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Autor Thema: 7. Sinn für Strahlung ?  (Gelesen 17388 mal)

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Offline uwe

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7. Sinn für Strahlung ?
« am: 05 Aug 07, 19:57 »
Radioaktive Minerale sind ja im Forum ein Dauerbrenner und werden im schön kontrovers geführt. Mich würde daher mal Eure Meinung oder vielleicht sogar Erfahrung zu folgenden interessieren.

Bekanntlich hat der Mensch kein Sinnesorgan für radioaktive Strahlen (alpha, beta oder gamma). Das steht in jedem Lehrbuch. Mir ist aber aufgefallen, daß ich dann, wenn ich ein e Stufe mit vermutlicher Radioaktivität vor die Lupe halte (also ziemlich nahe an die Rübe), einen ganz leichten zarten Kopfschmerz verspühre. Hat jemand von Euch schon mal eine solche Erfahrung gemacht ? Es kann sich bei mir natürlich auch um Einbildung halten, da ich inzwischen natürlich kenne, was so auf Erzgebirgshalden radioaktiv ist. Angefangen hat es zu der Zeit, als in Tschernobyl der Reaktor aus dem Ruder gelaufen ist. Ich hatte in der fraglichen Zeit mitunter den gleichen leichten Kopfschmerz - kann natürlich auch Zufall gewesen sein.

Deshalb würde mich mal Eure möglich Erfahrung interessieren.

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 05 Aug 07, 20:13 von slugslayer »

Offline Sammler-D.

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #1 am: 05 Aug 07, 21:36 »
Naja ich würde eher auf Zufall tippen  :) wenn man weiß das man das was man vieleicht in der Hand hält radioaktiv ist, kann man sich vieles Einbilden...
Ich will aber nicht dagegen sprechen denn es gibt auch Menschen die können andere Übernatürliche Sachen machen was eigentlich niemand kann....
mal sehen was die andren Leute dazu sagen.
Gruß: Sammler-D.

Offline schleifer

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #2 am: 05 Aug 07, 22:01 »
Hallo Uwe
Da kann ich dir nur beipflichten. Ich mußte alle radioaktiven Mineralien entsorgen. Mir war das erst aufgefallen, als ich von Wittichen Stufen unter dem Binokular hatte und ich immer Kopfweh bekam. Heinrichit und Zeunerit waren der Auslöser. Das selbe ist mir dann auch auf Börsen passiert und da stand es für mich fest.
Gruß Robert

Offline Andres

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #3 am: 05 Aug 07, 22:26 »
Also,

reintechnisch gesehn ist das möglich denn radioaktive strahlung besonders alpha/beta- strahlung ist bekanntlich ein 2 neutronen + 2 protonen gerüst und beta eben ein elektron. nun diese teilchen haben die eigenschaft masse zu durchdringen und ich denke das gleiche geschieht durch lupenglas und köpfe :D

ich denke daher die schmerzen...


mfg andres

Offline Harjo

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #4 am: 05 Aug 07, 23:04 »
Hi Robert und Uwe,

Eine neue Karriere ruft für euch, wenn eure Diensten billiger sind als ein Russischer Geigerzähler musste schon etwas zu machen sein ;D
« Letzte Änderung: 05 Aug 07, 23:36 von Harjo »

Offline caliastos

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #5 am: 05 Aug 07, 23:09 »
kurz gesagt, daß was man dann in dem falle spürt wären die schäden, die die teilchen in der birne anrichten. also vor allem mit dem kopf nah an strahler rangehen würde ich eh nicht.

Offline trommeln

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #6 am: 05 Aug 07, 23:38 »
Ich habe einige Jahre in der NUK gearbeitet und im HotLabor radioaktive Spritzen mit Jod und Technetium und anderen Flüssikeiten aufgezogen, habe auch mit Xenon gearbeitet, welches eingeatmet wird und nie irgendwas gemerkt oder von meinen Kolleginnen etwas gehört.

Radioaktiv ist unsere Umgebung immer, besondere Gesteine in vielfacher Konzentration  (z.B. am Matterhorn, weil noch Afrika-Gestein) und wir sind daran gewöhnt einen Grundpegel zu verkraften.

In Australien gab es Urangebiete, wo die Leute mit der Zeit an Krebs gestorben sind.. also haben die Ureinwohner diese Gegend gemieden.

In Sibierien hat man in Gegenden wo radioaktive Versuche gemacht wurden die Leute nicht genügend evakuiert. Also leben sie heute noch dort und haben enorm viele Abnormitäten bei den Geburten und viel Krebs.

Radioaktive Probleme werden zuerst im Blut verursacht, und in den Gonaden (Hoden und Eierstöcke). Radioaktives Gestein sollte also nicht in der Hosentasche über längere Zeit transportiert werden.

Es sind nur Zellen betroffen, die in der Teilungsphase sind - Hirnzellen teilen/erneuern sich leider nicht mehr, sind also der Teil des Körpers, der am wenigsten empfindlich ist. Am Kopf ist nur das Auge empfindlich.

In den ersten 10 Tagen ist der Fötus am empfindlichsten, deshalb werden Frauen erst nach Schwangerschaftstest am Becken und Wirbelsäule geröngt.

Ich hätte  jetzt gesagt, dass es unmöglich ist Kopfweh von radioaktiven Strahlung zu bekommen, hätte dich ausgelacht, wenn ich nicht vor Jahren ein Handy/Natel gehabt hätte, das in meinem Bein (ich trug es in der Hosentasche) Krämpfe ausgelöst hatte, es begann unkontrolliert zu zittern nach einigen Stunden.
Deshalb... nichts ist unmöglich.... lass dir mal einige Gesteine vorführen/an den Kopf halten (ev. mit geschlossenen Augen)  und sag ob sie radioaktiv sind oder nicht... dann hast du die Antwort , bin gespannt... *smile

PS: Alpha-Strahlen können kein Papier durchdringen, Beta-Strahlen sind da schon stärker, Gamma-Strahlen, also Röntgenstrahlen sind in tiefer Stärke schädigender als in hoher Stärke. Deshalb werden gewisse Rönbtgenbilder mit Hartstrahltechnik, also über 90 KV gemacht, unter 40KV ist es für den Menschen schädigend, weil die Strahlen alle im Körper steckenbleiben und nicht fähig sind den Körper wieder zu verlassen.
Was tun sie dann? Sie schädigen ein Teil der Chromosomen (z.B. in einem ein Ast eines Chromosoms verliert ein Atom ein Elektron/Proton/Neutron), die eben bei Erneuerung dann nicht 2 gleiche bilden, sondern 2 verschiedene... was zu Krebs oder Missbildungen führen kann
« Letzte Änderung: 05 Aug 07, 23:54 von trommeln »

Offline Andres

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #7 am: 06 Aug 07, 00:38 »
ja so kann man das auch ausdrücken  ;D

vll hat durch das mikroskop das auge geschädigt und deswegen kopfschmerzen bekommen, so ähnlich als würde man zu nah am monitor stundelang sitzen  :o


gruß

Offline gsiberger

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #8 am: 06 Aug 07, 00:41 »
Hallo!

Ich hab das irgendwie oft bei unsrer Mikrowelle wenn ich sie aufmache. Könnte auch nur Einbildung sein aber ich finde es interessant dass 3 Menschen unabhängig voneinander das gleiche verspüren! Ich hatte auch immer leichte Kopfschmerzen.

Lg gsiberger =)
« Letzte Änderung: 06 Aug 07, 00:46 von gsiberger »

Offline Stefan

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #9 am: 06 Aug 07, 09:11 »
Rein wissenschaftlich betrachtet würde ich die Symptome fast alle in Richtung "Angstgefühle" einordnen. Das meine ich nicht negativ und ist auch nichts ungewöhnlich. Wer fühlt isch schon wohl, wenn man mit radioaktiven Stoffen hantiert. Wie Uwe es in seiner Einleitung sagte, kann es gut sein, dass er es nur spürt weil er es weiß. Ich bin mir sicher dass es so ist. Wenn ihr echte Blindversuche machen würdet, wäre sicher keine signifikant höhere Trefferquote zu erwarten egal welches Mineral unter dem Bino liegt.

Dass Handystrahlung wahrgenommen werden kann ist durchaus möglich, da hier bei der Höhe der Strahlung eine Zellerwärmung stattfinden kann. Ist der Empfang schlecht und das Handy möchte sich permanent einbuchen, kann dies noch verstärkt vorkommen.

Bei radioaktiven Mineralien, die meist noch schwach strahlen und mehreren Linsen und anderem Material dazwischen sowie einem Abstand von mind. 20 cm würde ich das absolut ausschließen. Die messbare Strahlung am Strahlenausgang des Bino dürfte kaum höher sein, als die natürliche Umgebungsstrahlung.

Eine Schädigung des Auges durch das Mikroskop selbst (zu hell ..) ist wiederum absolut denkbar. Auch Kopfschmerzen etc. wären nichts ungewöhnliches.

Das mulmige Gefühl bei der Mikrowelle ist sicher einerseits eine negative Erwartungshaltung als auch die beim öffnen frei werdende Wärme, die einem dieses mulmige Gefühl gibt.

Gruß Stefan


Offline betadecay2000

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #10 am: 06 Aug 07, 09:58 »
Zitat
Rein wissenschaftlich betrachtet würde ich die Symptome fast alle in Richtung "Angstgefühle" einordnen.

Auch ich bin der Überzeugung, daß es sich um den sogenannten Placebo-Effekt handelt, zumal dieser Effekt bei mir offenbar nicht wirkt.  Aber daß es diesen Effekt gibt, ist unbestritten, in der Zeitschrift "Der Spiegel" war vor kurzem noch ein ausführlicher Artikel zu diesm Thema. Möglicherweise erkärt das auch, warum Methoden wie z.B. Homöopathie Wirkung zeigen.

Lediglich bei extrem hohen Dosisleistungen, zweistellige Sievert-Raten pro Minute (Werte also, die selbst bei massiven Großstufen Pechblende nicht zu erwarten sind), kann es sein, daß man die Bestrahlung direkt merkt. Ich habe verschiedene Berichte von Unfällen mit radioaktiven Stoffen/Anlagen, in denen Kobalt-60, Cäsium 137 oder Iridium 192 (werden z.B. zur Sterilistion, in der Nuklear-/Krebsmedizin, eingesetzt)  zum Einsatz kommt gelesen (zu finden auf der Seite der IAEA http://www.iaea.org/ .  So kann es dann zu einen metallischem Geschmack im Mund, Brennen von Haut und/oder Augen, sowie Hitzegefühl kommen.
Aber wie schon gesagt, hier handelt es sich um horrende Strahlungsdosen, mit denen selbst LiebhaberInnen von Uranminralien niemal in Kontakt kommen würden.

Offline Stephkling

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #11 am: 06 Aug 07, 18:00 »
Hallo,
ich denke das jeder von uns unterschiedlich sensibilisiert ist und auf gewisse Gewisse Dinge unterschiedlich reagiert. Auch mit dem Placebo-Effekt ok.
Ich möchte hier jetzt keine neue Diskussion eröffnen, aber doch zu vorherigem Zitat meine Frage stellen?

Möglicherweise erkärt das auch, warum Methoden wie z.B. Homöopathie Wirkung zeigen.


Wieso zeigt die Homöopathie gerade bei Babies, Kleinkindern und sogar auch Tieren (z.B. Kühen, Meerschweinchen) oft verblüffende Wirkungen?

Dies ist wohl ein Thema was nicht unbedingt hierhergehört!
Also wieder zurück zum eigentlichen Thema. Es ist wirklich wahr das die Radioaktivität in der Schule zu kurz kam. Ich finde es toll was ich zu diesem Thema hier schon mitbekommen habe und was für qualifizierte Beiträge eingebracht werden!
(Auch wenn ich doch lieber bei Achaten bleibe als radioaktive Stufen zu sammeln)

Grüße
Stephan

Offline berthold

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #12 am: 06 Aug 07, 18:44 »
Hallo,

also ich denke auch, dass es "Einbildung" genauer (Auto-)Suggestion ist. Alle mir bekannten Experimente (übrigens auch für Handy-Strahlung) die nach streng wissenschaftlichen Methoden (doppeltblind) durchgeführt wurden zeigen dass der Mensch radioaktive Strahlung nicht wahrnehmen kann. Die Natur hatte offensichtlich keinen Grund uns mit einem Sinnesorgan für radiaktive Strahlung (oder Handys  :D) auszustatten.

Homöopathie -bitte nicht mit anderen Methoden der Naturheilkunde verwechseln- ist das einzige "Heilverfahren" dass von einigen Krakenkassen -OHNE DASS JEMALS EIN WIRKNACHWEIS erbracht worden wäre -bezahlt wird. Für sich gesehen schon ein Witz, besonders dann wenn man bedenkt wie aufwändig reguläre Zulassungsverfahren für Arzneimittel sind. Die in der Homöopathie zugelassenen und eingesetzten "Zutaten" wie Krötenblut oder Hundkot (kein Witz!) gehören meiner Ansicht nach eher in eine mittelalterliche Hexenküche als in die moderne Medizin. Dass es episodische Berichte gibt die die homöopathische Wirkung "beweisen" sollen - o.k. schön und gut, aber die haben wir für noch exotischere Verfahren auch.

Gruß
Berthold

Offline DerRoheStein

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #13 am: 06 Aug 07, 19:27 »
Hallo!

Man sollte nicht vergessen, daß die Wahrnehmungen nicht nur durch Sinnesorgane selbst geformt werden, sondern ebenso durch Wissen, Erfahrungen etc., die dann letztenendes im Gehirn mal mehr mal weniger bewußt interpretiert werden und sich dementsprechend auch mal mit körperlichen Symptomen äußern können.
(Auto-)Suggestion ist natürlich auch ein Faktor den man nicht unterschätzen darf.
Aber man sollte nicht immer so vorschnell sein was das Urteilen über für uns unbekannte Umwelt- und Wahrnehmungsfaktoren geht. Denn das was sich an einem Tag als reine "Glaubenssache" und Spekulation darstellt kann am nächsten Tag durch irgendwelche "wissenschaftlichen" Entdeckungen schon in den Kanon gehören (wie z.B. gewisse Bereiche der Quantenphysik). Ebenso können wir es schlicht und ergreifend einfach nicht wissen ob es außer den uns momentan bekannten Formen von Strahlung nicht noch irgenetwas anderes gibt. Man sollte glaube ich immer im Hinterkopf behalten, daß man ja nicht alles wissen kann (Ich hab irgendwo mal den Begriff "elektromagnetischer Chauvinismus" gelesen... ;D...den Begriff find ich irgendwie cool). Das ist jetzt keine Verteidigungsrede für Scharlatane, profitgeile Esoterikwitzfiguren  :P oder ähnliches, nur eben mein Vorschlag nicht alles allzu vorschnell zu verurteilen und/oder ins lächerliche zu ziehn.

Gruß,
Claudio
 

Offline berthold

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Re: 7. Sinn für Strahlung ?
« Antwort #14 am: 06 Aug 07, 19:53 »
Hallo Claudio,

Zitat
Ebenso können wir es schlicht und ergreifend einfach nicht wissen ob es außer den uns momentan bekannten Formen von Strahlung nicht noch irgenetwas anderes gibt.

Mag sein, ja. Mich erinnert Dein Satz fatal an den Ausspruch den ich in Esoterikerkreisen so oft höre "Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde..." Nur geht es hier nicht um unbekannte Strahlung sondern um radioaktive Strahlung, die gerade in ihrer Wechselwirkung mit dem Menschen (und Tieren, Zellen ...) wirklich reichlich untersucht wurde. Eine neue, unbekannte Strahlungsart könnte/dürfte man frühestens dann postulieren wenn man bestätigte Experimente hätte, die eine solche Strahlungsart erfordern. Nur dafür feht jeder Anhaltspunkt.

Gruß
Berthold

 

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