideschicht, keinerlei Beweis für rein marine Ablagerungen. Aber der Meeresspiegel lag höher als heute und das lag an Klima und Lage der Kontinente.
Dies ist ein wissenschaftliches Forum und wir versuchen gern, dir eine Auskunft zu geben. Solltest du aber an einem kreationistischen Weltbild festhalten, so bist du vielleicht in einem Kreationistenforum besser aufgehoben.
Glück Auf!
Smoeller
giantcrystal:
"vor einpaar jahren wurden riesige unterirdische seen entdeckt"
Wo bitte ? Das würde mich mal interessieren !
Der größte bekannte unterirdische See (also Höhlensee) ist im Drachenhauchloch in den Otavibergen in Namibia mit einer Fläche von knapp 3 Hektar.
Selbst wenn wir uns sehr viel größere unterirdische Seen vorstellen, reicht das sicherlich nicht, um die Erde zu überfluten. Wo also sind sie ?
Und noch etwas : es sind eben unterirdische Seen. Wenn also das Wasser aus diesen an die Erdoberfläche treten sollte...was ist dann anschließend in den ehemaligen Seen ? ...?...?
Glück Auf
Thomas
smoeller:
Hallo,
@giantcrystal: Ich glaube, er meint entweder die Höhlensysteme unter Yucatan (haben allerdings Verbindung zum Meer) oder die Seen unter dem Eis der Antarktis. Beides trägt aber in keinster weise dazu bei, dass die Fluten noch höher ansteigen, als der Klimawandel es uns so schon bescheren wird.
Glück Auf!
Smoeller
Methakos:
--- Zitat von: willwissen am 20 Apr 07, 13:13 ---
richtig,es geht darum zu sehen ob es die geringste möglichkeit gibt,das die aussagen wie sie in der bibel stehen,stimmen könnten.
--- Ende Zitat ---
Stimmen einzelne Aussagen aus der Bibel? Ja, daran Hege ich keinen Zweifel, wie schon erwähnt gibt es Beweise, dass z.B. Jesus wirklich lebte, und wie in oberen Posts schon genannte.
Man muss aber zwischen potentiell historisch belegbaren und schlicht und einfach unrealistischen unterscheiden. eine globale überschwemmung gehört mit garantie ins reich der märchen.
--- Zitat --- <<
vor einpaar jahren wurden riesige unterirdische seen entdeckt(also nicht grundwasser,vielleicht auch schon länger bekannt),wie nun das wasser an die oberfläche gelangte, ist eine andere frage,entscheident ist das dieses wasser vorhanden ist.
--- Ende Zitat ---
ich glaube du bist dir nicht darüber im klaren über welche mengen von wasser wir hier reden. echte seen als offene wasserfläche sind i.d.R. klein, wenige hektar etc.
was wir aber brauchen sind mehrere Millionen Kubikkilometer an wasser! selbst die fossilen grundwasser"seen" in der sahara sind dagegen mikroskopisch klein.
--- Zitat ---darüberhinaus waren zb. die alpen,die rockys oder auch der himalaya noch nicht da(erst in der kreidezeit und/oder am ende, *[dazu weiter unten mehr] ),somit musste nicht zwangsläufig eine globale überflutung 9000m hoch sein.vor 65millionen jahren endete die kreidezeit,vor 65millionen jahren gab es auch ein unvergleichliches massensterben.
--- Ende Zitat ---
das ist so nicht ganz richtig. zwar wurde das, was wir heute als rocky mountains kennen erst im glaube Eozän geformt, aber es gab an der Westküste der USA auch schon in der Kreidezeit und im Jura Gebirge, die den rockies sicher in nichts nachstanden. unter anderem spielte die sevier-orogenese eine wichtige rolle. die entstehung der alpen began ebenfalls schon in der kreidezeit. selbst wenn die höchsten berge nur 3000m hoch gewesen wären, gibt es immer noch nicht genug wasser auf der welt. das die kreidezeit vor 65Ma endete wurde von experten so definiert, nicht im den eindruck zu erwecken, das sei naturgegeben. auch wenn i.d.R. besondere ereignisse herangezogen werden. das massensterben vor 65Ma geht mit grosser sicherheit auf einen asteroideneinschlag in der heutigen Yucatanhalbinsel zurück. die folgende klimakatastrophe gab vielen arten dann den rest.
--- Zitat ---glatte aufeinander liegende sedimentränder deuten darauf hin das sie unterwasser entstanden sind(wasser ist der beste schutz vor erosion).
--- Ende Zitat ---
kann, muss aber nicht. es gibt haufenweise sedimente, die von wind und gletscher abgelagert wurden und flach sind. was du mit sedimentränder meinst ist mir eh ein rätsel. ;)
wasser schutz vor erosion? nein, der beste schutz vor erosion ist schnellst mögliche bedeckung mit weiteren sedimenten.
--- Zitat ---jedes sediment war mal die erdoberfläche und somit dem wind, sonne, wasser ausgesetzt,wie können dann die sedimente die nicht im wasser entstanden sind, dann glatt aufeinander liegen?ich weiss zwar nicht genau obs stimmt,aber ich habe gehört das(bei manchen) innerhalb der sedimentschichten nach unten hin die substanz grober ist und nach oben hin, etwas feiner.wenn das stimmt,würde das auch auf wasser hindeuten.
--- Ende Zitat ---
tja...wie oben erwähnt, gletscherablagerungen, windablagerungen, aschefall von vulkanen. alles an land, kann alles komplett eben abgelagert werden.
--- Zitat ---der mount everest im himalaya zb. ist natürlich auch von erosion betroffen, das bedeutet der berg wird langsam abgetragen,dem wirkt die plattentektonik entgegen und schiebt den berg samt dem gebirge nach oben. bei einer höhe von7500m findet man gesteinsschichten die einst der grund des tethys meeres waren(*damit meinte ich wiederum das nicht zwangsläufig das wasser 9000m hoch sein musste,denn der berg war noch nicht so hoch/bzw. nicht vorhanden).
--- Ende Zitat ---
falsche schlussfolgerung. da der berg dauernd abgetragen wird, fehlen oben auf doch schon mehrere tausend meter! die müssen irhgendwann gewachsen sein. zudem gab es auch noch andere berge.. siehe oben.
--- Zitat ---die erosionskräfte sind unterschiedlich stark(ich weiss leider nicht genau wie stark),also im falle des mt. everests wohl etwas geringer als sein wachstum.
--- Ende Zitat ---
jein. umso markanter der höhenunterschied wird, umso stärker werden die erosionskräfte, da das gefälle zunimmt. in der tat, da der himalaya sehr jung ist, ist die hebung etwas schneller als die erosion, das wird sich aber schnell wieder legen.
--- Zitat ---rage:wenn ständig erosion an dem berg genagt haben und zwar 50millionen jahre lang,wie ist es dann möglich das schichten vorhanden sind die längst wegerodiert sein müssten?
--- Ende Zitat ---
kein berg bleibt 50Ma bestehen. berge vergehen locker in 5 millionen oder weniger. schichten können von anderen sedimenten zwischenzeitlich wieder bedeckt werden, die hebung kann pausieren, das ist kein kontinuierlicher prozess. das klima kann sich ändern, zB in kalt.ariden klima ist die erosion langsamer.
joachimotto:
Geht es hier darum die Bibel zu beweisen oder zu widerlegen? Was beweist denn die weltweite Kreideschicht? Es gibt durchaus Hinweise, das es die Sintflut gab, aber die ganze Erde war sicher nicht mit Wasser bedeckt. Das war wohl eher ein Komet, der sehr viel Wasser in die Atmosphäe getragen hat, das dann beim abregnen für reichlich Überschwemmungen sorgte.
Aber ich denke das es nichts bringt die Bibel beweisen zu wollen. Entweder man glaubt an Gott und sieht dann, was er in seinem Wort der Bibel uns sagen will, oder man glaubt es halt nicht. Es gibt soviele Beweise und Gegenbeweise, die sich so oft widersprechen, das das nur eine endlose Diskussion gibt aus der nichts rauskommt.
Was ich viel interressanter finde als über Beweise Biblischer Begebenheiten zu diskutieren, sind die Inhalte der Bibel, also das was uns das Buch sagen will (aber das gehöhrt möglicherweise nicht in dieses Forum).
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