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Autor Thema: Unbekanntes Sulfat  (Gelesen 15422 mal)

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Offline McSchuerf

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #15 am: 26 Aug 04, 17:43 »
Pseudomorphose von Chrysokoll nach Serpierit wäre auch möglich aber reiner Serpierit ist immer himmelblau und ich habe noch nie einen Himmel gesehen der in diesem Blau gefärbt sein soll.

Außerdem habe ich genauso ein Foto schon in einer der Lapis-Ausgaben gesehen (in welcher, weiß ich nicht mehr) und da stand Pseudomorphose von Chrysokoll nach irgendwas..sieht jedenfalls genauso aus - samt Färbung ..das spräche auch dafür..

..und ..

Zitat
und Chrysokoll kann ich jedenfalls völlig ausschließen, Connelit auch- passt nicht von der Kristallform, ebenso Caledonit wegen der Farbe.

..das Gegenteil ist der Fall..Du kannst auch nicht direkt ein monoklines Mineral von einem orthrhombischen Mineral so ohne weiteres auseinanderhalten und Caledonit zeigt eben gerade dieses Blau - Serpierit aber eben nicht!

..aber..auch egal..glaubt was Ihr wollt!  :)..für mich ist das fast eindeutig eine Pseudomorphose von Chrysokoll nach einem strahligen Mineral, das vermutlich orthorhombisch ist!

..Deine Härteangabe von 3-4 oder weniger passt übrigens auch auf alle von mir benannten Minerale - insbesondere auf Chrysokoll! Und ob der Strich mehr grünlichweiß oder bläulichweiß ist..das ist Auslegungssache!
Sei doch froh über diesen Bestimmungsvorschlag.. :)... schließlich hättest Du dann etwas ganz Besonderes..sofern tatsächlich zutreffend..aber Fotobestimmung kann immer nur ohne Gewähr sein... :)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 26 Aug 04, 17:52 von McSchuerf »

thothie

  • Gast
Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #16 am: 26 Aug 04, 18:47 »
 :D

Hallo Leutchen,

schon einleuchtend Eure Hypothesen!- Insbesondere Pseudomorphose n. Malachit/Serpierit

Doch eine Sache muß unbedingt noch geklärt werden!

Farbe :himmelblau -Habe ich überhaupt angegeben, da sie auf dem Foto nicht rüberkommt. Die Nikon macht mir da nen Grünstich rein

Chrysokoll habe ich auch ausgeschlossen, da beim Säuretest keine Gelbidung sichtbar war und sich das Mineral ruck zuck zersetzte.

Wenn wir jetzt bei der Hypothese: Pseudomrphose.... bleiben, fällt mir da Linarit/Posnjakit ein, die habe ich genau von diesem Fundpunkt- Sie haben original die gleiche Farbe und ein identisches Säureverhalten.

Also Linarit/Posnjakit pseudomorph nach Malachit?

Mir ist nur nichts darüber bekannt, ob die auch Pseudomorphosen bilden.

Malachit gibt es auch dort und bildet ähnliche garbenförmige Aggregateneben Cerussit.

thothie

  • Gast
Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #17 am: 26 Aug 04, 18:50 »
 :P :P :P

Fehlerteufel ;D ;D ;D

Gemeint ist Langit, nicht Linarit!

Uwe Kolitsch

  • Gast
Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #18 am: 27 Aug 04, 19:59 »
Sieht mir eindeutig nach Pseudomorphose aus.

Uwe Kolitsch

thothie

  • Gast
Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #19 am: 28 Aug 04, 12:11 »
 :D
Also Pseudomorphose!
Aber was und wonach?
Die Beschreibungen über die Lösungseigenschaften von Sulfaten, haben mich dazu bewogen die Stufe dahingehend noch mal genauer zu untersuchen.
Auf der Unterseite befindet sich übrigens die gleiche Substanz, allerdings als amorpher Belag mit sporadischen monoklinen Einzelkristallen.

Hier die Ergebnisse:
                                 Das Mineral ist schnell löslich in verdünnter HCl, Ammoniak und kaltem Wasser.
                                 Das Material verfärbt sich von himmelblau nach weiß, ohne daß es zu einer Verfärbung
                                 der Lösung kommt.

Die Härte ist vermutlich geringer als 3


Nun halte ich Zink- oder Kupfervitriol für wahrscheinlich.

Bei der Literaturecherche blieben hinsichtlich der sonstigen Eigenschaften nur noch Chalkantit und Ransomit übrig.

Chalkantit färbt die Lösung blau und hat eine trikline Kristallform.

Also Ransomit? ??? :-*

Wer kennt dieses Mineral und kann was über seine Eigenschaften sagen? :-*

Offline McSchuerf

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #20 am: 28 Aug 04, 15:54 »
Das Blei-Kupfersulfat Linarit hat auch Härte 2,5; ist monoklin, zeigt blassblauen Strich und zeigt unter verdünnter HCL auch Verfärbung von blau nach weiß. Nur Linarit kommt genauso dunkelazurblau wie Azurit vor. Nur daran würde es scheitern; sonst wäre ich doch wieder bei Linarit als Tipp angekommen..

Das wasserhaltige Kupfer-Eisen-Sulfat Ransomit bildet nur Kristalle (xx) unter 3 mm, zeigt aber dann die himmelblaue Farbe und einen bläulichweißen Strich; ist auch monoklin und zeigt vollkommmene Spaltbarkeit. Sehr selten..
..und hier noch 2 Links dazu ..

http://www.mindat.org/show.php?id=3364

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Ransomit

Ransomit soll ja nur aus dem Hydrosulfatstollen von Plaka, Lavrion und von Bisbee Arizona stammen..

...wäre ja dann ein Erstnachweis für neue Lagerstätte - in diesem Falle für den Bastenberg im Sauerland..

..weshalb möchtest Du keine Röntgenanalyse durchführen lassen? ;)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 28 Aug 04, 16:01 von McSchuerf »

Offline McSchuerf

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #21 am: 28 Aug 04, 16:04 »
...so sieht übrigens der Linarit vom Bastenberg aus..

http://www.klinoklas.de/Mineralien/Bildergalerie/Linarit/body_linarit.html

thothie

  • Gast
Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #22 am: 28 Aug 04, 18:43 »
 :D

@ Alle

Erst einmal vielen Dank für die Beiträge

Linarit habe ich zu Hauf dort gefunden


thothie

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #23 am: 28 Aug 04, 19:12 »

 :)


Oh, es sollte doch weitergehen.

Jedenfalls kann ich Linarit ausschließen (Farbe, keine Löslichkeit in H2O, etc...)

@ Peter Danke für die links

War dort schon- leider sind die Abbildungen nicht zu gebrauchen.

Die Analyseentscheidung werde ich mal Charly, dem Finder überlassen, der kann den Lapis Leserservice nutzen

thothie

  • Gast
Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #24 am: 10 Jan 05, 18:23 »
Für alle, die hier fleißig mitgerätselt haben:

Meine letzte Hypothese: Chalkonatronit

wurde per EDX-Analyse vom Lapis- Leserservice bestätigt.

Es handelt sich nach Herrn Dr. Weis um eine Pseudomorphose Chalkonatronit nach Anglesit. In den kommenden Monaten wird hierzu ein Artikel des Finders A. Turk (Trüffelschwein) in Lapis erscheinen.

Danke noch mal für Eure Mithilfe.


Thomas

Offline TKMineral

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #25 am: 10 Jan 05, 18:39 »
Hallo Obelix!

Chalkonatronit...sehr interessant und sehr selten...

Herzlichen Glückwunsch an Trüffelschwein!

Gruß

TK

Offline Trüffelschwein

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #26 am: 13 Jan 05, 11:27 »
 8) Danke, Danke..

Hömma – ich tanz hier schon den Moonwalk.

Erstmalig seit 20 Jahren wird wieder was vom Bastenberg im LAPIS stehn.

Ich habe Montag noch mit dem Chefredakteur Dr. Weiß telefoniert und den Artikel mit CD zur Post gegeben. Thomas hat alle Fotos beigesteuert und ich denke, das da was Gutes bei rum gekommen ist. Ich denke, die Veröffentlichung erfolgt mit der März/April-Ausgabe.

Die Stufe selbst habe ich in Watte gepackt und in den Tresor eingeschlossen – Chalkonatronit vom Bastenberg ist ja wie´n 6er im Lotto......obwohl...........der wäre mir ehrlcih gesagt doch lieber ;-))

´tschüssken und
trüff, trüff
Trüffelschwein Charly

Offline Harjo

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #27 am: 13 Jan 05, 15:17 »
Gluckwunsch Charly!!

Grusse
Harjo

Offline JHM

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #28 am: 05 Apr 05, 15:22 »
Also ich glaube das es Lavendulan,ist zwar kein Sulfat aber die Kristallform und Farbe sieht nach Lavendulan aus.Lavendulan hat die Härte 2,5 müsste also mit Fingernagel ritzbar sein.
Hoffe ich konnte helfen

Jan-Henrik

Offline Robin

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Re: Unbekanntes Sulfat
« Antwort #29 am: 05 Apr 05, 16:49 »
Hi,

Es ist schon als Chalkonatronit bestimmt (analysiert).

Gruß Robin

 

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