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Bibliothek für den Mineralienatlas

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Stefan:
Hallo,

ich habe eine etwas ungewöhnliche Idee, bei der ich zahlreiche unbekannte Faktoren habe, bei denen ihr mir aber vielelicht helfen könnt.

Ich könnte mir vorstellen, dass wir Mineral-, Fossil-, Fundstellen-, etc. Bücher in gescannter Form in einer Art virtuellen Bibliothek zur Verfügung stellen. Das heißt, wir stellen ein gescanntes Exemplar eines Buches in genau der Anzahl wie uns Originale vorliegen zum Ausleihen zur Verfügung.

Welche Probleme sind zu erwarten?
- Copyrightverletzung
- Bücher müssen digitalisiert werden
- Verwaltung der Bücher

Um Copyrightverletzungen auszuschließen ist es nach meinem Verständnis nur notwendig dafür zu sorgen, dass nur 1 Person das Buch zum gleichen Zeitpunkt ansehen und benutzen und nach der Rückgabe nicht mehr nutzen kann. Zudem ist irgendwie sicher zu stellen, dass die Bücher nicht als Kopie herunter geladen werden können. Dies dürfte das größte Problem sein. Einen absoluten Schutz wird es nicht geben, aber man kann das schon einschränken. Von einem realen Buch aus der Stadtbibliothek können ja ggf. auch Kopien angefertigt werden.

Wie denkt ihr darüber, kennt jemand Möglichkeiten so etwas aufzusetzen? Ich fände es super, wenn wir so eine eigene Bibliothek zur Verfügung stellen könnten.

Erst mal so ein Gedanke
Gruß Stefan

giantcrystal:
Hallo Stefan

die Idee ist prima, die von Dir angesprochene Umsetzung meines Erachtens aber zu kompliziert, da man zum Beispiel nie garantieren kann, das ein heruntergeladenes Buch / Manuskript nicht kopiert wird, Außerdem ist es sehr ärgerlich, wenn jemand "vergißt" das Buch wieder zurückzugeben. Besser wäre es dann, die Ausleihzeit automatisch auf eine Woche zu beschränken oder so...

Mindat macht ja etwas ähnliches, dort begrenzt man aber das Angebot - soweit ich das sehen kann - auf Publikationen, für die das Copyright abgelaufen ist. Das sehe ich hier ebenfalls als gangbaren und sinnvollen Weg, da gerade ältere geologische und mineralogische Literatur oft nur schwer erhältlich ist.

Eine weitere Frage ist, ob dieses Angebot jedem zur Verfügung stehen soll oder aber nur aktiven Forumsmitgliedern. Ersteres würde wahrscheinlich dazu führen, das viele Leute reichlich Downloads machen und ansonsten kaum zum Atlas beitragen. Oder wie wäre es mit folgenden Anreiz : Für jede eigene Publikation, die man dem Atlas zur Verfügung stellt, darf man 1 - x (maximal 5 ?) Publikationen herunterladen...

Auf jeden Fall eine interessante Idee

Glück Auf

Thomas

smoeller:
Hallo,

Die Idee ist wirklich nicht schlecht. Wer kann schon alle Bücher zuhause haben oder hat Zugang zu einer umfassenden Bibliothek. So gibt es beispielsweise an der Unibibliothek Kiel nur eine kleine Auswahl an geowissenschaftlichen Büchern und bei uns am Institut in der Zweigstelle ist auch nicht alles vorhanden, wenn auch vieles. Lapis z.B. haben sie nicht, auch andere   
Zeitschriften fehlen. Als Student brauche ich sicherlich die wissenschaftlichen Bücher dort, nicht aber als Sammler. Als Sammler suche ich manchmal ganz profan nach einer Fundstelle und deren Mineralien und möchte nicht wissen, was dort vor 250 Mio. Jahren für eine Sauerstoff-Fugazität geherrscht hat.

Gerade für die Fossiliensammler ist es ja oft problematisch, an gezielte Infos heranzukommen. Da hilft meist auch keine Uni-Bibliothek, wenn man ganz spezielle Fragen hat.

Denke auch, dass das größte Problem das Copyright sein wird.

Daher könnte man den Anfang mit Zeitschriftenartikeln, die in elektronischer Form zugänglich sind (z.T. zumindest übe die Uni-Netzwerke) und mit älteren Werken, deren Copyright abgelaufen ist, machen.

Auch ist denkbar, die Verlage wissenschaftlicher Zeitschriften anzuschreiben und anzufragen, ob man eventuell einen geschützten Zugriff auf ältere Jahrgänge erhält.

Bei Büchern bin ich da etwas ratlos. Einfach digitalisieren ist sichr nicht so problematisch, aber das ganze ins Netz stellen?? Da frage man besser vorher genau nach, bevor die Polizei kommt.

@giantcrystal:Interessante Idee. In jedem Fall würde ich sagen, nur Forumsmitgliedern. Denke, wir sollten es wie die Mitgliederkarte handhaben, aber vielleicht doch erst ab 50 Beiträgen den Zugiff gestatten. Dadurch, dass nur Sachbeiträge gewertet werden, eigentlich ein guter Schutz. Das mit den eigenen Publikationen ist meines Erachtens nicht so gut, damit werden die Leute nur angestachelt, irgend was ins Lexikon einzufügen, ohne auf die Qualität zu schauen. Lieber nicht. Zudem ist nicht jeder, der durchaus berechtigtes Interesse an gewissen Publikationen hat, auch in der Lage, einen eigenen Beitrag zu einem interessanten Thema zu verfassen, sei es, weil sie/er nicht mit den Grundfunktionen des Lexikons umzugehen weiss, sei  es, weil sie/er nichts neues beizutragen hat.

Glück Auf!
Smoeller

Stefan:
Hallo Thomas, Hallo Smoeller,

darüber wer unter welchen Bedingungen ein Buch ausleihen kann ist sich nachzudenken. @giantcrystal:  Deine Idee, so könnte ich mir vorstellen, könnte irgendwie mit einfließen.
Aber bevor wir in die Diskussion einsteigen wer wann was darf, sollten wir erst mal die rechtlichen und technischen Hürden nehmen.

Es gibt schon Mittel und Wege die Ausleihzeit zu überwachen, und zu verhindern, dass Kopien angefertigt werden können. Ich habe schon eine Idee, wie wir das machen könnten.

Denkbar wäre ein Java-Programm, das auf unseren Server connected und von dort einzelne Seiten aus einem geschützen Bereich lädt. Diese Seiten werden innerhalb des Programmes beim User einzeln angezeigt. So ist es max. möglich einen Screenshot (und auch das kann man erschweren) der Seite anzufertigen, aber nie das Buch als solches herunter zu laden. Dies würde der Funktionalität - Buch auf den Kopierer legen entsprechen und wäre so wie Buchausleihen in der Bibliothek.

Solange der User Seiten aus dem Buch betrachtet ist das Buch für andere zum ausleihen gesperrt. Beendet der User das Programm wird die Sperre automatisch aufgehoben und ein anderer kann dieses Buch Seitenweise betrachten. Eventuell bleibt es auch noch etwas gesperrt, was auch immer notwendig ist um das Copyright nicht zu untergraben. Sowas müsste einfach zu realisieren sein

Wäre so ein Gedanke
Gruß Stefan

berthold:
Hallo,

die Idee ist gut, die Umsetzung wird am copyright scheitern. Viele Verlage bieten ja ihre wissenschaftlichen Zeitschriften im Internet auch an (ich sage nur doi). Aber das kostet halt immer  :P und warum sollten die Verlage auf diese Geld verzichten? Zudem steht in fast jeder Veröffentlichung drinnen, dass elektronische Speicherung, Mikroverfilmung usw. verboten / vorbehalten ist.

Die rechtliche Situation -auch wenn immer nur einer zugreifen kann- kommt meiner Ansicht nach einer Veröffentlichung gleich. Denn es geht ja beim Veröffentlichen nicht um die Auflage sondern um das zugänglich machen der Inhalte.

Gruß
Berthold

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