Hallo,
Habe vor 2 Tagen einen glasklaren Hyalith aus Valec,Tschechien aufgetrieben.
Er ist ebenfalls fluoreszent und hat keine messbare Radioaktivität.
Den Hyalith auf Orthoklas,Erongo habe ich von Dr.Ch.David,Marburg.
Habe sie wegen unseres threads um zusätzliche Infos zu der Stufe gebeten.
Die Antwort kam heute.Ich zitiere:
"Fluoreszenz kann nicht zur Unterscheidung von Chalcedon und Hyalit
herangezogen werden, ganz einfach weil nicht jeder Hyalit fluoresziert. So
zeigen z.B. die Hyalite auf den Topas-Stufen von Tepetate oder jene auf den
Spessartin-Stufen von Tongbei keine Fluoreszenz. Auch nicht jeder Hyalit aus
dem Erongo zeigt Fluoreszenz.
Im klassischen Sinne ist Chalcedon schon kryptokristalliner Quarz, gibt also
bei röntgenographischer Analyse schon Reflexe, während dies Opal und Hyalit
nicht tun. Chemisch enthält Opal gleichfalls wie Hyalit OH, das dem
Chalcedon fehlt.
Uran-Minerale treten zwar im Erongo auf, allerdings nur sporadisch, würde
ich also als Ursache für die Fluoreszenz des Hyalits nicht anführen.
Vielleicht spielt der Wassergehalt eine wichtige Rolle, hat aber wohl noch
keiner untersucht. Mit den Pegmatiten haben die Hyalite in Namibia
eigentlich nichts zu tun. Sind alles ganz junge Produkte aus der
Verwitterung der Granite und Vulkanite."
Die ursprüngliche Frage nach der visuellen Unterscheidung zwischen Chalcedon und Hyalith bleibt offen.
Fluoreszenz ist kein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal.
Vielleicht finde ich noch etwas über die Ursachen der Fluoreszenz.
Gruß
Norbert