Hallo Sluggy und Sauerländer
in Japan gibts wirklich noch Mineralien ! Meist sehr seltene und fast immer nur in kleinem Format, aber erhältlich.
Die werden fast jedes Jahr bei den Münchner Mineralientagen vom japanischen Händler Hori angeboten (hat meist einen nur 40 cm Stand irgendwo in der Sammlerhalle, aber viele kennen ihn ).
Antimonit (besonders die grossen erwähnten Kristalle) kamen nicht aus Hokkaido (von da kommen Sulfide und Selenide ), sondern aus der Ichinokawa Mine auf der südlichen Insel Shikoku. Viele der geförderten Antimonite wurden zermahlen und u.a. als Augen-make-up benutzt (!). Der längste bekannte Antimonitkristall ist übrigens 60 cm lang; die kleineren lagen zwischen 20-30 cm.
Wenngleich der Bergbau in Japan so gut wie nicht mehr existent ist, werden doch ständig neue und seltene Mineralien gefunden und geborgen. Meist sind dies seltene Silikate (zBsp die extrem seltenen Feldspäte Dmisteinbergit und neue Zeolithe); aber, es gibt auch sehr schöne Pegmatitstufen aus weissem Orthoklas mit Rauchquarz von Naegi, Sphalerit, Arsenopyrit, Apatit, Axinit, Danburit, Fluorit, perfekte Chalcopyrite und klare Topase.
Die meisten davon, wenn überhaupt, kommen allerdings aus alten Sammlungen und werden in Japan selbst verkauft und kommen so gut wie nie auf westliche Börsen.
In Tokyo, im Stadtteil Kanda gibts zwei Händler, die ímmer wieder interessante Mineralien im Bestand haben.
Wen`s interessiert: Die wahrscheinlich besten Anbieter für japanische (Systematik-)-mineralien sind die US-dealer Mineralogical Research Company / Excalibur, welche auf seltene Mineralien spezialisiert sind.
Grüsse
collector