Hallo,
In die Richtung Geochemie kannst du auf drei Wege gehen: Als Geologe, Fachrichtung Angewandte Geologie. Hier ist es vor allem aquatische Geochemie, das heißt, du untersuchst Wasserproben sowohl auf ihren Ionen- als auch Schadstoffgehalt. Anwendung: Wasseranalytik, Schadstoffrecycling, Beobachtung und Beseitigung von Altlasten und Umweltschäden. Vielfältige Arbeitsgebiete von Wasserwerken und Mineralwasserfabriken, oft als Laborangestellter, Labore und Universitäten, Industrie, Ingenieurbüros und Firmen, die Altlasten entsorgen.
Ein anderer Weg ist die Geochemie an festen Gesteinen: Hier kannst du sowohl Altersdatierung (Zerfall radioaktiver Isotope) als auch Aussagen über die Gesteinsentstehung und Gebirgsbildung (stabile Isotope, Isotopenverteilung, Seltene Erden) oder über Vulkanismus sammeln. Wird oft nur in Zusammenhang mit dem Schwerpunktfach Petrologie angeboten.
Ganz neu ist die fachübergreifende Disziplin Biogeochemie. Hier werden Biologie, Geologie und Chemie kombiniert. Dabei lassen sich etwa aus der Untersuchung von Plankton mit biologischen und geologischen Methoden Infos über Wassertemperatur, Eisbedeckung, Zufluss von Süsswasser, Alter und Entwicklung der Ozeane ziehen.
Eine Uni, an der alle drei Bereiche möglich sind, ist Kiel. Aber zum Wintersemester 2007 (ab Oktober) kommt der neue Bachelor-/Masterstudiengang Geosciences. Ob dann noch alles so bleibt, kann ich nicht sagen. Auch an den anderen Unis wird der Wandel vollzogen, in einigen (Münster) ist er schon vollzogen.
Glück Auf!
Smoeller