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Autor Thema: Makrofotografie mit Olympus E400  (Gelesen 4724 mal)

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Offline loismin

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Makrofotografie mit Olympus E400
« am: 22 Nov 07, 07:57 »
Hallo.

Hat hier jemand Erfahrungen ob die Olympus E 400 für die Makrofotografie gut geignet ist.
Und ob die alten Olympus Objektive von der Om 2 N dazu passen.

Gruß
Loismin

Offline trommeln

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #1 am: 22 Nov 07, 09:34 »
Ich mach meine Makros mit der Olympus C-730
Das ist zwar eine Ultra Zoom Kamera, aber ich habe Tests gemacht und von allen Kameras die ich habe, macht sie die schönsten Makros. Du wirst mit Olympus also sicher mal nicht schlecht liegen... ein früheres Modell einer Olympus hatte guten Weitwinkel und mit der war ich auch sehr zufrieden.. hat aber für aktuell nicht mehr genügend Megapixel.

Muss auch sagen, dass Steine am besten bei diffusem Tageslicht fotogrfiert werden.. also bei Wolken und ohne Blitz. Sonst drinnen mit Blitz - geht auch zur Not.
Bildbearbeitung: Ich schärfe nur leicht nach, alles andere kommt meist nicht gut. Interessanterweise kommt Porzellan und Glas viel besser als Trommelsteine und Gestein.

Offline RMB

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #2 am: 22 Nov 07, 10:27 »
Hallo Loismin,

natürlich ist sie, wie jede SLR, für Makros geeignet, ist aber, wie immer, eine Frage des Budgets.

Für die "alten" OM-Objektive gibt es Adapter (wie auch für "alte" Canon, Nikon, M42,...). Allerdings hast Du dann keinen Autofocus zur Verfügung und kannst nur mit manueller Belichtung, bzw. Zeitautomatik (Blende wird am Objektiv voreingestellt) arbeiten. Ein weiterer Nachteil ist, daß mit steigender Blendenzahl das Sucherbild stark abdunkelt, was die Scharfstellung erheblich erschwert und die Tiefenschärfe limitiert (spätestens ab Blende 5,6 ist der Sucher zu dunkel).
Aus eigener Erfahrung (Oly E-500 und Vivitar Serie 1 90mm Makro an Oly F/T angepasst) kann ich sagen, daß man natürlich auch damit gute Makros (bis Abbildungsmaßstab 2 : 1) machen kann, aber der Aufwand dafür ist recht groß  (10 Bilder -> 1-2 brauchbare). Ich habe mir jetzt Sigma 150mm f:2,8 F/T-Makro und zusätzlich einen Raynox M250 Achromat angeschafft. Damit bekomme ich jetzt (mit dem Raynox) ca 8mm große Objekte formatfüllend abgebildet (ohne gutes Stativ, bzw. Einstellschlitten, geht da nix), ohne Raynox 1:1 Abbildungsmaßstab, bei ca. 25cm Entfernung zum Objekt (vor allem bei Insektenmakros wichtig, da hauen die Viecher nicht so schnell ab).

Kurz zusammengefaßt :
Nahlinsen (ab 15 Euro) ,vor allem die billigen, nicht empfehlenswert, die Bildqualität leidet zu sehr.
Achromate (40-90 Euro), deutlich besser.
adaptierte Objektive, eingeschränkt brauchbar (s.o., Adapter je nach Anschluß ab 20 Euro)
Oly oder Sigma F/T-Objektive, qualitativ und komfortmäßig unerreicht, aber auch am teuersten (ab 300 Euro aufwärts)

Mein Budget-Tip : Nimm statt der E-400 die E-500, die ist m.E. etwas besser, aber nicht viel teurer, da das Nachfolgemodell bereits seit einiger Zeit auf dem Markt ist.
Der Luxus Tip : E-510, der Bildstabilisator bringt bis 4 Blendenstufen Belichtungsreserve, was bei Makro richtig ins Gewicht fällt (ein Freund von mir hat sie, ich spare noch darauf).

Ich hoffe das hilft ein bißchen, mehr Infos unter :
http://www.dslr-forum.de/forumdisplay.php?f=80

Grüße
RMB

Offline loismin

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #3 am: 22 Nov 07, 16:42 »
Hallo.

Erstmal vielen Dank für die Hilfe.

Mir gings eigentlich hauptsächlich darum meine ganzen Objektive von Olympus das Makro und das Balgengerät
wieder nutzen zu können.
Das hat mal nen Haufen Geld gekostet und ist zum wegschmeißen zu schade.
Allerdings wenn die Belichtungsautomatik dann nicht mehr geht ist das dann auch nichts richtiges.


Gruß
Loismin

Offline franksch

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #4 am: 23 Nov 07, 09:25 »
Hallo Lois,
Wenn Du über ein Balgengerät -und nicht über Dein Bino- fotografieren möchtest, brauchst Du eine Digitalkamera, bei dem das Objektiv abnehmbar ist; am besten eine Spiegelreflexkamera. Dazu gibt es passende Adapter (z.B. bei eBay), an denen Du dann das Balgengerät mit der Kamera verbinden kannst. Knackpunkt bei der ganzen Sache ist ein wirklich stabiler Ständer, der keine Verwacklungen zulässt. Ich hab anfangs auch mit Bohrständern erste Erfahrungen gemacht; sie sind doch nicht so stabil und der Feintrieb ist auch nicht ausreichend. Besser geeignet sind richig stabile Mikroskopstative. Ich nutze eines von Wild, was ca. 15kg wiegt. Der Feintrieb (auch von einem Wild-Binokular) ist für die Fotografie (Mehrebenen- oder Schichtfotografie) super geeignet. Ein gutes Objektiv (unter dem Balgengerät) ist natürlich auch wichtig. Hier spielt die Qualität der Linsen eine große Rolle und die bekommt man eben nicht durch Billig- Angebote. Ich habe mir von Olympus das 28mm f/2 OM-System Zuiko  zugelegt und bin sehr zufrieden. Wenn ich es schaffe, werde ich dies Wochenende damit mal einen der Gadolinite fotografieren, die wir zusammen in Böckstein gesucht und gefunden haben.

Es grüßt Dich aus Berlin
franksch

Offline loismin

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #5 am: 23 Nov 07, 17:14 »
Hallo Frank.

Genau das möchte ich probieren als Alternative zum Fotografieren durchs Binokular.
Ich habe das Olympus Zuiko Makroobjektiv 38 mm und den Original Olympus Balgen dazu
und da dachte ich eben an eine neue Olympus SLR Kamera.
Da ist mir halt die Olympus E 400 als preigünstige Kamera ins Auge gestochen.
Bei der kann man die Objektive wechseln, drum meine Frage hier, ob jemand mit der schon Erfahrungen hat.
Ich bin einfach durchs Binokular mit der Mehrebenen Technik nicht so ganz zufrieden, da die Verschiebung
natürlich schon enorm ist.


Gruß
Lois

Offline franksch

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #6 am: 23 Nov 07, 17:53 »
Hallo Lois,
ich kenne die Olympus Kamera leider nicht.
Schau mal: von unserem gemeinsamen Ausflug zum Gemeindesteinbruch Böckstein: Erinnerst Du Dich an den recht bemoosten Stein, der schon recht lang am Boden lag? Viel Moos, aber auch eine Calcit-Schicht. Nach der Bearbeitung mit Bürste und HCL (Reihenfolge unbedingt einhalten!) kamen mehrer Aeschynit- Gruppen zum Vorschein. Dies Foto hab ich nicht durchs Bino gemacht, sondern wie oben beschrieben. Ich denke, daß Ergebnis kann sich auch sehen lassen.

Grüße aus dem regnerischen Berlin
franksch

Offline loismin

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #7 am: 23 Nov 07, 18:00 »
Hallo Frank.


Nicht schlecht !
Und die Bildbreite ist da 1,8 mm ?
Das ist genau das was ich erreichen möchte , da geht bei mir durchs Bino immer etwas an Schärfe
verloren.
Das ist jetzt mit Balgen und Makrolinse gemacht, oder?


Gruß
Lois

Offline franksch

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #8 am: 23 Nov 07, 18:12 »
Hallo Lois,
genau- die Bildbreite ist 1,8mm. Ich benutze kein Balgen, sondern M42 Zwischenringe- der Effekt ist aber der gleiche. In diesem Fall hängen 17cm Zwischenringe an der Kamera. Übrigens eine Canon EOS 300D mit 6,5 Megapixel. Wenn Du sparen möchtest: man braucht nicht immer das superneue Modell, der Vorgänger -oder noch älter wie bei mir- reicht oft auch aus. Und kosten nur noch ein Bruchteil des neuen Modells.
Das Bild entstand übrigens aus 24 Einzelaufnahmen, zusammengerechnet mit Helicon Fokus.
Der Gadolinit ist ungleich schwerer zu fotografieren; der Kontrast zu dem blassen grün und der umliegenden Matrix ist recht gering. Der x ist auch eher matt - und alles zusammen noch sehr klein.

Grüße
franksch

Offline loismin

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #9 am: 23 Nov 07, 19:07 »
Hallo Frank.

Hab mal mit dem neuen Binokular ( Zeiss) an einem schlecht zu fotografierenden Stück versucht was raus zubringen.
Ist extrem klein ( Vergrößerung am Zeiss 63 x )
Aber auch hier bekomm ich über die ganze Bildfläche eine leichte Rasterung, was zu Unschärfe führt.
Weiß jetzt nur nicht liegt das am Linsensystem des Binokular oder mach ich beim Fotografieren oder stacken was falsch.
Ist übrigens ein Synchisit x auf Rutil xx vom Kraftwerkstollen wo wir auch waren.

Gruß
Lois

Offline franksch

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #10 am: 23 Nov 07, 19:43 »
Hallo Lois,
ich kann aus der Ferne naturgegebenermaßen wenig über ev. Fehler sagen. Aber einige Tips kann ich Dir geben:
-  auch bei der Fotografie gilt: immer vom einfachen zum schweren! Bitte nimms mir nicht übel, aber auch wenn Du schon vorher fotografiert hast und jetzt offenbar ein neues Bino hast, mußt Du erst wieder einen Schritt zurück gehen. Erwarte nicht, daß ein mit 63facher Vergrößerung zu erkennender (aber auch durchsichtiger) Kristall, der zudem noch schlecht auszuleuchten ist, auf Anhieb gelingt. Versuche doch erst Stufen mit bis zu einer Bildbreite von 5mm zu fotografieren, die gut auszuleuchten sind, nicht spiegeln, nicht metallischen Glanz haben und wo der Kontrast von Objekt zu Matrix nicht extrem sind.
 - Die Beleuchtung und auch Belichtung sind bedeutende Faktoren. Hier gilt es viel rum zu experementieren, eh man für seine Beleuchtung die optimale Belichtung rausfindet.
-  Die Anzahl der Stacks (Bilder im Bilderstapel) nimmt natürlich mit größerer Vergrößerung zu, da die Schärfentiefe immer geringer wird. Bei 63facher Vergrößerung dürften das bestimmt so um die 50 Bilder sein. Und: möglichst immer den gleichen Abstand zwischen den einzelnen Stacks hinbekommen.
- Letztlich liegt es auch an der Kamera, wie das Bild ankommt. 4 Megapixel dürften ausreichen, bei so großer Vergrößerung (und 63fach ist schon viel) bräuchte man bestimmt 6 Megapixel.
Ein gutes Foto zu machen,ist nicht leicht. Auch ich bin immer noch am rum experementieren und probieren- von optimalen Ergebnissen spreche ich noch gar nicht. Aber ich habe mich im Vergleich zum Anfang schon deutlich verbessert.

Kopf hoch und weiterprobieren!
franksch
« Letzte Änderung: 23 Nov 07, 19:45 von franksch »

Offline der Sauerländer

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #11 am: 24 Nov 07, 10:23 »
Hi Lois

Durch mein Binokular ZEISS zu fotografieren habe ich schon vor längerer Zeit aufgegeben. Da ist mir mein Eigenbau- Makroskop doch lieber. Über den Balgen kann ich 1/10 mm stacken (wenn ich nicht so ungeduldig wäre). Da ich aber keine MM`s sammle, kommt das Teil nur selten zum Einsatz.

Wilhelm

Offline loismin

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Re: Makrofotografie mit Olympus E400
« Antwort #12 am: 24 Nov 07, 10:50 »
Hallo Wilhelm.

Ich weiß schon, daß ein Makroskop zum Stacken besser geeignet ist bis zu einer bestimmten Vergrößerung.
Aber bei großen Vergrößerungen ist das Einrichten des Minerals mit einem Auge fast wie Blindflug,das geht
halt beim Binokular besser.
Na ja dann probier ich halt mal weiter.

Gruß
Lois

 

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