Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Glasiger Stein aus Mexiko mit Wassereinschluß
Graschki:
Also Erdöl schließe ich jetzt einfach (als Laie) auch mal aus. Der Stein wirkt ehrlich gesagt wirklich wie eine rundgespülte Glasscherbe aus. Und wenn da dieser Wasser/Luft Einschluß nicht drin gewesen wäre, hätte ich das Ding auch nicht mitgenommen.
...Fundort ist übrigens im Meer bzw. am Sandstrand in ca. 50 cm Wasser. Es war ein weisser Sandstrand und da waren in 50 cm Tiefe zwei dunkle Steine. Aus neugier hab ich die genommen, einer war ein dunkler Stein, der andere dieser. Also wird dieser Stein im Sand gespült worden sein - wie eben eine Glasscherbe.
Yoscha:
--- Zitat von: Graschki am 28 May 07, 22:25 ---Also Erdöl schließe ich jetzt einfach (als Laie) auch mal aus.
--- Ende Zitat ---
Schon die Mohs-(Ritz-)Härte bestimmt :)?
Ein einfaches Taschenmesser sollte eigentlich schon reichen.
Das sollte ohne Probleme bitumöse Bildungen ritzen können, Quarz aber nicht.
Goldi85:
Hallo
@Berthold: mit "Stalaktit" meinte ich eine Chalcedonbildung, ergibt dann Augenachat, wenn man die Quer anschneidest. Bei meinem Trommelstein war genau so eine Bildung unter ein paar Achatlagen, gerade etwas schwer zu erklären... :-\. Gesehen hab ich so etwas auch noch nicht. Wäre aber vielleicht möglich, weil solche Einschlüsse meistens ziemlich im Inneren einer Mandel sind (aber nicht so regelmäßig geformt). Wenn dann alles andere rundherum "abgetrommelt" wurde, könnte so was zurück bleiben. Eine Bänderung sieht man jetzt auf den Bildern zwar nicht, könnte aber vielleicht sein, dass die sehr fein ist oder es sich nur um Chalcedon (ohne sichtbare Bänderung ) handelt. Von der Oberflächenstruktur könnte es passen, abgerollte Achate/Chalcedone ähneln da schon manchmal Glas...Aber eigentlich eher, wenn man sie in der Trommel hatte, in der Natur sieht das normal nicht so fein geschliffen aus (lag ja vielleicht am Sandstrand ;D).
Oder vielleicht Obsidian, aber wie kommt da so ein großer Einschluss rein??
Gruß Daniel
berthold:
Hallo,
@Goldi85: Ach so. Nein, das sieht mir nicht wie eine angeschliffene Achatlage aus. Auf dem zweiten Bild erkennt man deutlich eine Relief-artige Struktur um das kreisförmige "Fenster". Wäre es eine Achatlage gäbe es keinen Wulst - wie hier sichtbar.
Je länger ich mir das Stück ansehe umso weniger glaube ich an eine natürliche Bildung. Allerdings fehlt mir auch für eine Produkt aus Menschenhand eine vernünftige Erklärung.
Gruß
Berthold
smoeller:
Hallo,
Würde sagen, dass es Glas ist. Ähnlich abgerollte Glasscherben liegen an der Nordseeküste auch häufiger rum. An einem Nachmittag hätte ich auf Helgoland durchaus enen Eimer voll finden können.
Auch der Rand des Stückes lässt auf einen Boden einer größeren Glasflasche schließen. Sichtbar ist der Ansatz des Überganges zur Wand. Der Einschluss dürfte ein lufteinschluss gewesen sein, der beim Blasen der Flasche entstand. Wie das Wasser reinkam, kann ich nicht sagen, vielleicht ein kleiner Riss irgendwo.
Yucatan ist Sedimentgestein, wenn ich mich nicht irre, und zwar Sandstein und Kalk der oberen Kreide. Da ist ein Achat dieser Größe eher nicht zu erwarten. Die einzige andere Möglichkeit wäre vielleicht noch Impaktglas vom Chicxolub (65 Mio. Jahre). Aber das würde man eher irgendwo hunderte Kilometer entfernt finden, nicht am Rand des Einschlagskraters.
Letztlich bliebe nur eine Röntgenanalyse, ob das Ding kristallin oder Glas ist.
Glück Auf!
Smoeller
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