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fragen zur radioaktivitaet und deren auswirkungen
Hg:
Hallo,
die Kontamination durch Radioaktivität wird hauptsächlich durch Teilchen (Stäube) des Minerals verursacht, das eingedost ist. Durch Radon verursachte Radioaktivität ist meines Erachtens "Erbsenzählerei". Man braucht schon eine mörderaktive Stufe, um durch Radon-Töchter verursachte Kontaminationen zu messen. Die Krankheiten, die smöller beschreibt wurden durch etwas größere Mengen an U-Erze verursacht (hauptsächlich im Bergbau).
Beta-Strahlung besteht ja bekannterweiße aus Elektronen (bzw. Positronen). Die haben keine allzugroße Reichweite und gelangen kaum durch die Plexiglasdosen bzw. ein wenig Abstand von der eingedosten Dose genügt völlig aus.
Beta-Strahler zerfallen zwar, aber die daraus entstanden Nuklide bleiben weiterhin innerhalb der (hoffentlich gut) verschlossenen Mineraliendose.
@smöller
--- Zitat ---Das Mutterisotop (Uran-235 z.B.) bleibt hingegen an Ort und Stelle und sorgt nicht für Kontamination.
--- Ende Zitat ---
schau mal nach, zu wieviel % U-235 in natürlichem Material vorkommt :-\
und berechne mal die Masse Po-210, die aus der Zerfallsreihe von U-238, die aus einer Stufe von wenigen Gramm U-Mineral bestehend, entsteht ;)
Gruß
Andreas
sabine:
ich hoffe meine dauernden fragen nerven nicht
@Hg
also ist das, was ausserhalb des kaestchens und auch noch in 20 cm abstand gemessen werden kann, doch eher die gammastrahlung die ein paar posts weiter oben von dir beschrieben wurde und nicht etwa betastrahlung?
aber... du hast doch geschrieben
--- Zitat ---Mit einem Geiger-Müller kann man nur Alpha und Beta nachweisen
--- Ende Zitat ---
irgendwie versteh ich das nicht... ???
Hg:
Hallo,
naja, das mit der Abschirmung der Betas durch die Plexiglasdose ist eben nur relativ. Ein gewisser Teil geht da schon durch. Wenn man richtig abschirmen möchte, müsste man mit Blei o.ä. herangehen. Aber mit dem nötigen Abstand ist das alles halb so kritisch (Abstandsgesetz A~1/r²).
Mit einem Geiger-Müller-Zähler kann man keine Gamma-Strahlung (oder nur sehr schwierig) nachweisen, da die Wechselwirkung der Strahlung mit dem Zählgas einfach sehr gering ist und dadurch kaum die kaskadenförmige Ionisation im Zählgas ausgelöst werden kann.
Gruß
Andreas
MichaelP:
Hallo zusammen,
letzte Woche habe ich im Vogtland Uranmineralien gesucht und gefunden, und da ich irgendwie ein ungutes Gefühl dabei hatte, habe ich mir ein Strahlenmeßgerät gekauft und gerade folgenden Versuch durchgeführt.
Das Gerät hat drei Meßmodi: 1. Gamma-, 2. Beta- und Gamma-, sowie 3. Alpha-, Beta- und Gammastrahlung
Geprüft wurde die Strahlung eines ca. 7x3x1 mm großen Stückes Uranocircit.
Gemessen wurden die Pulse im Zeitraum von 1 Minute.
1. Messung ohne Mineral
Gamma: 28
Beta und Gamma: 31
Alpha, Beta und Gamma: 31
2. Messung mit Mineral im Abstand von 2 cm
Gamma: 29
Beta und Gamma: 141
Alpha, Beta und Gamma: 167
3. Messung mit Mineral in Plastikdose, Abstand 2 cm
Gamma: 30
Beta und Gamma: 74
Alpha, Beta und Gamma: 85
4. wie 3., jedoch Abstand 10 cm
Alpha, Beta und Gamma: 28
Mein Fazit (als Laie):
keine gefährliche Gammastrahlung
Halbierung der Alpha- und Betastrahlung durch Verpackung in Plastikdose
ab ca. 10 cm (bei Lagerung in Plastikdose) keine erhöhte Strahlung feststellbar
Wie auch immer, ich werde die Stücke fotografieren und dann in den Keller bringen.
Viele Grüße
Michael
sabine:
hmmm, also ich habe ein dosimeter mit geiger-mueller-zaehlrohr.
dieser kann sowohl die aequivalenzdosis (in uSv und uRem) sowie "gramma radiation energy" (in MeV) messen.
angezeigt wird aber immer nur die aequivalenzdosis, einzeln einstellen kann man da leider nichts.
ich gehe davon aus, dass mit diesem geraet also immer kombiniert alpha- beta- und gammastrahlung zu messen sind?
(ist ein radex rd1503)
Michael, was hast du denn genau fuer ein messgeraet, wenn ich fragen darf?
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