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Kupferuranit
Latrodectus:
Hallo,
ich habe folgende Frage: Ich habe vor einiger Zeit ein Mineral mit einem alten Sammlunsetiket der Bergakademie Freiberg erworben. Es handelt sich um ein Uranmineral aus Joachimsthal/Böhmen.
Beschriftet ist es mit "Kupferuranit u. Chalcolith". Gehe ich richtig in der Annahme das Kupferuranit die alte Bezeichnung von Torbernit ist? Dann aber dürfte das Mineral doch keine Fluoreszenz zeigen, oder? Mein Mineral fluoresziert aber unter einer Schwarzlichtlampe.
Kann es sein daß das Mineral falsch bestimmt bzw. beschriftet wurde?
Danke für Eure Hilfe, Gruß Peter
Klinoklas:
Hallo Peter
Ja es ist Torbernit also zumindest die alte Bezeichnung davon.
In unserem Lexikon steht bei Lumineszenz Keine; Cu = UV-Killer (bis in kurz und langwelligem UV-Licht schwach gelb)
Gruß
René
smoeller:
Hallo,
Stimme Klinoklas voll zu. Könnte sich aber höchstens noch bei Kupferuranit um Zeunerit handeln, der vom Torbernit optisch kaum zu unterscheiden ist. Aber auch Zeunerit fluoresziert nicht. Würde da gleich eher an Heinrichit denken. Leicht Cu-haltiger Heinrichit ist grün, fluoresziert aber noch intensiv. Habe solches Material von Wittichen. Sieht wie Zeunerit aus.
Glück Auf!
Smoeller
stollentroll:
Zur Geschichte von dem Namen Chalcolith bzw. Torbernit siehe hier:
http://tw.strahlen.org/typloc/torbernit.html
Glück Auf
der Stollentroll
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Gehe ich richtig in der Annahme das Kupferuranit die alte Bezeichnung von Torbernit ist? Dann aber dürfte das Mineral doch keine Fluoreszenz zeigen, oder? Mein Mineral fluoresziert aber unter einer Schwarzlichtlampe.
Kann es sein daß das Mineral falsch bestimmt bzw. beschriftet wurde?
--- Ende Zitat ---
Richtig, "Kupferuranit" ist eine alte Bezeichnung für Torbernit. Und auch richtig, Torbernit fluoresziert nicht. Aber: Relativ häufig kommen Epitaxien von Torbernit mit Autunit und Torbernit mit Uranocircit vor - und die fluoreszieren dann schon. Einfach mal das Stück unter dem Bino mit UV-Licht ansehen, häufig klärt sich dann die Frage der "fluoreszierenden Torbernite" auf.
Gruß
Berthold
PS: Siehe dazu auch meinen Aufsatz: WEBER, B., (2007) Epitaxie und Metaphasen von Autunit, Torbernit und Uranocircit aus Wölsendorf, Hagendorf und Bergen, Der Aufschluss 58: (Jan./Feb. 2007), S. 7-12
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