Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Granulitgebirge, Stbr. Callenberg, erbitte Hilfe
Moni:
Hallo Leute,
recht vielen Dank für die Hinweise. Ich gehe der Sache mit den Tips weiter nach.
An Uwe: Mein "Gefühl" sagt mir eben auch Embreyit - Du hast mein Selbstbewustsein wieder aufgebaut und ich hoffe doch, daß Du selbst noch so ein Stück hast - wegen der von Dir beschriebenen Seltenheit.
Herzliche Grüße von Moni
uwe:
Hallo Moni,
wie bereits gesagt, der derbe orangerote Embreyit ist nicht selten. Das geht auch aus dem Artikel in Lapis 12/93 hervor. Ich habe auch die dort gezeigten kleinen roten Kristalle, die ich aber als Chrom-Pyromorphit in der Sammlung habe, was ja gar nicht so abwegig ist, denn Embreyit ist ja ein Blei-Phosphat-Chromat.
Übrigens, ein Stück Asbest vom Tagebau Callenberg Nord 2 schicke ich Dir noch - Faserlänge über 2 cm.
Glück Auf
Uwe
geomueller:
Hallo alle,
also ich kann nur noch was uwe sagt bestätigen, es handelt sich bei den gelben erdigen Massen um Embreyit. Ich hab selbst ein solches Stück von dieser leider historischen Fundstelle in meiner Sammlung.
Hallo Dalamar, das Callenberg von dem hier die Rede ist liegt im Südwesten des Granulitgebirges in der Nähe von Hohenstein-Ernstthal. Die hier bis 1990 abgebauten Nickelhydrosilikate sind durch Verwitterung der hier anstehenden nickelhaltigen Serpentinite entstanden. Die Vererzung war hier immer entlang von Störungsbahnen an sogenannte Verwitterungstaschen gebunden, also eine Sekundärlagerstätte. Garnierit kam hier nur untergeordnet vor, war also nicht der Haupterzträger in Callenberg.
Gruß Jürgen
McSchuerf:
Bei den gelben erdigen Aggregaten handelt es sich ganz eindeutig um ein Gemenge aus Embreyit, Vauquelinit und Pyromorphit aus dem Tagebau Nord I bei Callenberg. Ich besitze selbst gutes Material von dort; außerdem braucht man sich nur die Abbildung auf Seite 25 der Lapis-Ausgabe 91/9 zu betrachten.
Der Vauquelinit alleine (!!) kommt dabei in Krusten und Belägen von gelblich-grüner bis zeisiggrüner Farbe vor und ist dann vom ähnlich aussehenden Pyromorphit (nur eine Modifikation!) kaum zu unterscheiden! (nur durch Spektralanalyse oder röntgendiffraktiometrisch).
Der Embreyit wurde übrigens 1988 von dem mir ebenfalls persönlich bekannten Dr. Dietrich, Wiesbaden-Nordenstadt, spektralanalytisch bestimmt. Röntgendiffraktionetrisch ist er noch nicht gesichert. Das Mineral ist in der Tiefe häufig und kommt zusammen mit 'Arsenpyromorphit' in dichten Massen auch mit in ihm eingesprengten langtafeligen Krokoit vor.
Die Matrix der Krokoit-Stücke ist übrigens Silicophit-Gestein!
Weitere Details sowie ausreichend Fotos sind der o.g. Lapis-Ausgabe zu entnehmen.
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Die Serpentin-und Nickelminerale von Callenberg werden dagegen in einer Lapis-Ausgabe von 1994 extra behandelt.
@Dalamar ..
.. nochmal zum Garnierit allgemein:
Es ist richtig, dass der Garnierit ein Verwitterungsprodukt von Olivingestein darstellt; allerdings mit Anreicherung von genügend nickelhaltigem Material. Garnierit ist genau gesagt ein Gemenge aus Nickel-Silikaten - überwiegend aus dem Nickelsilikat Nepouit bestehend.
Gruß Peter
Conny3:
Hallo,
leider kann ich keinen Hinweis bzw. Beitrag dazu leisten. Diese Fundstelle hatte ich 1980 verpasst. Damals konnte ich an einer Fachgruppenbusfahrt (es war der 12.06.80 wegen einer Veranstaltung in der Schule nicht teilnehmen - ich weiß aber das die Anderen ganz tolle Funde an dem Tag dort gemacht haben müssen). Auch später war ich nie dort.Von einem verstorbenen Sammler habe ich aber einige Belegstücke von Krokoitmaterial geschenkt bekommen. Er hatte ganze Kisten davon in seinem Keller!!
Conny
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