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Autor Thema: Frage zur Mineralienreinigung  (Gelesen 3427 mal)

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Offline stone87

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Frage zur Mineralienreinigung
« am: 18 Jul 07, 20:50 »
Hallo alle zusammen!
Ich war am Dienstag bei herrlichem Wetter im Zillertaler Haupental beim Mineraliensuchen.. Hab auch einiges gefunden, darunter auch einige Stufen aus einer teils verbrochenen Kluft. Mein Problem ist, dass die Stufen teilweise mit einer dunkelbraunen, vermutlich organischen Schicht überzogen sind. Diese lässt sich auf den unempfindlicheren Stufen auch mit "fest Bürsten" kaum entfernen, bei den filigraneren Stufen bekomm ich sie erst recht nicht ab.
Nun wollt ich fragen ob es weitere Möglichkeiten gibt diese Verschmutzung los zu werden??
Die Mineralien auf den Stufen sind Periklin und Adular (unempfindlicher) und zerbrechliche Quarzkriställchen bzw. Muskovittafeln...
Jeder Tip würd mir weiterhelfen!! Die Matrix besteht aus Gneis.
schöne grüße aus Tirol
stone87

Online smoeller

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Re: Frage zur Mineralienreinigung
« Antwort #1 am: 18 Jul 07, 20:53 »
Hallo,

Entweder mal mit Ultraschallreinigung versuchen. Ein solches Gerät ist im Fachhandel zu haben. Letztens gab es auch bei Aldi mal welche. Oder, wenn es rein organisch ist, mit Wasserstoffperoxid oder Natronlauge (beides darf auf gar keinem Fall auf die Haut gelangen, da ätzend).

Glück Auf!
Smoeller

Offline geomueller

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Re: Frage zur Mineralienreinigung
« Antwort #2 am: 18 Jul 07, 21:05 »
Hallo,
in solchen Fällen habe ich die besten Erfahrungen mit Wasserstoffperoxid, oder wenn nicht verfügbar mit Geschirrspülreinigungstabs gemacht. Tabs in heißem Wasser auflösen, wenn die Lauge noch warm ist Stufen rein und zwei Tage drin lassen, anschließend gut und lang in klarem Wasser einlegen und Wasser öfter wechseln. In der Regel gehen die org. Beläge so ab bzw. lassen sich leicht ablösen.

Gruß Jürgen

Offline heli

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Re: Frage zur Mineralienreinigung
« Antwort #3 am: 18 Jul 07, 21:05 »
Wenn's tatsächlich nur organische Reste starte ich mit Seifenlauge.

Dann folgt stark verdünnter Laborreiniger. Ist zwar nicht gerade billig, der Erfolg ist aber oftmals überzeugend.

Nur wenn das alles nichts nutzt kommt Natronlauge ...


Heli

Offline stone87

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Re: Frage zur Mineralienreinigung
« Antwort #4 am: 18 Jul 07, 21:16 »
He danke eute!
Das sind dann schon mal ein paar nützliche Tips!! Ich glaub ich versuch die Tabs, dann mal schauen ;)
grüße stone87

Offline Hg

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Re: Frage zur Mineralienreinigung
« Antwort #5 am: 18 Jul 07, 21:49 »
Hallo,
also ich würde auch Wasserstoffperoxid nehmen.
Bei der Reinigung sehr gut auf die Augen aufpassen! Schutzbrille!
Gruß
Andreas

Offline Axinit

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Re: Frage zur Mineralienreinigung
« Antwort #6 am: 19 Jul 07, 10:24 »
Hallo Stone 87,

das von Dir beschriebene Problem ("braune Belaege, die sich durch Buersten kaum entfernen lassen) kommt mir recht bekannt vor.

Die Reinigungsprozedur, die ich in solchen Faellen anwende, ist wie folgt:

(1) Stufen in Laborglasreiniger (alkalisch) langsam (!) auf 60 Grad Celsius aufheizen und ueber Nacht  abkuehlen lassen. Am Besten geht dies natuerlich in einem beheizbaren Ultraschallbad. Der Laborglasreiniger laesst sich evtl. durch Reinigungs-Tabs ersetzen.

(2) Gruendliches Waessern in entionisiertem Wasser, falls vorhanden, mehrmalige Behandlung im Ultraschallbad.

(3) Je nach dem Aussehen, d.h. dem erzielten Reinigungerfolg, folgt nun noch eine Behandlung in verduenntem Wasserstoffperoxyd (5 - 10 % in demin. Wasser). Dieser Schritt ist  hilfreich um Reste von Erde, Schmutz  etc. an schwer zugaenglichen Stellen zu entfernen.

(4) Gruendliches Waessern in entionisiertem Wasser, falls vorhanden, mehrmalige Behandlung im Ultraschallbad. Dies ist sehr wichtig, um restliches Wassertoffperoxid komplett zu entfernen.

(5) Sollten die Stufen immer noch durch Oxidationsprozesse verfaerbt sein (Eisen - oder Manganoxide), so empfiehlt sich als letzter Reinigungsschritt eine Behandlung mit Natriumdithionit, gefolgt von gruendlichem Waessern.


All dies ist  erscheint relativ arbeitsaufwendig, die Resultate rechtfertigen aber meist den Zeit- und Geldaufwand. Mit einer einzigen Reinigungsoperation (z. B. mit Wasserstoffperoxid) wirst Du wahrscheinlich kein wirklich befriedigendes Ergebnis erzielen koennen.

Viel Glueck

Harald



 

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